Vorsichtiger Einstieg vor der Halle: HSG ins Training gestartet

Spieler der ersten Mannschaft und Trainer der A-Junioren: Alexander Kramm. Foto: Siemund
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Spieler der ersten Mannschaft und Trainer der A-Junioren: Alexander Kramm.

Nach einer dreimonatigen Pause ist die erste Herrenmannschaft der HSG Ascheberg/Drensteinfurt ins Training eingestiegen. Bis zum Beginn der neuen Saison müssen sich die Kreisliga-Handballer aber weiter gedulden. Trainieren dürfen sie zumindest weiterhin in Ascheberg.

Drensteinfurt – Drinnen mit Gruppen bis zehn Personen, draußen sogar mit maximal 30: Unter Beachtung der Hygieneauflagen und Gewährleistung der Rückverfolgbarkeit der Teilnehmer dürfen die Mannschaftssportler wieder Kontaktsport ausüben – seit Mittwoch und bis mindestens 30. Juni aufgrund der verschärften Schutzmaßnahmen zwar nicht im Kreis Warendorf, aber im Kreis Coesfeld, dem die Gemeinde Ascheberg angehört. Nach der Lockerung der Corona-Maßnahmen Anfang der vergangenen Woche und einer dreimonatigen Pause ist die erste Herrenmannschaft der HSG Ascheberg/Drensteinfurt ins Training eingestiegen. Bis zum Beginn der neuen Saison müssen sich die Kreisliga-Handballer aber weiter gedulden.

Heinz Huhnhold, der nach vier Jahren als Coach der HSG-Frauen zu den Männer gewechselt ist, startete mit seinem neuen Team online in die Vorbereitung – mit einer Videokonferenz. „Wir waren nahezu vollständig. 22, 23 Spieler waren dabei, darunter auch ein paar A-Jugendliche, die in der vergangenen Saison ausgeholfen haben“, sagt der Hammer. „Die meisten kennen mich ja als Trainer der Damen“, deshalb dauerte die Vorstellung nicht allzu lange.

Hygieneplan

Besprochen wurde Organisatorisches und das Hygienekonzept, das der TuS Ascheberg abteilungsgreifend erarbeitet hat. Die Handballabteilung hat einen eigenen Hygieneplan aufgestellt, der Grundlage für die Trainingseinheiten ist. „Außerdem haben wir noch ein paar Fragen geklärt, zum Beispiel zur Spieler-App“, berichtet Huhnhold.

Drei Tage später trafen sich die Handballer zum ersten Mal zum Training – auf der Grünfläche vor der Halle in Ascheberg – und absolvierten „locker, lässig, panikfrei“ (Huhnhold) eine Einheit. Die dauerte zirka eine Stunde. Inhalt: „Nicht nur Ausdauerlaufen, wo sich einseitig bewegt wird, sondern neben der Kondition haben wir auch an der Koordination gearbeitet.“

Zusammen mit A-Junioren

Die erste Mannschaft trainiert vorerst montags und freitags – erst mal nur draußen und in Ascheberg. „Den Montag haben wir ausgewählt, weil die A-Jugend von Trainer Alex Kramm mitmachen kann – natürlich mit Abstand. Alex und ich haben uns kurzgeschlossen, er fand die Idee nicht schlecht.“

An der zweiten Einheit nahmen 24 Spieler teil, die in eine Liste eingetragen wurden, damit im Infektionsfall eine Rückverfolgung möglich ist. „Wenn man ein großes Gelände hat, kann man die Gruppen ja aufteilen.“ Die Stimmung sei trotz der Einschränkungen gut, sagt Huhnhold. „Alle ziehen gut mit und freuen sich, dass sie mal wieder mannschaftlich was machen.“ Der Coach ist sich sicher: „Wenn wir wieder in die Halle gehen, den Ball ins Training integrieren und das machen, was uns Spaß macht, wird die Freude noch größer sein.“

Cut mit Beginn der Sommerferien

In den ersten drei Wochen der Sommerferien ist die Halle geschlossen. „Ich kann mir vorstellen, dass wir bis zu den Ferien trainieren, dann einen Cut machen und uns erst wieder treffen, wenn die Hallen offen sind“, sagt Huhnhold. Dann würde er handballspezifische Übungen ins Training aufnehmen. Mithilfe eines acht Stufen umfassenden Plans soll dem Deutschen Handballbund (DHB) zufolge die Rückkehr in den Spielbetrieb gelingen. „Irgendwann wird es Testspiele ohne, dann mit Zuschauern geben“, sagt Huhnhold und hofft auf die ersten Freundschaftsspiele im August.

Für den verspäteten Saisonstart ist – nach dann mehr als einem halben Jahr Pause – der 4. Oktober angedacht. „Natürlich unter der Voraussetzung, dass bis dahin alles glatt läuft“, weiß Huhnhold. Bis zum Auftakt gilt es für ihn, den Kader etwas zu verkleinern. „Ich glaube nicht, dass ich mit 24 Leuten in die Saison gehen werde.“

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