Fußball

Drei statt zwei Kreisliga-A-Staffeln: SVR trifft auf Ex-Coach

Sulaxan Somaskantharajan (Nummer 6) trifft mit dem SV Rinkerode in der neuen Saison zwar nicht mehr auf den SC Nienberge, dafür aber auf die Warendorfer SU, die nun Roland Jungfermann trainiert. Foto: Kleineidam
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Sulaxan Somaskantharajan (Nummer 6) trifft mit dem SV Rinkerode in der neuen Saison zwar nicht mehr auf den SC Nienberge, dafür aber auf die Warendorfer SU, die nun Roland Jungfermann trainiert.

Der Abbruch der Saison 2019/20 im Amateurfußball hat Auswirkungen auf die nächste Spielzeit. Im FLVW-Kreis Münster wird die Kreisliga A von zwei auf drei Staffeln aufgestockt, weil es mehr Aufsteiger aus der Kreisliga B als üblich gibt. Der SV Rinkerode wird weiterhin in der Staffel A2 starten.

Drensteinfurt/Rinkerode – Allerdings umfasst diese 2020/21 lediglich zwölf Mannschaften, in den anderen beiden Staffeln werden 13 Teams um Punkte kämpfen. Das verkündete der 1. Vorsitzende des FLVW-Kreises, Norbert Krevert, auf der etwa 45-minütigen Video-Kreisfußballkonferenz, zu der sich 70 Vereinsvertreter zugeschaltet hatten.

Besonders interessant ist neben dem Aspekt, dass der SVR nur 22 statt 30 Partien zu absolvieren hat, dass die Rinkeroder in der neuen Saison auf ihren Ex-Trainer Roland Jungfermann treffen. Der Münsteraner, der drei Jahre beim SVR war, coacht nun die Warendorfer SU. Das Team aus der Kreisstadt wechselt aus der Staffel A1, in der es Platz vier belegte, in die A2. Ebenfalls neu dabei sind die drei Aufsteiger Blau-Weiß Ottmarsbocholt, TuS Hiltrup II und FC Mecklenbeck. Dagegen spielt Rinkerode nicht mehr gegen den SV Bösensell (Bezirksliga-Aufsteiger), die DJK GW Albersloh (in die A1 zur SG Sendenhorst gewechselt), den BSV Roxel II, Fortuna Schapdetten, GS Hohenholte, SW Havixbeck, den SC Nienberge und den TuS Altenberge II (alle in die A3 gewechselt).

Zu Beginn der Konferenz hatte Krevert den Weg zur endgültigen Entscheidung des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW) erklärt und nochmals die Gründe offengelegt, warum ein Saisonabbruch unter Einbezug aller Argumente die richtige Entscheidung gewesen sei. „Hätten wir die Saison nach den Sommerferien fortgesetzt, dann hätten wir entweder die neue Saison von Februar bis Mai in vier Monaten spielen müssen oder es hätte keine Saison 2020/21 gegeben.“ Bei den Vereinsvertretern bedankte sich der Kreisvorsitzende für die „vielen wertschätzenden Gespräche“ in den vergangenen Wochen und Monaten.

Kreisliga A

Eine wichtige Information war für die beteiligten Vereine die vorübergehende Aufstockung der Staffeln. Eine Kreisliga A mit 38 Mannschaften, nur zwei Staffeln und jeweils 38 Spieltagen, darunter sechs bis acht unter der Woche, wäre sportlich und spieltechnisch weder realisierbar noch zumutbar, so Krevert. Daher wird statt in zwei in drei Staffeln gespielt, sofern die Saison im Spätsommer/Herbst überhaupt beginnen kann. Die drei Meister werden auf neutralen Plätzen die Aufsteiger in die Bezirksliga ermitteln. „Es gibt noch keine finale Aussage darüber, ob der Kreis Münster in der neuen Saison zwei oder 1,5 Aufsteiger in die Bezirksliga stellt“, sagte Krevert. Der Spielplan der Relegation werde so gestaltet, dass alle Spiele von Bedeutung sind.

Kreisliga B

In der Kreisliga B soll möglichst mit den üblichen drei Staffeln gespielt werden. „Sollte sich der Saisonstart so weit hinausziehen, dass drei Staffeln nicht realisierbar oder zumutbar sind, wird auch die Kreisliga B um eine Staffel aufgestockt“, erklärte Krevert. Die Entscheidung darüber trifft der Kreisfußballausschuss (KFA) unmittelbar nach Veröffentlichung des Rahmenterminkalenders.

Kreisliga C

Die C-Liga wird in vier Staffeln spielen. Da es in der kürzlich abgebrochenen Saison nur Aufsteiger und keine Absteiger aus der Kreisliga B gibt, fallen die Staffeln entsprechend kleiner aus. „Daher ist eine Aufstockung von vier auf fünf Staffeln in der C-Liga nach heutigem Stand nicht geplant“, betonte Krevert. Die Staffeleinteilungen folgen, was die Kreisligen B und C, sobald der Saisonstart abzusehen ist respektive nach Ende der Meldefrist.

Die Vereine müssen die Mannschaften im Seniorenbereich (Männer und Frauen) bis zum 10. Juli im DFBnet melden. Im Juniorenbereich war bereits am 24. Juni Meldeschluss. Sofern keine weiteren Unterbrechungen und Abbrüche folgen, sollen die Ligen innerhalb von zwei Jahren wieder auf Normalgröße angeglichen werden.

Kreispokal

Der Kreispokal-Wettbewerb der Saison 2019/20 wird fortgesetzt. Die letzten beiden Runden (Halbfinale und Endspiel) sollen während der Vorbereitung stattfinden. „Auf bereits geplante Freundschaftsspiele kann bei der Ansetzung keine Rücksicht genommen werden“, so Krevert. Die Ansetzung erfolge so zeitnah wie möglich. In der Runde der letzten vier stehen die Bezirksligisten SC Greven 09 und VfL Wolbeck sowie der Westfalenliga-Aufsteiger SC Westfalia Kinderhaus. Den letzten Halbfinalisten ermitteln A-Ligist VfL Sassenberg und Bezirksligist TuS Freckenhorst.

Die Anmeldung für den Pokalwettbewerb 2020/21 erfolgt ausschließlich per DFBnet über den Meldebogen. Die Auslosung soll per Livestream erfolgen.

Staffeleinteilung Kreisliga A Münster

Kreisliga A1: DJK GW Albersloh, SV BW Beelen, SC DJK Everswinkel, SC Hoetmar, TSV Handorf, FC Greffen, SG Sendenhorst, SC Füchtorf, SV Ems Westbevern, VfL Sassenberg, SC Münster 08 II, Warendorfer SU II, BSV Ostbevern

Kreisliga A2: SG Selm, SV Herbern II, Warendorfer SU, SV Davaria Davensberg, TuS Ascheberg, VfL Wolbeck II, SV Rinkerode, SV BW Aasee II, DJK Wacker Mecklenbeck, SC BW Ottmarsbocholt, TuS Hiltrup II, FC Mecklenbeck

Kreisliga A3: SC Westfalia Kinderhaus II, SV Fortuna Schapdetten, SV SW Havixbeck, TuS Altenberge II, SV GS Hohenholte, FC Münster 05, SC Nienberge, DJK SV Mauritz, Eintracht Münster, BSV Roxel II, 1. FC Gievenbeck II, SC BG Gimbte, TuS Saxonia Münster

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