Saisonauftakt beim Handball-Kreisligisten

Die Jugend soll es richten bei der HSG

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Matthias Lohmann vom Handball-Kreisligisten HSG Ascheberg/Drensteinfurt (Zweiter von links) wird auch in der kommenden Saison für die Truppe von Trainer Volker Hollenberg auflaufen dabei helfen, die gesteckten Saisonziele zu erreichen.

In der vergangenen Saison sprang Platz zehn für die Handballer der HSG Ascheberg/Drensteinfurt heraus. Viele Jugendspieler trugen wesentlich dazu bei. Ein Weg, den die Spielgemeinschaft auch in den kommenden Jahren verfolgen will, um wieder oben an zu greifen.

Drensteinfurt – An der Philosophie, besonders auf die vereinsinterne Jugendarbeit zu setzen, soll sich beim Drensteinfurter Kreisligisten in den kommenden Jahren nichts ändern. Bereits in der Spielzeit 2018/19 wurde das Trio Finn Risthaus, Henning Kurzhals und Lukas Reining erfolgreich im Seniorenbereich integriert und mit einem Doppelspielrecht ausgestattet. 

Vor dem offiziellen Trainingsauftakt am heutigen Montag steht fest: Kurzhals und Reining stoßen vollständig zur ersten Mannschaft der HSG. Mit Rückraumspieler Simon Nöcker und Kreisläufer Till Mersmann kommen zwei weitere Jungspunde dazu. 

Trainer Hollenberg verliert nicht den Spaß

„Das ist der Weg, den wir gehen wollen“, sagte Trainer Volker Hollenberg, der betonte, dass sich somit gleich „sieben Akteure unter 19 Jahren“ in seinem Team befinden werden. Viel Luft nach oben also, viel zu lernen für die Spieler, noch mehr zu lehren für den Coach. 

Seit 2011 steht Hollenberg an der Seitenlinie der Spielgemeinschaft. Mitgemacht hatte er so vieles: Den Klassenerhalt in der Bezirksliga, dem doch der Gang eine Klasse tiefer folgte. Neustart in der Kreisliga. Den Spaß hat der Coach nicht verloren – ganz im Gegenteil: „Auch für mich persönlich gibt es immer wieder Neues zu erfahren“, berichtete Hollenberg, dem es gar zu Gute kommt, dass „circa alle zwei Jahre ein komplett neues Team auf der Platte steht, welches es auszubilden gilt. Wenn ich mir vorstelle, dass ich sieben bis acht Jahre lang die selben Leute betreue, könnte es schwierig werden.“ 

Zusammenhalt im Team ist die Basis der HSG

In der anstehenden Spielzeit will die HSG die Platzierung der Vorsaison verbessern. Unter Druck setzen will sie sich allerdings nicht, wenngleich ein ähnlicher Start vermieden werden soll. Dem 33:23-Auftaktsieg gegen die Reserve der SG Sendenhorst folgten neun Niederlagen in zwölf Partien und der Sturz in den Tabellenkeller der Kreisliga Münsterland. 

Ein positives Fazit zog der Coach dennoch: „In der Rückrunde haben wir endlich gezeigt, dass wir es besser können. Da nimmt man Platz zehn sicherlich gerne mit.“ Besonders die Art und Weise des Auftretens seiner Mannschaft stimmte ihn froh: „Der Zusammenhalt im Team hatte sich gewaltig gesteigert. Die Einbindung der Neuen hat tadellos funktioniert.“ 

Trainer Hollenberg fordert mehr Konstanz

Aspekte, die eine fruchtbare Basis für die Zukunft schaffen – nicht nur aus zwischenmenschlicher, sondern auch aus sportlicher Sicht: „Wir waren spielerisch nicht weit weg von den Top-Mannschaften der Liga. Unsere Hausaufgaben gegen die Kellerkinder haben wir besonders gemacht“, sagte der Coach, der dennoch einen Kritikpunkt äußerte: „Hätten wir gegen die Konkurrenz aus dem Mittelfeld besser gepunktet, hätten wir die Saison wohl weiter oben in der Tabelle abgeschlossen.“ 

Mehr Konstanz gegen gleichwertige Teams soll her. Gelingen soll das in der Spielzeit 2019/20, weshalb Hollenberg heute zum ersten offiziellen Aufgalopp bittet. „Ich hoffe, die Beteiligung ist ab heute wieder größer, nachdem wir am vergangenen Dienstag bereits in einer kleineren Gruppe trainiert hatten“, so der Coach, der während der Saisonvorbereitung zweimal wöchentlich dienstags (19.30 Uhr) und freitags (20 Uhr) in die Halle bittet. 

Spielerische Elemente stehen im Fokus

Von einer klassischen Vorbereitung möchte Hollenberg allerdings nicht sprechen: „So etwas gibt es heutzutage gar nicht mehr. Ganz und gar nicht bei einem Kreisligisten wie wir es sind. Wir haben einige Schüler und Studenten dabei, die verständlicherweise immer Mal wieder etwas kürzer treten müssen.“ 

Wenn es das Personal erlaubt, soll „viel mit dem Ball“ gearbeitet werden“, so Hollenberg. „Das Hauptaugenmerk liegt auf den spielerischen Elementen.“ So ganz an schweißtreibender Arbeit kommen seine Schützlinge dennoch nicht vorbei. „In jeder Sportart muss sich gequält werden. Besonders bei der Art und Weise, wie wir in der kommenden Saison auftreten wollen“, so der Coach, der zwar mit dem Positionsspiel seiner Mannschaft durchaus zufrieden war und das positive Torverhältnis hervorhob. 

Konditionsarbeit für erfolgreichere Gegenstöße

Nachholbedarf gibt es dennoch an mehreren Stellen: „Wir müssen unsere Deckung verbessern. Das ist aber oftmals Kopfsache. Zudem hätten wir viel mehr Profit aus Tempogegenstößen schlagen können. Auch daran werden wir intensiv arbeiten. Dazu gehört sehr viel Kondition.“ 

Es wird malocht in Ascheberg. „20 Minuten extra“, so Hollenberg, „um abschließend ein Match unter Wettbewerbsbedingungen durchzuführen. „Da kann ich besser eingreifen und Verbesserungsvorschläge in den Raum werfen. Anders, als es die Testspiele erlauben“. Zwei bis drei davon sollen die einstudierten spielerischen Elemente intensivieren, Gegner werden noch gesucht, ehe vom 30. August bis zum 2. September ein dreitägiges Trainingslager in Ascheberg ansteht. 

„Dort werden wir gegen drei Sparringspartner antreten“, so der Trainer. Ein Saisonziel will Hollenberg noch nicht ausgeben. „Die Kreisliga wird komplett neu aufgestellt. Da müssen wir mal schauen, auf wen wir treffen.“ Zusammengelegt werden die Kreise Euregio und Münsterland. Die Zukunft der HSG könnte, unabhängig davon, schlechter aussehen.

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