„Integration durch Sport“: Fortuna Walstedde neuer Stützpunktverein

Fortuna Walstedde ist anerkannter Stützpunktverein im Bundesprogramm „Integration durch Sport“: (von links) die Inklusionsbeauftragte Alexandra Rohling, der 1. Vorsitzende Clemens Kuhn, KSB-Ehrenpräsident Ferdi Schmal und der 2. Vorsitzende Olaf Lenz. Foto: Kleineidam
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Fortuna Walstedde ist anerkannter Stützpunktverein im Bundesprogramm „Integration durch Sport“: (von links) die Inklusionsbeauftragte Alexandra Rohling, der 1. Vorsitzende Clemens Kuhn, KSB-Ehrenpräsident Ferdi Schmal und der 2. Vorsitzende Olaf Lenz.

Fortuna Walstedde ist anerkannter Stützpunktverein des Landessportbundes NRW im Bundesprogramm „Integration durch Sport“. Ferdi Schmal, Ehrenpräsident des Kreissportbundes Warendorf, überreichte dem Verein die Urkunde, unterzeichnet von LSB-Präsident Stefan Klett und KSB-Präsident Frank Schott.

Walstedde – „Deutschland ist ein Einwanderungsland“, sagte Schmal. Es sei eine zentrale landespolitische Aufgabe und eine Langzeitaufgabe, Menschen aus verschiedenen Nationen, mit Migrationshintergrund und mit Fluchterfahrung zu integrieren. „Der beste Integrationsmotor ist der Sport“, so Schmal.

Der KSB Warendorf ist die Dachorganisation von 285 im Kreis ansässigen Sportvereinen mit insgesamt zirka 90 000 Mitgliedern. Acht Vereine, darunter nun Fortuna Walstedde, dürfen sich Integrationsstützpunkt nennen (siehe Infokasten unten). Pro Stadt oder Gemeinde gibt es maximal einen. „Ein Stützpunktverein zeichnet sich dadurch aus, die Integration aller Bürger zu fördern“, sagte Schmal und sprach in diesem Zusammenhang von „gelebter Willkommenskultur“ und einem „wichtigen Beitrag für die gesamte Gesellschaft“. Ziel sei es, die interkulturelle Kompetenz aller Trainer, Übungsleiter und Vereinsverantwortlichen zu schulen.

Sabine Lillmanntöns, beim KSB als Fachkraft „Integration durch Sport“ tätig, hatte Kontakt mit dem Verein aufgenommen. „Sie lässt nicht locker. Bei ihr sind Sie in guten Händen“, lobte Schmal.

Geld fließt ins Projekt Sport-Kita

Als Stützpunktverein erhalten die Fortunen für 2020 eine Anschubfinanzierung von 2000 Euro und in den kommenden Jahren jeweils 1000 Euro. In den fünf Jahren gibt es maximal 7000 Euro. Das Geld kommt dem Projekt Sport-Kita Hoppeditz – kürzlich war der erste Spatenstich in Walstedde – zugute und müsse in die drei Bereiche Ausstattung, Honorare und Öffentlichkeitsarbeit fließen, erklärte Olaf Lenz, der 2. Vorsitzende von Fortuna. Außerdem sei der Verein verpflichtet, ein Fest auszurichten. „Wir sind stolz, zu den acht Stützpunkten im Kreis Warendorf zu gehören, und freuen uns auf die Zusammenarbeit“, sagte Lenz.

Neben der Urkunde gab es vom KSB auch ein kleines Geschenk für die Fortunen: ein Banner mit der Aufschrift „Integration durch Sport“ für die Turnhalle. Das Online-Banner zum Programm soll auf der Homepage des Sportvereins eingebunden werden.

Stützpunktvereine im Kreis Warendorf

Sport ist ein guter Integrationsmotor. Hier können Menschen Freunde und Freizeit genießen, aber auch ihre Sprache erproben und ausbauen. Die Ideen des Sports werden mit dem Stützpunktprogramm fünf Jahre unterstützt. Jeder Verein erhält zunächst eine größere Anschubfinanzierung für sein vorgestelltes Projekt, in den darauffolgenden Jahren gibt es eine Zusatzfinanzierung zur Stabilisierung des Projektes. Die Fachkraft für Integration begleitet Vereine auf Anfrage beim Ideenfinden, hilft beim Anträgeausfüllen und stiftet Kooperationen. Sie sorgt für Aus- und Weiterbildung der Organisierenden und Trainierenden im Bereich interkulturelle Kompetenz und versorgt die angeschlossenen Vereine mit Informationen zum Thema Interkulturalität. Stützpunktvereine im Kreis sind neben Fortuna der Boxclub Warendorf, die Ahlener SG, der SC DJK Everswinkel, die RSG Warendorf Freckenhorst, die DLRG Oelde, die SG Sendenhorst und der SuS Enniger.

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