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HSG beendet dreimonatige Pause – Trainer hat „immer noch einen Hals“

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Von: Matthias Kleineidam

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Steigen wieder ins Spielgeschehen ein: Melina Schmidt und die HSG Ascheberg/Drensteinfurt.	Foto: Siemund
Steigen wieder ins Spielgeschehen ein: Melina Schmidt und die HSG Ascheberg/Drensteinfurt. © Siemund

Im Handballkreis Münsterland tut sich einiges. Nach einer langen Pause steht für die meisten Teams der Re-Start an. Die Frauen der HSG Ascheberg/Drensteinfurt steigen am Sonntag ins Spielgeschehen ein. Deutliche Kritik übt Trainer Jochen Bülte. Er habe „immer noch einen Hals“.

Drensteinfurt – Im Handballkreis Münsterland tut sich einiges: Nach einer langen Pause steht für die meisten Teams im März der Re-Start an. Die Frauen der HSG Ascheberg/Drensteinfurt steigen in dieser Woche wieder ins Spielgeschehen ein. Außerdem werden im Sommer eine neue Liga und neue Namen eingeführt.

Aus der Bezirksliga wird die Münsterlandliga. Für die will sich die erste Männermannschaft der HSG (siehe Infobox) qualifizieren. Neu wird in der Saison 2022/23 die Kreisoberliga sein, die Münsterlandklasse heißen wird. Darunter wird es die Kreisliga und die Kreisklasse geben. Der Kreisoberliga der Frauen werden zwölf Teams angehören: vier Absteiger aus der Bezirks- und acht Aufsteiger aus der Kreisliga. Neben dem Verlierer des Duells der Tabellenersten aus den beiden Kreisliga-Staffeln – der Sieger geht hoch in die Münsterlandliga – werden die Mannschaften, die im Endklassement auf den Plätzen zwei bis vier stehen, den Sprung schaffen. Um den achten und letzten Startplatz kämpfen die beiden Fünftplatzierten in einem Play-off-Spiel.

Männer starten auch

Nach fast vier Monaten beenden auch die Bezirksliga-Handballer der HSG Ascheberg/Drensteinfurt am nächsten Wochenende die Corona-Pause. Das Nachholspiel gegen den Tabellenführer Eintracht Coesfeld findet am Sonntag, 6. März (18 Uhr), in der Halle der Profilschule Ascheberg statt. Die Duelle mit dem BSV Roxel und dem ASV Senden II sind weiterhin noch nicht neu terminiert.

Die HSG-Frauen sind nach neun von 16 Partien mit 8:10 Punkten aktuell nur Tabellensechster in der Staffel 2. Bliebe es dabei, würden sie in der Kreisliga bleiben. „Ein, zwei Plätze sitzen schon noch drin, aber dafür muss es dann auch laufen“, hatte Trainer Jochen Bülte in einem Interview mit dem WA im Dezember gesagt. Auch für ihn ist es nicht leicht, bei den komplizierten Aufstiegs- und Abstiegsmodalitäten des Handballkreises den Durchblick zu behalten.

Die Truppe der Spielgemeinschaft aus DJK Drensteinfurt und TuS Ascheberg legt nach der verlängerten Winterpause am kommenden Sonntag (6. März) los – und hat gleich eine schwierige Aufgabe vor sich. Um 18.45 Uhr tritt die HSG beim Tabellenzweiten Preußen/Borussia Münster an.

Ich habe immer noch einen Hals auf den Handballverband und den Handballkreis.

Jochen Bülte

„Generell ist die Freude schon da, dass es weitergeht“, sagt Bülte, aber: „Im Dezember und Januar wurden die Spiele alle abgesagt, weil die Inzidenzzahlen zu hoch waren. Jetzt sind diese noch höher, aber jetzt kann man spielen. Das ist mir ein bisschen schleierhaft.“ Der Coach übt Kritik an den Entscheidungsträgern: „Ich habe immer noch einen Hals auf den Handballverband und den Handballkreis. Sie haben keine klare Entscheidung getroffen. Sie hätten Anfang Dezember auch sagen können, wir spielen unter 2G plus weiter, oder sie hätten abgebrochen. Aber den Vereinen zu überlassen, ob sie spielen wollen oder nicht und dann alles nachzuholen, ist für mich in keinster Weise eine vernünftige Entscheidung.“ Die Verantwortlichen hätten die Verantwortung abgeschoben. „Da sind die Leute, die in verantwortungsvollen Positionen sind, nicht verantwortungsvoll gewesen“, meint Jochen Bülte.

Was ihn freut: Seine Spielerinnen bleiben alle dabei. Keine habe gesagt, sie möchte nicht spielen. Alle seien zweifach geimpft, größtenteils geboostert. Auch wenn die HSG-Frauen seit Ende November kein Ligaspiel absolviert haben, untätig waren sie in den vergangenen Wochen und Monaten nicht. „Wir haben durchtrainiert – allerdings nur dienstags, weil sich zweimal die Woche bei fast drei Monaten Pause nicht lohnte“, sagt Bülte. Ab sofort sind wieder zwei Einheiten pro Woche geplant.

Bleibt Bülte Coach der Mannschaft?

Geplant ist auch, dass Jochen Bülte Trainer der Frauenmannschaft bleibt. „Wir haben noch nicht gesprochen. Von mir aus würde die Zusammenarbeit schon weitergehen“, sagt der Sendenhorster, der davon ausgeht, dass es in Kürze ein Gespräch mit dem Vorstand der HSG geben wird. „Warten wir es mal ab.“

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