Handball

Warum Heinz Huhnhold enttäuscht und stinksauer war

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Britta Schmidt erzielte wie Julia Bultmann vier Tore für die HSG Ascheberg/Drensteinfurt.

Drensteinfurt - Bis auf eine Ausnahme haben die Handballerinnen der HSG Ascheberg/Drensteinfurt im Kellerduell bei Schwarz-Weiß Havixbeck auf ganzer Linie versagt. Zehn Minuten vor dem Ende sahen sie wie die sicheren Siegerinnen aus. Dann lief nichts mehr.

Frauen, Kreisliga Münster, Meisterrunde: SV SW Havixbeck – HSG Ascheberg/Drensteinfurt: 20:18 (10:8). Es lief die 50. Minute, als Britta Schmidt eine Minute nach einer Auszeit von Trainer Heinz Huhnhold von der Siebenmeterlinie das 15:18 für die HSG erzielte. Doch statt den Vorsprung ins Ziel zu retten, gaben die Gäste ihn leichtfertig aus der Hand. In den letzten zehn Minuten gelang ihnen kein Tor mehr. Havixbeck glich erst zum 18:18 aus (54.) und warf in Überzahl – es gab zwei Minuten gegen Luisa Eickmeyer – die entscheidenden Treffer zum 20:18.

„Eigentlich lief das ganze Spiel nichts zusammen“, sagte Huhnhold. Er war nach der Schlappe beim Vorletzten nicht nur „richtig enttäuscht“, sondern auch „stinksauer“. Er müsse die Partie erst mal sacken lassen. „Wir waren nicht präsent, haben nicht in die Tiefe gespielt“, schimpfte der Hammer. Bis auf Torhüterin Hannah Lohmann, die sehr gut gehalten habe, habe keine Spielerin Normalform erreicht.

Die HSG war in der Baumberge-Sporthalle gut gestartet. Britta Schmidt sorgte im Alleingang für das 0:2 in der 4. Minute. Die erste Führung der Havixbeckerinnen war das 5:4 (13.). Im Anschluss erhöhte der Tabellenvorletzte auf 8:5 (22.) und 10:6 (24.). Bis zur Pause verkürzte die Spielgemeinschaft, kurz nach dem Seitenwechsel erzielte Judith Pannock den Ausgleich zum 10:10 (33.). Die HSG ging in Führung – erst 11:13 (40.), dann 14:17 (47.). Es folgte die unterirdische Schlussphase. „Wir hatten Chancen genug, haben aber zu früh abgeschlossen“, berichtete Huhnhold.

Der Coach der HSG ärgerte sich aber nicht nur über die Leistung seiner Mädels, die nicht das gespielt hätten, was sie können. Auch der Schiedsrichter habe nicht den besten Tag erwischt. „Er hat lange spielen lassen“, sagte Huhnhold. Außerdem gab es drei Zeitstrafen gegen die Gäste. „Wir haben nicht ein Mal in Überzahl gespielt.“

Gegen Nullacht droht nächste Niederlage

Nächster Gegner der HSG ist am Sonntag (10. Februar, 18 Uhr) in eigener Halle der souveräne Spitzenreiter und Aufstiegsfavorit SC Münster 08 (14:0 Punkte). „Es muss einiges passieren“, hofft Heinz Huhnhold auf eine Reaktion im Training und im Spiel. Auch danach, in den Partien bei der Warendorfer SU (10:4) und der DJK Sparta Münster II (8:4), ist die Spielgemeinschaft klarer Außenseiter.

HSG: Lohmann, Krumminga – B. Schmidt (6 Treffer/davon 1 per Siebenmeter), Bultmann (6/4), Entrup (4), Albersmeyer (1), Pannott (1), J. Schmidt, Eickmeyer, Schlamann, van Roje, Israel

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