Tennis

[Update] Männer 40 des TC Drensteinfurt schaffen Durchmarsch in die Westfalenliga

Spielte eine überragende Saison: Andre Niewöhner vom TC Drensteinfurt. Foto: Kleineidam
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Spielte eine überragende Saison: Andre Niewöhner vom TC Drensteinfurt.

Es ist geschafft: Die Männer-40-Mannschaft des Tennis-Clubs Drensteinfurt hat ihren Heimvorteil genutzt und den Durchmarsch von der Münsterland- in die Westfalenliga perfekt gemacht. 

Drensteinfurt – Andre Niewöhner und seine Teamkollegen entschieden das Aufstiegsspiel gegen den TC Kirchhörde am Sonntag nach einem 1:2-Rückstand mit 6:3 für sich.

„Das war ein Sieg des ganzen Vereins!“, sagte Niewöhner. „Unglaublich, das gab’s hier so noch nicht.“ Die Stimmung sei toll, die Unterstützung großartig gewesen. „Und die Mannschaft hat geliefert“, betonte Niewöhner. Er war wie Daniel Schomberg, Christoph Newzella und Daniel Knipping schon 2010 und 2011 dabei, als das Team als Männer 30 in der Westfalenliga spielte. Zehn Jahre danach kehrt der TCD in die höchste Klasse im WTV-Bereich zurück.

Westfalenliga-Aufstiegsspiel: TC Drensteinfurt - TC Kirchhörde 6:3

Westfalenliga-Aufstiegsspiel Männer 40: TC Drensteinfurt - TC Kirchhörde 6:3
Westfalenliga-Aufstiegsspiel Männer 40: TC Drensteinfurt - TC Kirchhörde 6:3
Westfalenliga-Aufstiegsspiel Männer 40: TC Drensteinfurt - TC Kirchhörde 6:3
Westfalenliga-Aufstiegsspiel Männer 40: TC Drensteinfurt - TC Kirchhörde 6:3
Westfalenliga-Aufstiegsspiel: TC Drensteinfurt - TC Kirchhörde 6:3

Im Alles-oder-nichts-Spiel bei bestem Wetter und vor vielen Zuschauern auf der Anlage an der Kleiststraße war die erste Einzel-Runde nicht so gut für die Drensteinfurter gelaufen. Tobias Heidemeyer unterlag dem starken Wilhelm Hensel an Position zwei in zwei Sätzen und ging erstmals in dieser Saison als Verlierer vom Platz. „Ich kann mir nichts vorwerfen, habe eigentlich gut gespielt“, sagte Heidemeyer, der nach einem verlorenen Aufschlagspiel im zweiten Durchgang seinen Schläger weggeschmissen hatte. Daniel Wering war an Position fünf gegen Gerrit Böhm chancenlos. Dafür gewann Niewöhner an sechs gegen Achim Fränkle souverän. „Ich bin sehr zufrieden, konnte alles abrufen – auch wenn es der Gegner war, der mich in dieser Saison am meisten gefordert hat“, sagte er. Niewöhner spielte eine grandiose Saison, kam ebenso wie Alex Hiller auf eine makellose 6:0-Bilanz.

Glücklich: die Männer 40 des TC Drensteinfurt mit (hinten von links) Christoph Newzella, Daniel Schomberg, Tim Dahms und Alexander Hiller sowie (vorne) Adrian Popovici, Tobias Heidemeyer, Daniel Wering und Andre Niewöhner. Daniel Knipping fehlt auf dem Bild.

Die Nummer eins des TCD profitierte von der verletzungsbedingten Aufgabe von Kirchhördes Henrik Müller-Frerich. Nach einem Ballwechsel war das Match beendet. Heidemeyer fand deutliche Worte für das Verhalten der Gäste aus Dortmund. „Davon halte ich gar nichts, das ist unsportlich“, sagte er. Schließlich hatte Kirchhörde zunächst erfolgreich beantragt, das Entscheidungsspiel zu verlegen, weil Müller-Frerich am ursprünglichen Termin mit den deutschen Männern 45 bei den Mannschaftsweltmeisterschaften in Kroatien war. Nun war er zwar dabei, griff wegen einer Verletzung aber erst gar nicht ins Spielgeschehen ein.

Den Ärger wandelten die Protagonisten des TCD in der zweiten Einzel-Runde in zusätzliche Motivation um. Daniel Schomberg, die Nummer drei der Gastgeber, ließ Alexander Kreinberg keine Chance und gab nur drei Spiele ab. Tim Dahms hatte an Position vier gegen Pierre Ladage nur im ersten Satz etwas Mühe und fertigte seinen Gegner im zweiten ab, sodass es vor den Doppeln 4:2 für Drensteinfurt stand.

Gleiche Besetzung in den Doppeln

In denen kamen für den TCD die sechs Spieler zum Einsatz, die schon die Einzel absolviert hatten. Die Gäste tauschten drei Akteure aus. Hiller/Dahms und vor allem Schomberg/Niewöhner deklassierten ihre Gegner und schraubten das Ergebnis in die Höhe. Heidemeyer/Wering fehlte auch im Doppel das nötige Glück, sie verloren im Match-Tiebreak.

Andre Niewöhner ließ nach dem großen Erfolg auch denjenigen nicht unerwähnt, der für das perfekte Drumherum gesorgt hatte. Er sprach von einer „wie immer professionellen Vorbereitung und Organisation durch Manni Dresenkamp“. Der Sport- und Platzwart gab das Lob gerne zurück: Mit einer „super Moral“, „guter Stimmung“ und getragen durch die Zuschauer hätten die Männer 40 das Spiel gewonnen, sagte Dresenkamp. „Der Tenor ist: Der Verein hat mit dieser Veranstaltung gewonnen, nicht nur die Mannschaft.“

Das ist das i-Tüpfelchen.

Manfred Dresenkamp

Schließlich feiert der TCD 2022 sein 50-jähriges Bestehen – und gibt sein Comeback in der Westfalenliga. „Das ist das i-Tüpfelchen“, sagte Dresenkamp.

TCD: Hiller (kampflos gewonnen); Heidemeyer 4:6, 3:6; Schomberg 6:2, 6:1; Dahms 7:5, 6:1; Wering 3:6, 1:6; Niewöhner 6:2, 6:2; Hiller/Dahms 6:1, 6:2; Heidemeyer/Wering 6:2, 4:6, 7:10, Schomberg/Niewöhner 6:0, 6:0

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