Fußball

IG-Kapitän Kücük: Spannung ist gut, aber...

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Im Spitzenspiel möchte Hüseyin Kücük (rechts mit Adem Cabuk) den Abstand zu Drensteinfurt wahren.

Bönen - Bereits am 25. von 34 Spieltagen kann in der Fußball-Bezirksliga eine Vorentscheidung fallen. Wenn die IG Bönen am Sonntag beim Tabellenzweiten SV Drensteinfurt gewinnen sollte, könnte der Spitzenreiter seinen Vorsprung auf sieben Punkte ausbauen. „Das wäre ein erster Schritt“, sagt Hüseyin Kücük, „aber wir schauen eigentlich nicht auf die Tabelle.“

Für Hüseyin Kücük, den Kapitän der IG Bönen, ist Spannung im Meisterschaftsrennen nichts Schlechtes. „Wenn die Gegner enger dran sind, hat man mehr Konzentration“, sagt der defensive Mittelfeldspieler. „Aber mein Ziel ist es, den Abstand zu halten“, erklärt er vor dem Spitzenspiel der Fußball-Bezirksliga gegen den SV Drensteinfurt.

Die Tabelle ist durch die Spielausfälle und die ungerade Anzahl an Mannschaften momentan ziemlich schief. Aktuell hat Bönen 50 Punkte aus 21 Partien auf dem Konto. Es folgen Drensteinfurt (46/22) und der SuS Cappel (42/20), gegen den die IG noch ein Nachholspiel bestreitet. Ein sich anschließendes Trio mit 41 Zählern hat ein bis zwei mehr Begegnungen mehr als die Bönener absolviert und wird wohl nicht mehr in das Aufstiegsrennen eingreifen.

Englische Wochen im April

Trotz der Abstände rechnet Kücük nicht mit einer vorzeitigen Entscheidung im Titelkampf und verweist auf den April: „Da haben wir sechs Spiele“, sagt er mit Blick auf die englischen Wochen. „Wenn wir die ganze Zeit rechnen, rechnen, rechnen – das brauchen wir gar nicht.“ Auf die Partie beim SVD freut er sich natürlich trotzdem: „Es ist immer schön, wenn der Zweite gegen den Ersten spielt. Das wird ein interessantes Spiel. Drensteinfurt wird viel Gas geben.“

Im Hinspiel schlug die IG den Kontrahenten verdient mit 2:0. Bönen zeigte eine starke Leistung, während die Gäste am Schulzentrum „einen gebrauchten Tag erwischten“, wie deren Coach Oliver Logermann nach dem Abpfiff konstatierte. Mit dem Sieg schob sich die IG an den damaligen Spitzenreiter heran und überholte ihn bald. „Sonntag wird es ein anderes Spiel. In der Hinrunde waren wir die Jäger, jetzt sind wir die Gejagten“, sagt Kücük.

"Auf die Defensive kommt es an."

Er hat großen Respekt vor der Verteidigung, der Zweikampfstärke und der mannschaftlichen Geschlossenheit der Drensteinfurter. „Sie sind jahrelang oben mit dabei und gut in der Defensive.“ Mit 22 Gegentoren hat der SVD sogar zwei Treffer weniger kassiert als die IG. Nur Wiedenbrück (20) ist besser. „Auf die Defensive von Beiden wird es ankommen. Aber wenn unsere Offensivspieler einen so guten Tag erwischen wie zuletzt, wissen wir, dass wir gewinnen können“, erklärt Kücük.

15 Tore haben die Bönener in den vier Partien des Jahres 2019 bereits erzielt. Nur beim 1:5 vor zwei Wochen beim FSC Rheda lief kaum etwas zusammen. „Es war gut, dass wir so einen Ausrutscher hatten“, findet Kücük sogar: „Wir haben danach bewiesen, dass wir eine Mannschaft sind. Es war wichtig, dass wir sofort eine Gegenreaktion gezeigt haben“, bezieht sich der Kapitän auf das 5:0 am vergangenen Sonntag gegen den TuS Freckenhorst.

Kaum Ausfälle und eine breite Bank

Überhaupt sei die Stimmung im Team gut, auch wenn einige Spieler derzeit kaum zum Zug kommen, weil Trainer Ferhat Cerci bis auf die langzeitverletzten Haydar Yazici und Emir Bajric nur wenige Ausfälle zu beklagen hat. Gegen Freckenhorst machte sich fast eine komplette Mannschaft in der Pause warm, alle passten gar nicht auf den Spielbericht. „Das ist schon ungewöhnlich für eine Bezirksliga-Truppe. Obwohl in der ersten Elf gerade fast immer die Gleichen sind, sind alle motiviert dabei“, betont Kücük und verweist auf die vielen Begegnungen im April. „Da kann alles passieren. Da werden die Jungs zeigen, dass sie da sind.“

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