Aschwer absolviert denkwürdigen Ironman70.3

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Hermann Aschwer benötigte für 113 km 5:42:27 Stunden.

Ameke - Auch nach 315 Triathlonrennen gibt es immer noch Höhepunkte im Leben des Drensteinfurter Triathleten Dr. Hermann Aschwer. In der österreichischen Wachau wurde der nach Ansicht des Amekers „schönste Triathlon weltweit“ über 1,9 Kilometer Schwimmen, 90 km Radfahren und 21,1 km Laufen ausgetragen.

„Es was etwas Besonderes – nicht nur aufgrund des Wetters, der Strecken und durch die 2500 Teilnehmer aus aller Welt, sondern diesmal insbesondere auch bestimmt durch die mediale Begleitung“, sagte Aschwer. Anlässlich seines 100. Mittel- und Langdistanzrennens beschäftigte sich das österreichische Fernsehen intensiv mit dem Buchautor und einem der größten „Paradiesvögel“ unter den Triathleten. Gesendet wurde der 90-minütige Fernsehbeitrag im ORF.

Bereits im Vorfeld des Ironman St. Pölten standen vor vier Wochen erste Interviews und Filmaufnahmen in der Wachau an. Weiter ging es am Vortag des Triathlons bei den unmittelbaren Wettkampfvorbereitungen und am Wettkampftag selbst: Interviews fünf Minuten vor dem Schwimmstart, während des ersten Wechsels vom Schwimmen zum Radfahren, dann während des zweiten Wechsels vom Radfahren zum Laufen und im Zielbereich. „Dies störte zwar den eigentlichen Wettkampfablauf nicht, hatte aber zur Folge, dass auch das Interesse der vielen tausend Zuschauer sowohl im Zielbereich als auch an der Strecke überproportional groß war“, so Aschwer. Er hatte auch mit den Emotionen zu kämpfen. „Das ist schon außergewöhnlich, wenn der Hermann unter frenetischen Anfeuerungsrufen in die Wechselzone einfährt und alles wartet, bis er seinen Wechsel vollzogen hat, um dann zur nächsten Disziplin zu starten. Das hinterlässt schon Spuren.“

Zum sportlichen Teil beim 113 Kilometer langen Rennen: Nach 41 Minuten hatte Aschwer die 1,9 km Schwimmen und eine 300-Meter-Laufeinlage zwischen den zwei zu durchschwimmenden Seen absolviert. 7:16 Minuten dauerte der erste Wechsel vom Schwimmen aufs Rad, wobei nicht nur der Trikotwechsel, sondern auch der lange Weg durch die 2500 aufgestellten Räder zu bewältigen war. Die 90,1 km durch die gesamte Wachau mit dem berüchtigten 9-km-Anstieg nach Gansbach sowie weitere Anstiege in Krustetten und Obritzberg, dafür aber auch die 20-km-Autobahnfahrt und andere rasante Abfahrten schaffte der Ameker trotz starkem Wind mit bis zu 50 km/h in 2:57:57 Stunden. Der zweite Wechsel dauerte 4:21 Minuten. Den 10,5 km langen, flachen Kurs entlang der Traisen und den Abstecher nach St. Pölten absolvierte Aschwer in 1:51:40 Stunden. Nach 5:42:27 Stunden lief er als Zweiter seiner Altersklasse (M65-69) „unter einem Riesenjubel“ über die Ziellinie.

Der 68-Jährige kam damit genau in der Mitte des Teilnehmerfeldes ins Ziel und qualifizierte sich erneut für die Ironman70.3-Weltmeisterschaft am 30. August im österreichischen Zell am See. Das Ticket gab Aschwer aber an seinen slowenischen Freund Anton Skrlep weiter und bereitete ihm damit eine Riesenfreude. Aschwer selbst bevorzugt am 23. August die 113-km-Triathlondistanz am Walchsee, da er das Rennen in Zell am See bereits zwei Mal bestritten und diese Veranstaltung ihn nicht überzeugt hat.

Nach den bisherigen 16 Altersklassensiegen bei Ironman-Rennen war dieser Podestplatz ein ganz besonderer, da es das 100. Rennen über die Triathlon-Mittel- und Langdistanz für ihn war. Die Lang- oder Ironmandistanz beträgt 226 km (3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,2 km Laufen), die Mittel- oder Ironman70.3-Distanz 113 km (1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren und 21,1 km Laufen) – Letztere also 70,3 Meilen. Diese ist seit einigen Jahren die Lieblingsdistanz von Aschwer, der über 113 km mehr als 20 Altersklassensiege feierte. - da

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