Handball

HSG-Frauen gestartet: „Es juckt wieder in den Fingern“

Auf Torhüterin Tabea Holtkamp müssen die Handballerinnen der HSG Ascheberg/Drensteinfurt fürs Erste verzichten. Foto: Siemund
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Auf Torhüterin Tabea Holtkamp müssen die Handballerinnen der HSG Ascheberg/Drensteinfurt fürs Erste verzichten.

Dass die Handballer aus Drensteinfurt und Ascheberg eine Spielgemeinschaft bilden, kam ihnen während des erneuten Lockdowns im Kreis Warendorf entgegen. Denn während Mannschaftstraining in Stewwert untersagt war, durften im benachbarten Ascheberg (Kreis Coesfeld) Einheiten ist absolviert werden.

Drensteinfurt – Jochen Bülte, als Nachfolger von Heinz Huhnhold neuer Trainer der Kreisliga-Frauen, freut sich. „Es waren bei mir zwei Jahre Pause, das reicht jetzt auch. Es juckt wieder so ein bisschen in den Fingern“, sagt der Sendenhorster.

Vor zwei Wochen haben sich die Handballerinnen erstmals nach der langen Pause sportlich gemeinsam betätigt. „Sie sind ein bisschen gelaufen und haben Fußball gespielt. Ein richtiges Training war es noch nicht“, sagt Bülte. „Wir haben das erste Treffen auch genutzt, um uns vorzustellen, um eine kleine Besprechung, einen Ausblick zu machen.“ 15 Spielerinnen waren dabei.

Am Dienstag ging es dann richtig los. „Wir haben ja lange genug Pause gehabt. Es wird auch Zeit, dass man wieder ein bisschen rauskommt“, sagt der Coach. Die HSG-Frauen werden zunächst zwei Mal die Woche in Ascheberg trainieren – dienstags und donnerstags ab 19 Uhr, entweder auf der Fläche vor der Halle oder auf dem Sportplatz. Die Halle in Ascheberg ist erstens nur bedingt nutzbar – nur zehn Leute dürfen rein – und zweitens in den ersten drei Ferienwochen geschlossen. „Das ist auch nicht schlimm“, sagt Bülte. Denn zu Beginn stehen konditionelle Einheiten draußen auf dem Plan. „Dann ziehen wir das halt ein bisschen länger durch.“

Erst Kondition, dann Technik

Wie sich die Vorbereitung gestaltet, wenn die Hallen in Ascheberg und Drensteinfurt wieder geöffnet sind, ist unklar. „Zumindest können wir dort ein Mal die Woche trainieren“, erklärt Bülte. Auch zwei Trainingslager plant er. Im ersten wird an der Kondition gefeilt, im zweiten stehen Technik und Taktik im Vordergrund.

„Wie es läuft mit dem Saisonanfang und Testspielen, kann noch kein Mensch absehen“, sagt Jochen Bülte. „Wir müssen schon ein, zwei Wochen in der Halle gewesen sein und einen Ball in der Hand gehabt haben, damit man über Tests nachdenken kann.“ Ein guter Freund von ihm, Dogan Aydogdu, trainiert die Bezirksliga-Frauen des ASV Hamm-Westfalen. „Wenn‘s dann wieder geht, werden wir ein paar Mal gegeneinander spielen, wenn man weiter nichts kriegt“, so Bülte.

Holtkamp und Breuer nicht mehr dabei

Personell tut sich nicht allzu viel bei der HSG, die die abgebrochene Saison nur als Tabellenachter der Kreisliga 1 Münster beendet hatte. Torhüterin Tabea Holtkamp wird aus privaten Gründen erst mal ausfallen, Marieke Breuer steht studienbedingt nicht mehr zur Verfügung. „Wir müssen gucken, ob noch jemand Neues kommt“, sagt der Coach. „Wir hatten eine beim Training dabei, die aus Davensberg kommt. Wie sich das entwickelt, kann ich noch nicht sagen.“

Der Sendenhorster, der schon in den Spielzeiten 2013/2014 und 2014/2015 für die Frauenmannschaft der HSG Ascheberg/Drensteinfurt und danach für das Team des SV Eintracht Dolberg verantwortlich war, kümmert sich alleine um die Truppe. Einen Betreuer oder Ähnliches gibt es nicht. „Das regeln wir aus der Mannschaft raus“, sagt Bülte.

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