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Entscheidung gefallen: HSG spielt weiter

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Von: Peter Schwennecker

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Für die HSG Ascheberg/Drensteinfurt geht es mit Trainer Jörg Kriens trotz aller Personalprobleme in der Münsterlandliga weiter.
Für die HSG Ascheberg/Drensteinfurt geht es mit Trainer Jörg Kriens trotz aller Personalprobleme in der Münsterlandliga weiter. © siemund

Die HSG Ascheberg/Drensteinfurt wird mit der ersten Handball-Mannschaft weiter an den Meisterschaftsspielen in der Münsterlandliga teilnehmen. Das ist das Ergebnis einer Aussprache, zu der sich die Vereinsverantwortlichen, Trainerteam und Spieler der Spielgemeinschaft am Dienstagabend trafen.

Ascheberg –Abteilungsleiter Carsten Gburek und Trainer Jörg Kriens waren am Mittwoch für eine offizielle Stellungnahme nicht zu erreichen. Einzig Pressewart Oliver Sevenich, gleichzeitig auch Torhüter des Teams, reagierte kurz und knapp auf eine Anfrage unser Redaktion: „Wir werden weiter unter der Leitung von Trainer Jörg Kriens spielen. Alles andere, was an diesem Abend zwischen den Beteiligten besprochen wurde, bleibt sowohl im Verein als auch in der Mannschaft intern und wird nicht öffentlich bekannt gegeben.“

Noch vor einer Woche hatte Abteilungsleiter Gburek erklärt, dass mit Blick auf die Zukunft des Spielbetriebs der ersten Mannschaft aktuell nichts auszuschießen sei. Selbst einen Rückzug hielt er zu diesem Zeitpunkt für möglich. Doch dieser scheint jetzt vom Tisch zu sein, nachdem sich auch die Mannschaft für eine Fortsetzung der Saison ausgesprochen hat.

Trainer Kriens hatte sich vor den Herbstferien nach der 16:49-Klatsche beim TV Friesen Telgte öffentlich über die mangelnde Unterstützung aus den eigenen Reihen beklagt und seine Zukunft auf der Bank der HSG selbst infrage gestellt. Im Urlaub wollte er über persönliche Konsequenzen nachdenken und zog selbst einen Rücktritt in Erwägung.

Große Personalprobleme

Gburek hatte schon vor dem Treffen am Dienstag das Gespräch mit Kriens gesucht und versucht, die Wogen zu glätten, was offenbar gelang.

Größtes Problem bei der HSG Ascheberg/Drensteinfurt war in den vergangenen Wochen der Personalmangel. Zunächst herrschte nach dem Aufstieg von der Kreis- in die Münsterlandliga große Euphorie im Team. Die war aber schnell verflogen, nachdem sich schon vor dem Start einige Stammkräfte schwer verletzten. Zudem mussten andere Akteure aus wichtigen privaten Gründen (Studium oder Beruf) passen. Zuletzt halfen schon immer wieder Akteure aus der A-Jugend aus, was auch für Kriens sehr bedenklich war. „Dem Nachwuchs sind doch allein schon wegen der Pandemie zwei Jahre in ihrer persönlichen Entwicklung verloren gegangen. Man sollte sie jetzt nicht überfordern“, hatte Kriens nach der Partie in Telgte geäußert.

Aktuell steht die Handball-Spielgemeinschaft mit 1:9 Punkten als Neuling auf dem letzten Tabellenplatz. Punkte sind auch am Sonntag, wenn das Team von Kriens um 17 Uhr bei der zweiten Mannschaft der SGH Ibbenbüren antritt, nicht unbedingt zu erwarten. Denn die Gastgeber führen derzeit mit 11:1 Punkten mit einem Zähler Vorsprung das Tableau vor dem TV Friesen Telgte an.

Bei der HSG Ascheberg/Drensteinfurt ist man allerdings erst einmal froh, dass es überhaupt weitergeht.

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