Sport in größeren Gruppen

Inzidenz konstant unter 100: Jugendfußballteams in den Startlöchern

Die Minikicker dürfen wieder mit bis zu 20 Kindern trainieren.	Foto: Kleineidam
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Die Minikicker dürfen wieder mit bis zu 20 Kindern trainieren.

Die Erleichterung ist groß, die Vorfreude auch. Weil die Sieben-Tage-Inzidenz konstant unter der Marke von 100 liegt, tritt die Corona-Notbremse des Bundes heute im Kreis Warendorf außer Kraft. Das heißt für die Jugendfußballteams: Sie dürfen wieder in großen Gruppen und mit Kontakt kicken.

Drensteinfurt/Rinkerode/Walstedde – Beim Tennis-Club Drensteinfurt lief das Training zuletzt weiter, die Voltis des Reitervereins Drensteinfurt werden seit einer Woche wieder unterrichtet.

Ab Montag, 0 Uhr, greift im Kreis die neue Coronaschutzverordnung des Landes NRW. Sie sieht zahlreiche Lockerungen vor. Kontaktfreier Sport ist demnach auf Sportanlagen unter freiem Himmel in Gruppen mit bis zu 20 Personen erlaubt. Die Sportler müssen dabei einen Mindestabstand von fünf Metern untereinander einhalten. Für Fußballer sind diese Vorgaben schwer umzusetzen, andere Gruppen könnten bei halbwegs gutem Wetter wieder starten. Eine gute Nachricht gibt es für den jüngsten Nachwuchs: Für maximal 20 Kinder und Jugendliche bis einschließlich 14 Jahren ist Kontaktsport schon jetzt wieder zulässig.

TC Drensteinfurt

Der Stewwerter Tennis-Club legte trotz der verschärften Regeln keine erneute Pause ein. „Das Jugendtraining lief weiter – allerdings nur noch für Kinder bis einschließlich 13 Jahren entsprechend der Bundesnotbremse“, sagt Markus Hellenkemper. Er ist 1. Jugendwart und Trainer beim TCD. Für ihn war die Arbeit in den vergangenen Wochen noch aufwendiger. Schließlich musste er, weil die Inzidenz über 100 lag, als sogenannte Anleitungsperson wegen des geänderten Infektionsschutzgesetzes einen tagesaktuellen negativen Coronatest vorweisen. „Das tägliche Testen war schon etwas nervig, obwohl die Jungs und Mädels von der Bundeswehr an der Teststation in Warendorf super nett sind und wir nach wenigen Tagen schon per Du waren“, sagt Hellenkemper. „Wir hoffen, dass in Kürze auch wieder Gruppentraining für alle Älteren möglich ist.“ Ab einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz von unter 50 im Kreis Warendorf darf Kontakt- und kontaktfreier Sport im Freien wieder ohne Begrenzung ausgeübt werden. Am Sonntag lag der Wert bei 65,5.

RVD-Voltigierabteilung

Einige Gruppen waren nach einer zweiwöchigen Pause schon in der vergangenen Woche wieder aktiv. Das sei wegen des Wetters „manchmal nicht so prickelnd“ gewesen, sagt Abteilungsleiterin Kordula Wernsmann. Außerdem mussten die Übungsleiterinnen einen Schnelltest machen. „Einige werden sowieso regelmäßig in der Firma oder in der Schule getestet. Es ist alles machbar“, sagt Wernsmann, aber „mit angezogener Handbremse“ und mit großem Aufwand verbunden. „Wir mussten die Gruppen in kleinere Gruppen einteilen und durften keine Hilfestellung geben.“ Wernsmann bot für die eine Hälfte ihrer Gruppe „Spiele rund ums Pferd“ an, die andere absolvierte Grundlagentraining am Standpferd. Danach wurde getauscht. „Die Kinder hatten richtig Spaß“, berichtet Wernsmann. Das sei das Wichtigste. Jetzt freuen sich alle Voltis auf ein „relativ normales Training“. Die Älteren machen vorerst weiter Einzeltraining.

Fortuna Walstedde

Auch bei den Fortunen kehrt ein Stück Normalität zurück. „Ab Montag werden – im Sinne der NRW-Coronaschutzverordnung – die Teams von Fortuna Walstedde mit Spielerinnen und Spielern bis einschließlich 14 Jahre das Training wieder aufnehmen“, teilt Jugend-Koordinator Michael Reckmann mit. „Uns freut es sehr, dass die Kinder und Jugendlichen wieder ihrem Hobby und ihrer Leidenschaft nachgehen können.“ Fußball sei für diese nicht nur Bewegung und Ausgleich, sondern auch Lernort für Fairness, Teamgeist und ein Miteinander, „in dem jede und jeder ihren und seinen Platz hat. Gerade in diesen Zeiten sind dies Tugenden, die uns guttun“, sagt Reckmann.

SV Drensteinfurt

Der SVD hatte den Trainingsbetrieb vor 23 Tagen eingestellt, weil nur noch zu fünft und kontaktfrei trainiert werden durfte. Ab diesem Montag starten die Einheiten der jüngeren Nachwuchsmannschaften wieder. Das bestätigt Jugendobmann Manfred Drepper. Er geht davon aus, dass alle Teams, die auch dürfen, wieder trainieren. „Sie haben ja alle darauf gewartet.“ Der Corona-Beauftragte des SVD, Heinz-Dieter Heinrich, weist auf die Regeln hin: „Alle Gruppen müssen dauerhaft einen Abstand von fünf Metern zueinander halten und dürfen sich nicht vermischen.“ Eine Testung aller Beteiligten sei nicht erforderlich. Außerdem haben die Übungsleiter – wie gehabt – Anwesenheitslisten zu erstellen. „Die Umkleiden, Duschen und das Vereinsheim bleiben leider geschlossen“, so Heinrich.

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