Handballerinnen vor Kellerduell

HSG-Coach Huhnhold ist „voller Enthusiasmus“ 

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Wiebke Entrup (links) fehlt den Bezirksliga-Handballerinnen der HSG Ascheberg/Drensteinfurt am Sonntag im Heimspiel gegen Schlusslicht SV Vorwärts Gronau.

Drensteinfurt - Die ungewöhnlich lange Winterpause ist zu Ende. An diesem Wochenende geht für die Handballerinnen der HSG Ascheberg/Drensteinfurt der Kampf um den Klassenerhalt in der Bezirksliga weiter. Während sie den Tabellenletzten empfangen, sind die Kreisliga-Männer zu Gast beim Ersten.

Frauen, Bezirksliga Münsterland: HSG Ascheberg/Drensteinfurt – SV Vorwärts Gronau (Sonntag, 18 Uhr, in Ascheberg). Acht Wochen ist es her, dass die HSG-Damen in der Liga im Einsatz waren. Nach der 16:33-Niederlage Mitte November bei Westfalia Kinderhaus II absolvierte das Team im vergangenen Jahr wegen der Handball-WM der Frauen, die im Dezember in Deutschland stattfand, kein Punktspiel mehr. Das neue startet mit einer immens wichtigen Partie. Das Schlusslicht aus Gronau kommt zum Kellerduell.

Heinz Huhnhold weiß um die Bedeutung der Begegnung. Der Coach sagt unmissverständlich: „Wir wollen die zwei Punkte in Ascheberg behalten, das ist ganz klar.“ Allerdings seien die Gäste trotz ihrer mageren Ausbeute (2:14 Punkte) „nicht zu unterschätzen“.

Nur ein Testspiel, Turnier ausgefallen

Die Vorbereitung der HSG-Frauen war laut Huhnhold „nicht gerade so, wie ich mir das vorgestellt habe. In den ersten Wochen ging es noch, dann kam der ganze Feiertagsstress. Und dann stehst du halt nur mit fünf Leuten da.“ Deshalb lag der Fokus auf dem Wurftraining. Getestet hat der Tabellenneunte nur ein Mal. Das Freundschaftsspiel gegen den Tabellenletzten der Landesliga 3, Eintracht Dolberg, ging Mitte Dezember – wie berichtet – 19:36 verloren. Das zunächst für Samstag geplante Dreier-Turnier in Ahlen fiel aus, weil keine Halle zur Verfügung stand. Beim ersten Training des Jahres am Dienstag habe Huhnhold aber gesehen, „dass sie das Handballspielen nicht verlernt haben“. Von daher gehe er „voller Enthusiasmus“ in das Spiel.

Die HSG ist mit zwei Siegen und sechs (deutlichen) Niederlagen gestartet. Letztere sind der Grund dafür, dass die Spielgemeinschaft neben der schlechtesten Offensive (126 Treffer) auch die anfälligste Defensive der Liga (218 Gegentreffer) stellt. Die Gronauerinnen kommen auf einen Sieg (21:19 gegen den Vorletzten Vorwärts Wettringen III) und sieben Pleiten, zuletzt gab es fünf in Serie.

Ohne Krechtmann, Entrup und Krumminga

Britta Schmidt, die zuletzt fehlte, ist am Sonntag wieder dabei. Verzichten müssen die Gastgeberinnen in der Halle an der Nordkirchener Straße auf Dorothee Krechtmann und Wiebke Entrup. Beide fallen nach Angaben von Huhnhold berufsbedingt aus. Auf Marina Krumminga muss der Trainer ebenfalls verzichten. Die Torhüterin „wird länger fehlen, weil sie sich wegen einer Fußverletzung einer Operation unterzieht“, erklärt Huhnhold.

Der Hammer hofft, dass seine Mannschaft von Anfang an zur Sache geht: „Wer besser aus den Startlöchern kommt nach der langen Winterpause, der wird die zwei Punkte mitnehmen.“

Männer, Kreisliga Münster: DJK Sparta Münster – HSG Ascheberg/Drensteinfurt (Samstag, 19 Uhr). Die erste Herrenmannschaft greift nach einer vierwöchigen Winterpause wieder ins Geschehen ein – und das als krasser Außenseiter. Die Jungs von Trainer Volker Hollenberg stehen gleich vor einer großen Herausforderung. Sie treten beim Spitzenreiter an. Allerdings hat die Spielgemeinschaft in der Halle der Hans-Böckler-Schule in Münster auch nichts zu verlieren.

Mit zwei Siegen bei Westfalia Kinderhaus II und gegen den TV Kattenvenne II hatte sich die HSG zum Abschluss des Jahres 2017 in der Tabelle auf den zehnten Platz vorgearbeitet. 8:14 Punkte stehen nach elf von 26 Spieltagen für den Bezirksliga-Absteiger zu Buche. Sparta kämpft dagegen um den Aufstieg. Zehn Siegen steht erst eine Niederlage gegenüber – ein 23:27 beim TV Friesen Telgte II. Beeindruckend: Das Team hat alle fünf Spiele in eigener Halle gewonnen – mit mindestens acht Toren Vorsprung. Zuletzt musste kurz vor Weihnachten die HSG Hohne/Lengerich II dran glauben. Sparta deklassierte den Tabellenletzten (38:14). Im Schnitt treffen die Münsteraner 34 Mal pro Partie.

Ballverluste in Grenzen halten

Sie „kommen über den Gegenstoß und die schnelle Mitte“, sagt HSG-Coach Volker Hollenberg über den Tabellenführer: „Bringt man sie in den Positionsangriff, steigen die Chancen, das Spiel offen zu halten.“ Wichtig sei, die Ballverluste in Grenzen zu halten und ein gutes Rückzugsverhalten an den Tag zu legen.

Was das Personal betrifft, kann Hollenberg vor dem ersten Ligaspiel des Jahres nicht klagen. „Bei uns gibt es keine Probleme“, sagt er – und hofft auf eine Überraschung gegen die Übermannschaft.

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