1. wa.de
  2. Sport
  3. Drensteinfurt

Huhnhold enttäuscht und sauer: Schmach für die HSG-Teams

Erstellt:

Von: Matthias Kleineidam

Kommentare

Traf schon mal öfter für die HSG Ascheberg/Drensteinfurt: Finn Risthaus. Foto: Siemund
Traf schon mal öfter für die HSG Ascheberg/Drensteinfurt: Finn Risthaus. © Siemund

Ein rabenschwarzes Wochenende liegt hinter den Handballteams der HSG Ascheberg/Drensteinfurt. Die Bezirksliga-Handballer kassierten in Münster ebenso eine Klatsche mit zehn Toren Rückstand wie die Kreisliga-Frauen in Nottuln.

Bezirksliga 2 Münsterland: HSG Preußen/Borussia Münster – HSG Ascheberg/Drensteinfurt 31:21 (13:7). Frust pur bei Heinz Huhnhold: „Ich bin enttäuscht und sauer“, sagte der HSG-Trainer nach der Schmach. Bis zum 8:7 (24.) hielten die Gäste gegen den bis dato punktgleichen Tabellennachbarn mit, dann brachen alle Dämme. Preußen/Borussia zog auf 13:7 davon. Nach 48 Minuten trennten beide Mannschaften erstmals zehn Treffer (24:14). Ebenfalls bitter: Vier Siebenmeter wurden verworfen, und Philipp Lohmann sah eine Viertelstunde vor dem Ende die Rote Karte in der Halle der Ludwig-Erhard-Schule Münster.

„Der Sieg der Münsteraner geht natürlich in Ordnung. Wir haben überhaupt nicht ins Spiel gefunden“, sagte Huhnhold. „Die guten Phasen haben nicht gereicht, um was zu reißen.“ Die deutliche Niederlage müssten er und seine Spieler erst mal verdauen. „Die Jungs wissen selbst, was sie verkehrt gemacht haben, und sollten sich Gedanken machen“, appelliert der Coach an sein Team. Es gelte, die Fehler abzustellen. Immerhin: „Es bleibt nicht viel Zeit zum Trauern. Es geht Schlag auf Schlag“, sagte Huhnhold. Richtig schwierig wird die nächste Aufgabe: Am Sonntag (7. November, 18 Uhr) kommt es in der Halle in Ascheberg zum Duell mit dem ungeschlagenen Spitzenreiter ASV Senden II.

Die Jungs sollten sich Gedanken machen.

Heinz Huhnhold

HSG: Sevenich, Jost – F. Risthaus (5 Treffer/1 davon per Siebenmeter), M. Lohmann (5), Schemmelmann (4), Zartner (3/2), Pannott (1), Huckenbeck (1), H. Kurzhals (1), Reining (1), Nöcker, Pieper, P. Lohmann, J. Kurzhals

Auch Frauen mit „unheimlich vielen Fehlern“

Frauen, Kreisliga 2 Münsterland: SV Borussia Darup – HSG 24:14 (14:8). Einen richtig schlechten Tag erwischten auch die Handballerinnen. Und so wurde das Verfolgerduell zu einer klaren Angelegenheit. „Es lag nicht am Gegner, es lag an uns“, sagte Jochen Bülte nach der zweiten Saisonniederlage. „In der Deckung haben wir ganz gut gestanden, das war okay.“ Schwach war dagegen die Offensivleistung. „Wir haben im Angriff unheimlich viele technische Fehler gehabt. Damit haben wir uns das Leben selber schwer gemacht. Und deswegen ist das Ergebnis auch deutlicher, als es der Spielverlauf eigentlich hergibt“, berichtete Bülte. Nur 14 Tore gelangen in 60 Minuten. Die Mannschaft hätte öfter aus dem Rückraum abschließen müssen, analysierte der Coach.

Neun Siebenmeter für Gegner

Er musste in der Sporthalle Nottuln unter anderem auf Janine Große Westermann, Wiebke Entrup sowie Sophia und Julia Bultmann verzichten. „Es hat eine ganze Menge gefehlt, auch wichtige Spielerinnen“, sagte Bülte. 6:1 stand es nach zehn Minuten, danach setzte sich Darup auf 14:6 ab (25.). „Wir haben einige Siebenmeter und Tempogegenstöße kassiert“, so Bülte. Insgesamt kamen die Gastgeberinnen auf neun Siebenmeter, sieben verwandelten sie. So war die Partie schon zur Pause so gut wie gelaufen. Beim 23:13 (54.) hatte Darup, das den fünften Sieg in Serie feierte, erstmals zehn Tore Vorsprung.

„Das sind Punkte, die man so nicht hätte liegen lassen müssen“, sagte Bülte. Weiter geht‘s für die HSG-Frauen am Sonntag (7. November, 16 Uhr) mit dem Heimspiel gegen Telgte.

HSG: Lohmann – B. Schmidt (5 Treffer/1 davon per Siebenmeter), Lützow (3), Breuer (3/1), Feige (1), Wenning (1), Pannock (1), Reick, M. Schmidt, Hartmann, Israel

Auch interessant

Kommentare