Handball

Geballte Erfahrung: Jochen Bülte kehrt als Trainer zur HSG zurück

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Ein Blick zurück: In den Spielzeiten 2013/14 (Bild) und 2014/15 trainierte Jochen Bülte die Handballerinnen der HSG Ascheberg/Drensteinfurt bereits. Zum Bezirksliga-Kader gehörten damals Britta Schmidt (oben 4.v.l.) und Julia Kneilmann (heute Feige/unten 3.v.r.). Beide spielen immer noch für die HSG.

Drensteinfurt – Das ging schnell. Kaum hatten die Verantwortlichen der HSG Ascheberg/Drensteinfurt verkündet, dass Heinz Huhnhold Trainer der Handballer wird und sie einen neuen Coach für die Frauen suchen, steht der Nachfolger fest. Der Sendenhorster Jochen Bülte kehrt zur Spielgemeinschaft zurück.

„Wir können bereits Vollzug bei der Verpflichtung des Nachfolgers verkünden, welcher gleichzeitig auch Vorgänger war“, teilte Pressesprecher Oliver Sevenich mit. Vom 1. Juli an wird Bülte die Handballerinnen trainieren. Schon in den Saisons 2013/2014 und 2014/2015 war er verantwortlich für die Mannschaft. „Wir heißen Jochen ganz herzlichen willkommen an alter und neuer Wirkungsstätte“, so Sevenich.

Bülte ist 45 Jahre alt, Tischler von Beruf und hat, wie er selbst sagt, „neun Jahre Erfahrung“ im Frauenbereich. Seine erste Trainer-Station war die SG Sendenhorst. „Damals war ich 1. Vorsitzender der Handballabteilung. Der Trainer hat nach dem ersten Spieltag aufgehört, und da musste irgendwas passieren. Wir haben keinen Trainer gefunden, also habe ich es selber gemacht“, erklärt Bülte. Vier Jahre übte er das Amt bei der SG aus.

Jochen Bülte wird Coach der HSG-Handballerinnen.

Danach ging es zur HSG Ascheberg/Drensteinfurt, die zu der Zeit in der Bezirksliga um Punkte kämpfte. „Nach zwei Jahren habe ich aufgehört, weil ich eigentlich ein Jahr Pause machen wollte“, sagt Bülte. Doch ein guter Freund, Dogan Aydogdu, der den SV Eintracht Dolberg trainierte und das Team von der Landes- in die Verbandsliga geführt hatte, bat um Hilfe. Weil Aydogdu als Schichtarbeiter tätig war, unterstützte Bülte ihn als Co-Trainer. Später wurde der Sendenhorster Chefcoach. Insgesamt drei Jahre, bis 2018, war er in Dolberg tätig. Im Anschluss legte er eine Pause ein.

„Anfragen waren in der letzten Zeit sehr viele da aus dem Umkreis“, berichtet Bülte. Aus privaten Gründen habe er aber „erst mal alles abgewehrt“. Warum er sich nun doch für die HSG entschieden habe? „Jetzt habe ich das noch mal abgesprochen, wie das so laufen kann, weil es in den Fingern schon gejuckt hat“, sagt Bülte. Bei Facebook las er, dass Heinz Huhnhold zu den Männern wechseln und das Traineramt bei den Frauen frei wird. „Da habe ich mir überlegt: Jetzt probierst du es mal. Ascheberg/Drensteinfurt ist ein gewohntes Umfeld – so ein bisschen wie zu Hause. Die Motivation ist wieder komplett da. Es macht einfach immer noch Spaß.“

„Gewohntes Umfeld“

Die HSG habe auch wegen des Trainerjobs bei den Männern bei Bülte angefragt. „Die Herren wollte ich nicht unbedingt trainieren, und dann hat sich das bei den Damen so ergeben“, sagt der Sendenhorster. Es sei natürlich deutlich leichter, dass er die Mannschaft zum Teil schon oder noch kennt. Schon damals gehörten Britta Schmidt, Maike Schlamann und Julia Feige zum Kader. „Es sind auch viele Neue dabei, aber letztendlich ist es trotzdem ein gewohntes Umfeld. Und das macht es leichter, als wenn ich irgendwo anders hingegangen wäre.“

Selbst als Handballer aktiv war Jochen Bülte 30 Jahre – ausschließlich bei der SG Sendenhorst. Er durchlief die komplette Jugend („Wir waren eine sehr erfolgreiche Mannschaft“) und spielte bei den Senioren in der Kreisliga. „Am Ende nur noch in der zweiten und dritten Mannschaft. Das hat mehr Spaß gebracht.“

A-Jugend trainiert

Auch in dieser, durch die Corona-Pandemie bereits beendeten Saison war Bülte schon für die HSG Ascheberg/Drensteinfurt im Einsatz. Er sei beim Training der männlichen HSG-A-Jugend drei, vier Mal eingesprungen, wenn die Übungsleiter keine Zeit hatten. „Sporadisch war das ganz schön, und die Jungs eineinhalb Stunden zu trainieren, hat ja auch Spaß gemacht“, sagt Bülte.

In der nächsten Saison will der 45-Jährige mit den Frauen nicht nur Spaß haben, sondern vor allein eins: Erfolg.

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