Tanzen

JMC-Formationen der DJK müssen erneut auf die Turniersaison verzichten

Schon fast 22 Monate her: die DJK-Formation „conquimba“ bei ihrem letzten Auftritt am 2. Juni 2019 in der Dreingau-Halle.
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Schon fast 22 Monate her: die DJK-Formation „conquimba“ bei ihrem letzten Auftritt am 2. Juni 2019 in der Dreingau-Halle.

Die Tanzformationen der DJK Olympia Drensteinfurt werden wohl auch in diesem Jahr keine Choreografien vor Zuschauern präsentieren. Wie 2020 ist die Jazz und Modern/Contemporary-Saison abgesagt – zumindest fürs ersten Halbjahr. 

Drensteinfurt – Die Entscheidung im Gebiet West des Deutschen Tanzsportverbandes (DTV) fiel mit breiter Mehrheit. Dass die JMC-Formationen conquimba und pamoja im Sommer oder Herbst an Turnieren oder Ähnlichem teilnehmen, ist unwahrscheinlich.

„Wir hatten eine Videokonferenz mit über 60 Teilnehmern und dem Liga-Beauftragten vom Verband. Der Großteil der Vereine war vertreten“, berichtet DJK-Trainerin Margit Gericke von den Online-Gesprächen Mitte Februar. Nachdem die einzelnen Meinungen abgefragt worden waren, haben sich die Verantwortlichen „mit großer Mehrheit“ (Gericke) dafür ausgesprochen, dass die Formationen in eineinhalb Monaten noch nicht starten können. Für den 8. Mai war das erste Turnier vorgesehen. Das Programm wäre für die DJK-Formationen straff gewesen. „pamoja“ hätte in der Jugendlandesliga bis Anfang Juni an vier Wochenenden nacheinander getanzt, „conquimba“ in der Oberliga eine kleine Pause gehabt. „Das wäre Schlag auf Schlag abgelaufen“, sagt Gericke.

Jazz- und Modern Dance: Turniere bei der DJK Olympia Drensteinfurt

Jazz- und Modern Dance: Turniere bei der DJK Olympia Drensteinfurt  Foto: Kleineidam
Jazz- und Modern Dance: Turniere bei der DJK Olympia Drensteinfurt  Foto: Kleineidam
Jazz- und Modern Dance: Turniere bei der DJK Olympia Drensteinfurt  Foto: Kleineidam
Jazz- und Modern Dance: Turniere bei der DJK Olympia Drensteinfurt  Foto: Kleineidam
Jazz- und Modern Dance: Turniere bei der DJK Olympia Drensteinfurt

In den vergangenen Jahren – 2020 natürlich nicht – hatte die Saison schon im Februar begonnen, das Ende war im Juni. Die DJK-Formationen zeigten zuletzt am 1. und 2. Juni 2019 ihr Können – vor eigenem Publikum in der Dreingau-Halle.

Kein kontinuierliches Training seit einem Jahr

Dass es auch in diesem Jahr fürs Erste nichts wird, war Gericke schon länger klar. „Wir sind ja seit Monaten nicht im Training“, sagt die Drensteinfurterin und fügt hinzu: „Eigentlich kann man fast sagen: Wir sind seit einem Jahr nicht mehr im kontinuierlichen Training.“ Schließlich seien die städtischen Hallen nach dem ersten Lockdown im Frühjahr 2020 spät geöffnet worden. „Das war ja erst kurz vor den Sommerferien. Dann waren die Hallen wieder dicht, weil nur die Schulen rein durften“, sagt Gericke. Und seit mittlerweile fast fünf Monaten sind alle Hallen für den Vereinssport wieder geschlossen. Wann der Wiedereinstieg möglich ist, ist offen.

Während der Videokonferenz sei dafür plädiert worden, dass im Herbst Liga-Pokalturniere JMC in Nordrhein-Westfalen stattfinden sollen, heißt es in einer Mitteilung des DTV auf www.tanzsport.de. Die Planungen der Vereine dafür hätten begonnen. Die Turniersaison in den Herbst zu verlegen, sei schwierig – vor allem aus terminlichen Gründen, betont Gericke. „Man kriegt eine komplette Saison mit den Formationen gar nicht unter.“ Außerdem müsse man Ausrichter finden. Eine „abgespeckte Version“, also zum Beispiel nur zwei Turniere, habe auch keinen Anklang gefunden.

Sie wollen auch nicht den Druck direkt wieder haben.

Trainerin Margit Gericke

Diese Meinung vertreten auch die jungen Sportlerinnen der DJK Olympia – auch wenn sie natürlich enttäuscht sind, weil sie erneut auf die Wettkämpfe verzichten müssen. Während einer Videokonferenz hätten sich die Mädchen dagegen ausgesprochen, im Herbst nach der langen Pause direkt mit Turnieren zu starten. „Sie wollen auch nicht den Druck direkt wieder haben. Das haben sie mir ziemlich deutlich signalisiert“, sagt Gericke. Sollte es eine verkürzte Liga-Saison geben, dann auf freiwilliger Basis und ohne Absteiger. „Das ist aber alles noch nicht beschlossen“, sagt Gericke.

Bei der Formation „pamoja“ wird es Veränderungen geben. „Es sind einige dabei, die zu alt werden für die Jugend. Das müssen wir alles neu sortieren, wenn es feststeht, dass wir starten können“, sagt Trainerin Gericke. Austritte, die auf die lange Zwangspause zurückzuführen sind, gebe es bei den Tänzerinnen keine, dafür aber schulisch und studienbedingte Ausfälle.

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