Fußball

1:8-Pleite von Fortunas Frauen in Horstmar wird „intern aufgearbeitet“

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Teammanagerin Martina Sommer

Walstedde – Frauen, Bezirksliga 6: SG Horstmar/Leer – Fortuna Walstedde 8:1. Holger Kürpick hatte genug gesehen. Sprechen wollte er nicht. „Zum Spiel habe ich nichts zu sagen“, so der Trainer von Fortunas Fußballerinnen nach der neuerlichen Niederlage gegen einen Konkurrenten im Abstiegskampf.

Das einzige Statement: „Wir müssen das erst mal intern aufarbeiten.“ Mit „das“ meinte Kürpick die uninspirierte und inakzeptable Leistung seiner Mannschaft im Nachholspiel in Horstmar. Zur Pause stand es nach Gegentoren in der 6. und 40. Minute 2:0 für die SG, in der Anfangsphase der zweiten Halbzeit nahmen die Gastgeberinnen Walstedde auf dem Kunstrasenplatz des Stadions am Borghorster Weg auseinander. Innerhalb von gerade mal elf Minuten erhöhten sie auf 6:0 (51., 56., 57., 61.). Zwischen dem 7:0 (77.) und dem 8:1, das per Elfmeter fiel (90.), schaffte Nicola Lysk den Ehrentreffer – und ihr erstes Saisontor (84.).

Die erschreckende Bilanz der vergangenen Wochen: sechste Schlappen in Serie und 35 Gegentore, also fast sechs im Schnitt pro Partie. Die Fortuna steht als Tabellenzwölfter nur deshalb nicht auf einem direkten Abstiegsplatz, weil der Vorletzte Gremmendorf II sein Nachholspiel bei der SpVgg Langenhorst-Welbergen ebenfalls verlor (0:2).

Keine Konstanz in der Aufstellung

Ein Grund für die „heftigen Niederlagen“ sind laut Martin Sommer die personellen Probleme. „Immer wieder steht eine andere Truppe auf dem Platz. Es gibt keine Konstanz in der Aufstellung“, sagte die Teammanagerin auf Anfrage des WA. In Horstmar mussten Fortunas Frauen auf Amanda Kock, Anna-Maria Walters, Lisa Jürling, Torjägerin Jana Strate, Lara Kaufmann, Teresa Rademacker und Julia Schlotmann verzichten. Nur 13 Spielerinnen, darunter Jule Fliß, standen Kürpick zur Verfügung. Hinzu kommt, dass Tammy Wolfertz und Nicole Brandt, die im Sommer als Neuzugänge präsentiert worden waren, schon nicht mehr dabei sind.

--- Die Tabelle ---

„Es ist eine schwierige Situation“, gab Sommer zu. Die Trainingsbeteiligung sei schlecht und im Spiel „kriegen sich die Mädels nicht hochgepusht“ – selbst gegen die Mitkonkurrenten im Tabellenkeller. „So wirst du durchgereicht“, sagte Sommer.

„Trennung kein Thema“

Eine Trennung von Kürpick, der das Amt erst zu dieser Saison von Interimscoach Martin Averkamp übernommen hatte, sei aber von Vereinsseite kein Thema, sagte die Teammanagerin.

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