„Äußerst bedenklich“: Fußballkreis fordert seriösere Umgangsformen

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In einem offenen Brief, der am Freitag (3. Juli) an die Vereine des Fußballkreises Münster geschickt wurde, fordern der Kreisvorsitzende Norbert Krevert und der Vorsitzende des Kreisjugendausschusses, Bernhard Niewöhner, seriösere Umgangsformen bei Vereinswechseln von Jugendlichen.

Drensteinfurt/Münster – „Der Fußballkreis Münster zählt seit Jahren auf Verbandsebene zu den erfolgreichsten Kreisen im Jugendbereich im FLVW“, heißt es darin. „Die hohen Meldezahlen der Juniorinnen- und Juniorenmannschaften nehmen wir immer mit viel Freude zur Kenntnis und sind stolz darauf, dass der Kreis Münster mit den meisten Nachwuchsteams die Führung im gesamten Verbandsgebiet aller 29 Kreise des FLVW innehat.“

Zur sportlichen Entwicklung der Teams und der Vereine gehöre oftmals eine strategische Kaderplanung. Auch gehöre zum Wettbewerb, dass Vereine Talente aus anderen Klubs anwerben, um die eigene Entwicklung voranzutreiben. „Wir verfolgen allerdings einen Trend, den wir als äußerst bedenklich empfinden und den wir nicht mehr akzeptieren wollen“, schreiben Krevert und Niewöhner. Immer mehr Jugendspieler würden über soziale Netzwerke angeschrieben, um diese von einem Vereinswechsel zu überzeugen. „Diesen Weg halten wir nicht nur für sehr unseriös und unsportlich, sondern auch rechtlich sowie moralisch für äußerst bedenklich.“

Der Vorstand des Fußballkreises fordert die Vereine deshalb auf, ab sofort das Anwerben von Minderjährigen über die sozialen Netzwerke zu unterlassen, und gibt folgende Grundsätze als Richtlinien vor:

  • Kontaktaufnahme vom aufnehmenden zum abgebenden Verein
  • erst danach direkte Ansprache der Eltern der Juniorin/Junioren etc.

Die Vereine sollen auf ihre Funktionsträger einwirken, sodass diese „Richtlinien des fairen und wertschätzenden Miteinanders im Sport“ von allen Klubs des Kreises uneingeschränkt eingehalten würden. „Bei groben Verstößen gegen diese Grundsätze wird der Kreis Münster bei Kenntnisnahme gegebenenfalls das zuständige Kreisjugendsportgericht einschalten“, heißt es im offenen Brief an die Vereine.

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