Handball

Ganz bitter: Knock-out vier Sekunden vor dem Ende

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Elf Treffer gegen den Spitzenreiter aus Telgte: Mark Ziegelhöfer (am Ball).

Drensteinfurt – Vor einer faustdicken Überraschung standen die Handballer der HSG Ascheberg/Drensteinfurt im Heimspiel gegen den Tabellenführer TV Friesen Telgte II, am Ende waren sie bitter enttäuscht. Die Frauen gewannen wie erwartet beim Tabellenletzten SC Greven 09 II.

Männer, Kreisliga Münster: HSG Ascheberg/Drensteinfurt – TV Friesen Telgte II: 24:25 (13:11). Im Hinspiel (32:38) waren sie nur die erste Halbzeit auf Augenhöhe, im Rückspiel die ganze Partie. Doch zu einem (Bonus-)Punkt reichte es wieder nicht. Der Drittletzte musste sich dem Favoriten trotz einer couragierten Leistung hauchdünn geschlagen geben und kassierte die zwölfte Saisonniederlage.

„Wir haben ein Spiel auf hohem Niveau knapp verloren durch ein dummes Gegentor über außen“, sagte HSG-Trainer Volker Hollenberg. „Wir waren über 60 Minuten gleichwertig und haben Telgte alles abverlangt, aber leider eine 6:3-Überzahl nicht genutzt.“ Zudem habe sein Team am Ende „vier 100-Prozentige“ ausgelassen.

HSG Ascheberg/Drensteinfurt – TV Friesen Telgte II 24:25

Die HSG musste in der Halle an der Nordkirchener Straße ohne Finn Risthaus (Fußverletzung) auskommen. Bis zum 5:5 lag Telgtes Reserve mit einem oder zwei Treffern vorne. Die erste Führung der Gastgeber erzielte Mark Ziegelhöfer (7:6/17.), der insgesamt auf starke elf Treffer kam. Zur Pause führte der Außenseiter mit 13:11.

Nach dem Seitenwechsel glich der Spitzenreiter erst zum 14:14 aus (38.) und ging dann mit 18:20 in Front (49.). Mit drei Buden in Serie – eins davon in doppelter Überzahl – drehte die HSG die Partie. 21:20 stand es nach 51 Minuten. Auch auf das 22:24 (56.) hatte die Spielgemeinschaft einen Antwort. Yannick Pannott egalisierte in der 59. Minute, nachdem ein Telgter 105 Sekunden vor dem Ende eine Zwei-Minuten-Strafe kassiert hatte. Dann nahm der Friesen-Coach eine Auszeit. Vier Sekunden vor dem Ende schlug die beste Auswärtsmannschaft der Liga noch mal zu und machte den neunten Sieg in Serie perfekt.

--- Die Tabelle ---

„Sehr stark war Mark Ziegelhöfer im linken Rückraum“, sagte Hollenberg. Aber auch der A-Jugendliche Henning Kurzhals (Rückraummitte) habe ein gutes Spiel gezeigt.

HSG: Sevenich, Jost – Ziegelhöfer (11 Treffer), Lohmann (6), Schemmelmann (4), Pannott (1), Kramm (1), Zartner (1), Pieper, J. Kurzhals, Strangmann, H. Kurzhals

Erneuter Sieg der Frauen ungefährdet

Frauen, Kreisliga Münster, Meisterrunde: SC Greven 09 II – HSG Ascheberg/Drensteinfurt: 13:18 (8:13). Einen Sieg, der „niemals in Gefahr“ (O-Ton Heinz Huhnhold) war, feierten die Handballerinnen beim Tabellenletzten in Greven. Der Coach attestierte der gesamten Mannschaft eine „sehr gute Leistung. Wir haben vorne gut und schnell gespielt.“ Und die Defensive stand stabil. In einem torarmen Spiel kassierte die HSG nur 13 Treffer. „Das ist okay“, sagte Huhnhold. Einen großen Anteil daran hatte Keeperin Marina Krumminga, die wie Maike Schlamann und Rieke Albersmeyer in den Kader zurückgekehrt war. Krumminga entschärfte sechs von sieben Siebenmetern. „Sie war sehr gut eingestellt“, lobte der Trainer.

In der Grevener Rönnehalle musste die Spielgemeinschaft auf Wiebke Entrup, Janine Große Westermann, Julia Israel und Marie van Roje verzichten. Janine und Britta Schmidt, Tochter und Mutter, sorgten für eine 2:0-Führung. 5:1 führten die Gäste in der 9., 9:4 in der 16. Minute. Danach verkürzte der Außenseiter zwar auf 9:7 (22.), zur Pause lag die HSG aber wieder mit fünf Toren vorne.

--- Die Tabelle --- 

Bis Mitte der zweiten Hälfte erhöhte Ascheberg/Drensteinfurt auf 17:8 (46.). Das erste Grevener Tor fiel nach einem Team-Timeout in der 47. Minute. 23 Minuten hatten die Nullneunerinnen nicht getroffen. Beim Stand von 17:10 (51.) nahm Huhnhold eine Auszeit. „Das war mir zu lethargisch. Ich habe die Mädels ermahnt, fokussiert zu bleiben“, erklärte der Hammer. Doch nach dem 18:10 (52.) gelang den Gästen keine Bude mehr.

„In der zweiten Halbzeit haben wir nicht mehr das gespielt, was wir in der ersten gezeigt hatten“, berichtete Huhnhold nach dem zweiten Sieg in Serie. „Da waren ein paar Fehlwürfe dabei.“ Für das Team aus dem Kreis Steinfurt war es die dritte Niederlage nacheinander.

HSG: Lohmann, Krumminga – Bultmann (5 Treffer/davon 1 per Siebenmeter), B. Schmidt (3), Albersmeyer (3), Breuer (3), Eickmeyer (2), Schlamann (1), J. Schmidt (1), Wenning, Pannock

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