Handball

Nuancen entscheiden: HSG-Frauen fehlt beim Spitzenreiter ein Tor

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Julia Bultmann kam in Mettingen auf sieben Treffer.

Drensteinfurt – Frauen, Kreisliga Münster 1: VfL Eintracht Mettingen – HSG Ascheberg/Drensteinfurt 28:27 (12:11). Heinz Huhnhold litt an der Seitenlinie mit. „Das Spiel hat ganz schön an den Nerven gezehrt“, sagte der Trainer der HSG-Handballerinnen nach der sehenswerten Begegnung mit dem Spitzenreiter.

„Es ging hin und her.“ Letztlich entschieden Nuancen, Mettingen setzte sich denkbar knapp durch und feierte im vierten Spiel den vierten Sieg.

„Wir haben das Spiel in den letzten beiden Minuten verloren“, berichtete Huhnhold. Zweieinhalb Minuten vor Schluss hatte die Spielgemeinschaft mit 26:27 geführt. Doch die Gastgeberinnen glichen aus, und das entscheidende 28:27 fiel 45 Sekunden vor dem Ende. Bis zur letzten Sekunde hätten seine Mädels „gefightet“, sagte Huhnhold. Der letzte Wurf von Julia Bultmann, die mit sieben Treffern beste Schützin der HSG war, ging drüber. „Ein Unentschieden wäre mehr als gerecht gewesen.“

Großes Kompliment

In der Tüötten-Halle in Mettingen musste die HSG ohne Britta und Janine Schmidt, Hannah Lohmann, Wiebke Entrup und Rieke Albersmeyer auskommen, begegnete dem Favoriten aber von Beginn an auf Augenhöhe. „Mettingen agiert sehr hart in der Deckung, und im Angriff gehen sie auf Lücke“, schilderte Huhnhold die Spielweise des Gegners. „Ich muss meinen Mädels ein großes Kompliment machen. Wir haben, was Tempo und Härte angeht, mitgehalten. Es war ein sehr gutes Kreisliga-Spiel von beiden Seiten.“

Das 3:5 in der 10. Minute war die erste Zwei-Tore-Führung einer Mannschaft. Als sich die HSG gegen Ende der ersten Halbzeit ein paar Nachlässigkeiten erlaubte, setzte sich der VfL auf 12:10 ab (28.). Zur Pause lag Mettingen mit einem Tor vorne.

Sechs Tore in Serie

Obwohl der Tabellenführer, der in den ersten drei Spielen im Schnitt 34 Treffer erzielt hatte, auch im zweiten Durchgang zunächst meist mit zwei, drei Treffern in Führung lag, habe sich sein Team nicht aus der Ruhe bringen lassen, sagte Huhnhold. Das zahlte sich aus. Marieke Breuer und Co. machten aus einem 20:17 (44.) mit sechs Toren in Serie – darunter sogar eins in Unterzahl – ein 20:23 (50.). Doch die Mettingerinnen gaben sich nicht geschlagen und drehten das 24:26 (57.) in den Schlussminuten in ein 28:27.

Einerseits war Heinz Huhnhold ob des verpassten Punktgewinns natürlich etwas enttäuscht. Der Stolz überwog allerdings. „Ich bin von der Leistung entzückt“, sagte der HSG-Coach. Und: „Wir brauchen uns vor keiner Mannschaft verstecken.“

--- Die Tabelle ---

Nächster Gegner des Tabellensiebten aus Ascheberg und Drensteinfurt (4:4 Punkte) in der Liga ist nach den Herbstferien am Samstag, 2. November (17 Uhr), in der Dreingau-Halle der SC Hörstel (4:0).

HSG: Holtkamp – J. Bultmann (7 Treffer/2 davon per Siebenmeter), S. Bultmann (6/2), Breuer (5/2), Schlamann (4), Pannock (2), Große Westermann (1), Israel (1), Eickmeyer (1), Wenning, Feige

HSG bei Oberligist

Im Achtelfinale des Kreispokals bekommen es die Frauen der HSG Ascheberg/Drensteinfurt mit einem dicken Brocken zu tun. Sie treten am Freitag, 18. Oktober (20 Uhr), bei der Ibbenbürener SpVg an. Das Team spielt in der Oberliga Westfalen und steht dort mit 6:0 Punkten sogar an der Tabellenspitze.

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