SG Sendenhorst verlängert Vertrag mit Greifenberg nicht

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Für Sendenhorsts Trainer Matthias Greifenberg (links), hier neben Drensteinfurts Coach Ivo Kolobaric, ist im Sommer Schluss.

SENDENHORST ▪ Die erste Mannschaft der SG Sendenhorst wird mit einem neuen Trainer in die kommende Saison starten. Wie die Fußballabteilung der SG mitteilte, wird der Vertrag mit Matthias Greifenberg über die aktuelle Spielzeit hinaus nicht verlängert.

„Nach intensiven Gesprächen im Vorstand, mit der Mannschaft und auch mit Matthias selbst sind die Verantwortlichen zu der Überzeugung gekommen, im Sommer mit einem neuen Chef auf der Kommandobrücke der ersten Mannschaft in die Saison 2014/2015 zu gehen“, so der 1. Vorsitzende der Fußballabteilung, Marcel Gerwin. „Matthias hat bei uns einen nachhaltigen Eindruck als Trainer hinterlassen, nicht nur fachlich und sportlich, sondern auch menschlich. Gleichwohl haben wir uns entschieden, für die neue Saison einen Wechsel vorzunehmen, auch um neue Reizpunkte zu setzen“, so Gerwin. Greifenberg komme jetzt die schwierige Aufgabe zu, mit der Mannschaft die Qualifikation für die eingleisige Kreisliga A zu schaffen. „Er genießt dabei unser vollstes Vertrauen“, sagte Gerwin weiter.

Zurzeit stehen die Sendenhorster in der Kreisliga A2 auf dem sechsten Rang, der wohl reichen wird, um sich für die höchste Klasse auf Kreisebene zu qualifizieren. Allerdings sitzen der SG mehrere Verfolger direkt im Nacken, die größtenteils noch eine Partie mehr zu absolvieren haben. Der Tabellenelfte VfL Wolbeck hat zum Beispiel nur drei Zähler Rückstand.

Greifenberg war nach der Bekanntgabe, dass sein Vertrag nicht verlängert wird, „ein bisschen irritiert“ ob der Überschriften, die in verschiedenen Medien kursierten, und sagte im Gespräch mit dem WA: „Wir, der Verein und ich, haben unterschiedliche Vorstellungen, was die Weiterentwicklung der Mannschaft angeht.“ Er habe ein klares Konzept vor Augen, setze auf junge Leute und gehe auch Kompromisse ein – „ich bin ja kein Diktator.“ Aber: „Wenn man einen Umbruch möchte, dann sollte man ihn auch vollziehen.“ Auch innerhalb der Mannschaft soll es Widerstand gegen Greifenberg gegeben haben.

Nachfolger steht noch nicht fest

Einen Nachfolger für Greifenberg, der das Traineramt Ende 2011 von Jürgen Surmann übernommen hatte, gibt es noch nicht. Gerwin: „Die SG wird sich bemühen, zeitnah einen kompetenten Nachfolger für Matthias präsentieren zu können.“

Greifenberg wünscht sich, „dass ich meinen Weg bis zum Saisonende weitergehen kann“, sagte der 52 Jahre gegenüber dieser Zeitung und sprach schon jetzt von „ereignisreichen Jahren“ als Coach der SG, die ihn weiterentwickelt hätten. „Es hat Spaß gemacht, und ich habe viele Leute kennengelernt.“ Greifenberg kann sich auch vorstellen, im Sommer ein anderes Team zu übernehmen. „Ich will das nicht ausschließen.“

Trainingsbeginn der SG-Fußballer nach der Winterpause ist am Montag, 10. Februar. Greifenberg wird mit einem „vollzähligen Kader von 18 bis 20 Mann“, darunter die drei Neuzugänge Lukas Noga, Michael Schulte und Benjamin Türkoglu, in die Vorbereitung auf die Restsaison starten. Fünf Testspiele sind vereinbart, ehe es am Sonntag, 16. März, im Heimspiel gegen den Tabellenzweiten VfL Sassenberg wieder um Punkte geht. ▪ mak

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