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Diesen Platz will die HSG mit dem neuen Trainer Jörg Kriens verteidigen

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Von: Matthias Kleineidam

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Trifft mit der HSG Ascheberg/Drensteinfurt auf Friesen Telgte: Lukas Reining.
 Foto: Siemund
Trifft mit der HSG Ascheberg/Drensteinfurt auf Friesen Telgte: Lukas Reining. © Siemund

Nach dem Aufstieg im vergangenen Jahr wollen die Bezirksliga-Handballer der HSG Ascheberg/Drensteinfurt die Klasse halten, um in der nächsten Saison in der Münsterlandliga (neuer Name) starten zu dürfen. Ob das klappt, ist ungewiss. Die Situation ist etwas undurchsichtig.

Drensteinfurt – Auch für Jörg Kriens, der nach dem Rücktritt von Heinz Huhnhold die Nachfolge des Hammers als Trainer der Spielgemeinschaft angetreten hat. „In beiden Gruppen ist noch vieles offen“, sagt der 48-Jährige aus Altenberge angesichts der Nachholspiele, die noch stattfinden.

Aktuell ist die HSG mit einem ausgeglichenen Punktekonto (12:12) Tabellenvierter. Noch Dritter zu werden, ist fast unmöglich. „Das halte ich für unrealistisch“, sagt Kriens. Vierter zu bleiben, wird ebenfalls schwierig, weil der ASV Senden II (11:9) noch vier Partien zu absolvieren hat. „Wir haben noch zwei schwere Spiele. Die sind noch lange nicht gewonnen“, sagt Kriens vor den abschließenden Partien in der Liga am Sonntag (24. April, 18 Uhr) in der Halle der Profilschule Ascheberg gegen die zweite Mannschaft des TV Friesen Telgte und am Freitag, 29. April (20.30 Uhr), beim Verfolger und direkten Konkurrenten Senden II. Telgte sei gut drauf, in Senden wird mit Harz gespielt. „Das ist wieder eine andere Welt“, sagt Kriens. Auf Platz sechs, der den direkten Abstieg bedeuten würde, kann die HSG nicht mehr abrutschen. Der BSV Roxel (7:17 Punkte) ist zu weit weg.

Ich kann ja nicht irgendwelche neuen Spielkonzepte innerhalb von zwei Wochen umsetzen.

Jörg Kriens

Bei den Auswärtsspielen der Drensteinfurter vor den Osterferien gegen Gremmendorf/Angelmodde (27:26) und Roxel (22:23) war Kriens schon in den Hallen, um sich einen Eindruck von seiner neuen Truppe zu verschaffen. „In Roxel haben wir Pech gehabt, da haben wir in letzter Sekunde verloren.“ Beeindruckt hat den Coach vor allem eine Sache: „Was positiv ist, ist die Einstellung. Die ist wirklich vorbildlich. Das ist das, worauf ich im Moment Einfluss nehmen kann. Ich kann ja nicht irgendwelche neuen Spielkonzepte innerhalb von zwei Wochen umsetzen. Das funktioniert nicht in dieser Phase der Saison.“

Gegen den Tabellendritten

Erst vier-, fünfmal werden Trainer und Mannschaft zusammen trainiert haben, wenn es am Sonntag zum Heimspiel gegen Friesen Telgte II kommt. Der Tabellendritte kommt auf 15:9 Punkte und ist 2022 noch ungeschlagen. Nach drei Siegen in Serie endete das Topspiel gegen den Spitzenreiter Preußen/Borussia Münster am Dienstagabend nach einem 19:23-Rückstand 24:24.

Jörg Kriens, neuer Trainer der HSG Ascheberg/Drensteinfurt
Jörg Kriens, neuer Trainer der HSG Ascheberg/Drensteinfurt © Kriens

Was das Personal betrifft, sieht es bei der HSG „recht gut aus“, sagt Kriens. Es gebe mit Ausnahme der Langzeitverletzten keine großartigen Ausfälle. Gegenüber dem Hinspiel (25:34) muss sich die Spielgemeinschaft aber deutlich steigern.

Erfahrener Mann

Jörg Kriens verfügt sowohl als Spieler als auch als Trainer über viel Erfahrung. Aktiv war er beim SC Nordwalde. „Gespielt habe ich immer mit Unterbrechung“, sagt er. Mit den Nordwaldern stieg er von der Bezirks- in die Landesliga auf. 2018 übernahm er die B-Jugend des SCN als Trainer und spielte bei der ersten Mannschaft noch sporadisch mit. Coach der A-Jugend und Co-Trainer der Ersten war Kriens ebenfalls.

Im Anschluss trainierte er zwei Jahre den TV Borghorst. Gleich im ersten Jahr gelang mit nur einem Minuspunkt als Kreisliga-Meister der Aufstieg in die Bezirksliga. Die letzte Station vor seinem Engagement bei der HSG war Preußen/Borussia Münster. „Das war das ganz grauenvolle Corona-Jahr. Das waren, glaube ich, zwei Spiele. Das kann man nicht werten“, sagt Kriens.

Zusammenarbeit vorerst bis 2023

Seine Tätigkeit bei der HSG Ascheberg/Drensteinfurt ist zumindest bis 2023 geplant. „Wir haben generell erst mal nur über die nächste Saison gesprochen. Dass es diese Saison schon was wurde, hat sich spontan ergeben“, sagt Kriens. Vorläufig konzentriert er sich mit seinem neuen Team darauf, den vierten Platz zu halten und spätestens in der Play-off-Runde den Verbleib in der Bezirks- respektive Münsterlandliga perfekt zu machen.

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