Fortunas Frauen freuen sich: Saison ohne Absteiger

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Walstedde – Sollte Fortuna Walstedde auch in der Saison 2020/21 eine Frauenfußballmannschaft stellen, wird diese mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wieder in der Bezirksliga starten dürfen.

Denn die Empfehlung, die der Verbands-Fußball-Ausschuss (VFA) des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW) an das Präsidium und die Ständige Konferenz aussprechen wird, sieht vor, dass die Saison der Amateurfußballteams gewertet und dass es keine Absteiger geben wird. Dadurch dürfte sich auch bei den Frauen die Anzahl der Staffeln erhöhen. Nach welchem Verfahren die Aufsteiger bestimmt werden, teilte der FLVW noch nicht mit.

Holger Kürpick, Trainer der Fortuna-Frauen, nahm an der etwa 30-minütigen Videokonferenz des FLVW mit Präsident Gundolf Walaschewski, den Vertretern der Vereine aus den Bezirksliga-Staffeln 5 und 6 und Staffelleiterin Imke Holtmeyer teil. „20 Personen waren dabei, acht Mannschaften aus unserer Staffel“, sagte Kürpick auf WA-Anfrage. Nur der TuS Recke, der nach 17 Spielen sechs Punkte Rückstand auf den aktuellen Spitzenreiter Wacker Mecklenbeck II hat, wollte Kürpick zufolge die Saison fortsetzen, wenn es wieder möglich ist, Fußball zu spielen. „Alle anderen waren für einen Abbruch.“

Kein Abstiegskampf

Kürpick freut sich natürlich über den Klassenerhalt. Die Walstedderinnen hatten zum Zeitpunkt des Abbruchs nur einen Punkt Vorsprung auf die Abstiegsplätze. Was den Aufstieg betrifft, hat Fortunas Coach folgende Meinung: „Zur Belohnung müssten beide aufsteigen“ – also Mecklenbeck II und Recke.

-- Anna-Maria Walters: Verteidigerin mit der richtigen Einstellung ---

Auch sonst hatte es ein eindeutiges Meinungsbild bei den Fußballerinnen aus den kreisübergreifenden Spielklassen gegeben. Bei den Videokonferenzen mit den Teams aus der Westfalen- und Landesliga sowie den anderen Bezirksliga-Staffeln stimmten die Vertreter ebenfalls mit großer Mehrheit für einen Saisonabbruch. „Damit herrscht Konsens zwischen den Vereinen der Männer- und Frauenspielklassen“, teilte der FLVW mit. Zwölf der 14 Frauen-Westfalenligisten und 32 von 42 Landesligisten nahmen das Gesprächsangebot wahr. „Alle Vereine würden natürlich im Sinne der Fairness eine sportliche Lösung bevorzugen. Sie wissen aber auch, dass ein Saisonabbruch im Sinne der Planungssicherheit nahezu alternativlos ist“, sagte Marianne Finke-Holtz, die Vorsitzende der Kommission Frauenfußball.

Wann geht`s wieder los?

Auch Holger Kürpick findet es wichtig, dass eine endgültige Entscheidung getroffen wird, „um planen zu können“. Er sehnt ein Ende der Zwangspause herbei. „Wenn wir wieder auf den Platz dürfen, werden wir zumindest ein bisschen kicken“ – auch wenn die nächste Saison wahrscheinlich nicht vor September starten wird.

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