Handball

HSG-Coach Huhnhold über Saison, Lichtblicke und Vertragsverlängerung

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Heinz Huhnhold, hier bei einer Besprechung mit seinen Spielerinnen, ist seit 2016 für die Handballerinnen der HSG Ascheberg/Drensteinfurt zuständig. Er ist 51 Jahre alt und wohnt in Hamm.

Drensteinfurt – Heinz Huhnhold, Trainer der Kreisliga-Handballerinnen der HSG Ascheberg/Drensteinfurt, zieht im WA-Interview Bilanz. „Mit dem neunten Platz können wir nicht zufrieden sein“, sagt der 51-Jährige. Er äußert sich auch zu den Überraschungen im Team und zu seiner Vertragsverlängerung.

Nach dem Abstieg aus der Bezirksliga im vergangenen Jahr verlief auch die abgelaufene Saison 2018/19 nicht nach Wunsch. Zwar gelang den Kreisliga-Handballerinnen der HSG Ascheberg/Drensteinfurt als Vierter ihrer Vorrunden-Gruppe der Einzug in die Meisterrunde, dort wurden sie aber nur Vorletzter. Im Interview mit Matthias Kleineidam sprach Trainer Heinz Huhnhold (51 Jahre) über die Gründe dafür, die Lichtblicke im Team, seine Vertragsverlängerung und personelle Veränderungen.

Nur drei Siege und Platz neun in der Meisterrunde. Was war das interne Ziel und wie fällt die Saisonbilanz aus? 

Unser erstes Ziel war es, die Meisterrunde zu erreichen mit der verjüngten Mannschaft. Das haben wir geschafft. In der Meisterrunde wollten wir aber weiter oben landen. Mit dem neunten Platz können wir nicht zufrieden sein, das ist ganz klar. Der Platz entspricht allerdings nicht unseren Leistungen. Wir haben zum Teil gute Spiele abgeliefert, gegen den Tabellenersten, gegen den Tabellenzweiten. Hinten raus hat uns ein bisschen die Luft gefehlt. Deswegen haben wir die Spiele verloren. Mit zwei Punkten mehr wären wir Sechster gewesen. Leider haben wir vier Punkte verschenkt mit den Niederlagen zu Hause gegen Greven und in Havixbeck, wo wir kurz vor Schluss noch klar geführt hatten. Das sind solche Spiele, die einen ärgern. Da sieht man aber auch, dass ein Spiel 60 Minuten dauert und keine 50 oder 55.

Warum gab es nach der kleinen Erfolgsserie im März wieder einen Leistungsabfall, der sechs Niederlagen zum Abschluss zur Folge hatte?

Der Hauptgrund war der dünne Kader. Man hat gemerkt, dass wir nicht mehr mithalten konnten. Die englische Woche kurz vor dem Ende der Saison hat zusätzlich an den Kräften gezehrt.

Was stimmt dich optimistisch? 

Wir haben einen Umbruch gehabt. Dass es nicht von heute auf morgen geht, ist auch klar. Es ist ein langer Weg, es steckt viel Arbeit drin. Wir haben uns spielerisch, technisch und taktisch verbessert. Dafür lege ich meine Hand ins Feuer. Das ist für mich ausschlaggebend. Auch mannschaftlich sind wir zusammengerückt. Jede hat für jede gekämpft.

In welchem Bereich muss sich die Mannschaft konkret verbessern?

Wenn wir die zweite Saison in der Kreisliga spielen, müssen wir uns natürlich spielerisch weiter verbessern.

Welche Spielerinnen haben positiv überrascht? 

Ein Lob muss ich unserer Jüngsten aussprechen. Janine Schmidt, die als 17-Jährige in die Saison gegangen war und noch in der A-Jugend hätte spielen können, hat es durch ihre Leistungen in Training und Spiel eigentlich immer geschafft, in die erste Sieben reinzukommen. Darüber habe ich mich sehr gefreut. Auch Marieke Breuer, die in der Saison 2017/18 nicht dabei war, hat sich nahtlos eingefügt und ihre Sache als Mannschaftskapitänin sehr gut gemacht. Und Torhüterin Hannah Lohmann hat einen wahnsinnigen Schritt nach vorne gemacht.

Seit 2016 bist du Trainer der Frauen. Was hat dich dazu bewogen, im Sommer in die vierte Saison bei der HSG zu gehen? 

Wie es unsere Abteilungsleitung schon gesagt hat: Die HSG ist ein familiärer Verein. Es wird nicht einfach nur auf Ergebnisse geguckt, die Jugend soll weiter nach vorne gebracht werden. Es macht ganz einfach Spaß, wenn man nicht so unter Druck steht und in Ruhe arbeiten kann. Ich kann die Mannschaft dahin führen, wo ich sie hinhaben will. Ergebnisse zweitrangig, Ausbildung vorrangig – so kann man es auf den Punkt bringen. Aber in der nächsten Saison müssen wir auch auf die Ergebnisse gucken. Die Schonzeit, der sogenannte Welpenschutz, ist vorbei. Wir müssen zusehen, dass wir Ergebnisse liefern. Die Mädels wissen das, die Mädels wollen das. Sie fiebern dem zweiten Schritt entgegen.

Wird es personelle Veränderungen geben? 

Ja, aber es ist noch nichts spruchreif. Am 25. Juni fangen wir mit der Vorbereitung an. Dann dürften die Neuzugänge feststehen.

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