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„Hat gut funktioniert“: Rückblick aufs erste Jahr des Projektes „Sportplatz Kommune“

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Von: Matthias Kleineidam

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Beim Kinderbewegungsabzeichen (Kibaz) sind verschiedene Übungen zu absolvieren. Foto: Kleineidam
Beim Kinderbewegungsabzeichen (Kibaz) sind verschiedene Übungen zu absolvieren. © Kleineidam

Im März 2021 startete in Drensteinfurt das Projekt „Sportplatz Kommune“ mit dem Arbeitstitel „Sport4kids“. Aus den gegebenen Bedingungen hätten die Verantwortlichen das Beste gemacht, teilt Initiator Gerhard Herrmann mit. Auch die Projektleiterin zeigt sich zufrieden. 

Drensteinfurt – Seit 2019 gibt es das Projekt „Sportplatz Kommune“ von Staatskanzlei und Landessportbund NRW. Ziel ist es unter anderem, Sportentwicklung als gemeinsame Aufgabe von Kommune und gemeinnützigem Sport zu verstehen und sie zum Gegenstand der kommunalen Sport- und Bildungspolitik zu machen. 150 Ideen lassen sich in der insgesamt vierjährigen Projektlaufzeit verwirklichen, Drensteinfurt ist eine der beteiligten Kommunen.

2020 hatten Drensteinfurter Sportvereine, die Stadt Drensteinfurt und der Kreissportbund (KSB) Warendorf den Projektantrag gestellt. Für die Durchführung stellt das Land jeweils 9500 Euro für zwei Jahre zur Verfügung. Im März 2021 startete das Projekt vor Ort mit dem Arbeitstitel „Sport4kids“. Über den Stadtsportverband Drensteinfurt wurde als Projektleiterin und wissenschaftliche Begleiterin Kathrin Dette gewonnen. Stark involviert ist auch Gerhard Herrmann. Als Mitglied des Stadtsportverbandes und Geschäftsführer des Tennis-Clubs Drensteinfurt hatte er gemeinsam mit Vertretern der Stadt und anderer Sportvereine das Projekt in der Kommune initiiert.

In Kooperation mit der „Zwergenburg“ bot der Tennis-Club Drensteinfurt den Mädchen und Jungen der Stewwerter Kindertagesstätte im September 2019 an, das Kinderbewegungsabzeichen (Kibaz) zu absolvieren. Eine solche Aktion soll in diesem Jahr in allen Ortsteilen stattfinden. Foto: Kleineidam
In Kooperation mit der „Zwergenburg“ bot der Tennis-Club Drensteinfurt den Mädchen und Jungen der Stewwerter Kindertagesstätte im September 2019 an, das Kinderbewegungsabzeichen (Kibaz) zu absolvieren. Eine solche Aktion soll in diesem Jahr in allen Ortsteilen stattfinden. © Kleineidam

Aus den gegebenen Bedingungen hätten die Verantwortlichen das Beste gemacht, teilte Herrmann nun mit. Schließlich ist der Start ins zweite Corona-Jahr gefallen. Auch die Projektleiterin zeigte sich zufrieden: „Es hat gut funktioniert im ersten Projektjahr, was mit dem Arbeitstitel ,Sport4kids‘ in Drensteinfurt seit Beginn des Jahres 2021 umgesetzt wird“, freute sich Dette.

Ziel des Projektes sei es auch, insbesondere Schnittstellen von und mit Kindertagesstätten und Schulen in den Blick zu nehmen. „Gar keine leichte Aufgabe, wenn alle benannten Organisationen damit beschäftigt sind, sich stetig ändernde Pandemie-bedingte Beschränkungen umzusetzen und den Betrieb laufend neu zu organisieren“, so Initiator Herrmann.

Teamschule dabei

„Sport4kids“ startete im ersten Jahr mit einer Umfrage in den Vereinen und Kitas, um dort die Bedarfe und Wünsche abzufragen. Um die Perspektive der Kinder und Jugendlichen abzubilden, konnte die Teamschule für eine Mitarbeit gewonnen werden. Über 300 Beteiligte äußerten ihre Meinung zu Sport und Bewegung. Und auch in den Kitas und Vereinen sei der Rücklauf groß gewesen, so Herrmann. Aus den Sportvereinen kam dabei überwiegend die Rückmeldung, in den eigenen Reihen anzusetzen und das Angebot insbesondere für die Altersgruppe der Elf- bis 14-Jährigen zu erweitern. Hier wurden beispielsweise Kooperationen mit Schule und Kita benannt, aber auch der Bedarf an besseren Rahmenbedingungen wie die Ausstattung und das Problem fehlender ehrenamtlicher Übungsleiter.

Outdoor-Sportgeräte

Von den teilnehmenden Kindern und Jugendlichen sind weit über die Hälfte nicht Mitglied in einem Sportverein. „Hier spielen frei zugängliche Bewegungsanreize und -möglichkeiten eine große Rolle“, so Herrmann weiter. An dieser Stelle setzt wiederum ein Projekt an, welches aktuell ebenfalls durch den Stadtsportverband umgesetzt wird: Das Förderprogramm „Moderne Sportstätten 2.0“ des Landes NRW unterstützt Vereine finanziell bei der Investition in frei zugängliche attraktive Outdoor-Sportgeräte, die im Verlauf des Jahres aufgestellt werden.

Gemeinsam mit dem SV Drensteinfurt und mit Unterstützung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) wurde darüber hinaus für den Fußballverein aus Stewwert eine App entwickelt, die die Kommunikation vom Verein zu den Mitgliedern und innerhalb der Mannschaften erleichtert. Der Live-Ticker wird mittlerweile oft bei Spielen der SVD-Teams genutzt. Die Trainingszeiten und Kontaktdaten der Verantwortlichen sind einsehbar, Termine und Neuigkeiten erreichen die Zielgruppen über die App unkompliziert und unmittelbar, Inhalte der eigenen Homepage oder Social-Media-Kanäle lassen sich ebenso in die App einbinden.

Kibaz-Aktionen in allen Ortsteilen

Das Projektteam von „Sport4kids“ um Dette hofft, in diesem Jahr in der Praxis aktiver werden zu können. Geplant ist beispielsweise bereits die Durchführung mehrerer Kibaz-Aktionen (Kinderbewegungsabzeichen) in allen Drensteinfurter Ortsteilen.

Weitere Infos gibt es unter www.sportjugend.nrw/unsere-themen/sportplatz-kommune.

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