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Janis Kraus hat sich beim SV Rinkerode als Trainer sehr gut eingelebt

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Von: Matthias Kleineidam

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Sagt seine Meinung: Janis Kraus vom SV Rinkerode im Gespräch mit Schiedsrichter Ingmar Grempels. Foto: Kleineidam
Sagt seine Meinung: Janis Kraus vom SV Rinkerode im Gespräch mit Schiedsrichter Ingmar Grempels. © Kleineidam

Janis Kraus ist seit dem Frühjahr ein Teil des Trainertrios beim Fußball-A-Kreisligisten SV Rinkerode. Er habe sich „sehr gut“ eingelebt, sagt der 32-Jährige. „Es ist mir aber auch echt nicht schwergefallen.“ Die Zusammenarbeit mit den anderen Trainern Sven Kuschel und Jörg Raabe-Staljan laufe reibungslos.


Rinkerode – Andreas Watermann klärte auf der Mitgliederversammlung des SV Rinkerode vor zwei Wochen noch mal auf. „Für alle, die sich wundern, dass wir drei Trainer für die erste Mannschaft haben“, sagte der Sportliche Leiter der Seniorenfußballer und schob in etwa folgende Begründung hinterher: „Wir wären ja schön blöd gewesen, wenn wir ihn nicht genommen hätten.“ Mit „ihm“ meinte Watermann Janis Kraus. Der 32-Jährige, der Zweitliga-Luft schnupperte, in der 3. Liga und sogar im DFB-Pokal zum Einsatz kam und über 100 Oberliga-Spiele in seiner sportlichen Vita stehen hat, ist seit dem Frühjahr ein Teil des Trainertrios beim A-Kreisligisten Rinkerode – und hat sich rasch eingefügt.

„Sehr gut“, antwortet Kraus auf die Frage, wie er sich beim SVR eingelebt hat. „Es ist mir aber auch echt nicht schwergefallen, weil es ein toll geführter Verein mit extrem netten Leuten ist.“ Damit meint er nicht nur die Verantwortlichen, sondern auch „diejenigen, die regelmäßig zum Platz kommen. Es ist einfach eine richtig gute Atmosphäre.“

Von allen gut aufgenommen

Die Zusammenarbeit mit Sven Kuschel und Jörg Raabe-Staljan, die seit dem Sommer 2020 im Amt sind, laufe reibungslos. „Es macht richtig Spaß und klappt super. Wir verstehen uns gut“, sagt Kraus und fühlt sich von allen gut aufgenommen. „Auch die Jungs sind alle gut drauf. Das passt alles sehr gut zusammen.“

Natürlich spielt es ebenfalls eine große Rolle, dass es sportlich fast perfekt läuft. Sieben der jüngsten neun Spiele in der Liga hat der SVR gewonnen, zuletzt vier in Serie. Der Lohn: Tabellenplatz drei. „Das ist schon sehr gut – vor allem wenn man berücksichtigt, dass wir zwischendurch samstags immer wieder puzzeln mussten, wer überhaupt dabei ist“, sagt Kraus. „Wir haben immer eine richtig gute Mannschaft auf den Platz stellen können. Das spricht für die Qualität hinter der eigentlichen ersten Elf.“ Der Coach gibt aber auch zu: „Wir hatten in dem einen oder anderen Spiel ein bisschen Glück, vielleicht auch das Glück des Tüchtigen. Das haben wir uns allerdings erarbeitet.“ Partien wie gegen Aasee II, „wenn du trotz langer Unterzahl am Ende gewinnst, sind für die Stimmung einfach super und bringen einen als Mannschaft nach vorne“.

Fühlt sich pudelwohl als Trainer beim SV Rinkerode: Janis Kraus. Foto: Kleineidam
Fühlt sich pudelwohl als Trainer beim SV Rinkerode: Janis Kraus. © Kleineidam

Einen Schritt nach vorne möchte der Rinkeroder auch als Trainer machen. Er strebt die B-Lizenz an. Der Lehrgang findet im Februar und März, sofern die Corona-Lage es zulässt, in Münster am Preußenstadion statt. „Ich hoffe, ihn erfolgreich abzuschließen“, sagt Janis Kraus.

Gespräche zur Zukunft in Kürze

Und wie lange hat er vor, nach dem Einstieg ins Geschäft beim SVR zu bleiben? Da gebe es noch nichts Konkretes zu verkünden. „Sven, Jörg und ich wollen uns in den nächsten Wochen, vielleicht nach dem letzten Spiel des Jahres, mal zusammensetzen, um alles Revue passieren zu lassen und zu besprechen, was unsere Vorstellungen sind“, sagt Kraus. „Für mich persönlich passt das einfach im Moment. Ich werde Ende Januar Papa. Es wäre für mich optimal, vor Ort zu bleiben, um zu schauen, wie funktioniert das mit der Familie, dem Job und der Trainertätigkeit.“ Der 32-Jährige arbeitet zurzeit am Amtsgericht Ahlen als Richter. Auch beruflich würden Anfang des Jahres ein paar Neuerungen auf ihn zukommen. „Daher kann das mit dem Fußball gerne ein bisschen ruhiger verlaufen“, sagt er.

Eigenverantwortlich eine Mannschaft zu trainieren – das könne noch warten. „Ich plane im Moment nicht unbedingt, etwas Neues zu machen. Dafür fühle ich mich viel zu wohl“, sagt Kraus, der seine Laufbahn als Aktiver 2017 aufgrund einer Verletzung am Sprunggelenk beendet hatte, und ergänzt: „Es passt alle super. Und wenn es alles weiter passt, spricht nichts dagegen, die Aufgabe weiterzumachen.“ Diese Aussage dürfte auch Andreas Watermann freuen.

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