SVD erreicht Endspiel in Werne

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Yannick Niehues (rechts) zog mit dem SV Drensteinfurt durch einen Sieg gegen den Gastgeber ins Finale ein.

Drensteinfurt - Turnier in Werne: Werner SC - SV Drensteinfurt: 4:6 n.E. (2:2, 1:0). Die Fußballer des SVD haben das Duell zweier Bezirksligisten gewonnen, den Gastgeber ausgeschaltet und sind ins Endspiel eingezogen, das an diesem Samstag stattfindet.

Im Halbfinale gewann das Team von Ivo Kolobaric nach Elfmeterschießen. Dabei hatten die Drensteinfurter bis zur 85. Minute nach Toren von Durkalic und Rohlmann mit 0:2 zurückgelegen. Im der regulären Spielzeit sich direkt anschließenden Elfmeterschießen scheiterte Werne ein Mal an der Latte und ein Mal an SVD- Keeper Lars Hülsmann, der eigentlich Feldspieler ist.

„Du führst 2:0, und dann spielst du mit einer gewissen Arroganz“, sagte WSC-Coach Kurtulus Öztürk und bemängelte die Einstellung einiger Spieler: „Klappt was nicht, geht sofort der Kopf runter.“ Für Stewwerts Trainer war es auch ein Erfolg des Willens. „Ich hatte nur zwölf Leute, viele 18- und 19-jährige Jungs dabei“, meinte Kolobaric.

Und die machten mit ihren 4-1-4-1-System die Räume im Mittelfeld eng und störten früh den Werner Aufbau. Die Gastgeber waren mit ihrer Dreier-Abwehr, zwei hoch spielenden Außen und einer Sechs offensiv ausgerichtet. Sie störten ebenfalls früh den Aufbau der Drensteinfurter, holten oft schnell den Ball, verloren in anschließend aber ebenso schnell wieder an den Gegner.

Einen richtig guten Angriff zeigten die Gastgeber vor der Pause - und der führte zum 1:0. Nach vielen Versuchen über rechts verlagerte Marvin Stöver das Spiel auf links. Seifert steckte dort für Rohlmann durch und dessen scharfe Flanke verwandelte der einlaufende Daniel Durkalic in der Tormitte (35.).

Nach dem Seitenwechsel erwarteten alle einen konditionellen Einbruch bei den Gästen, die immerhin die erste Chance besaßen. Einen Schuss von Robin Wichmann drehte Rockel mit den Fingerspitzen noch an den Pfosten. Danach kam der Sport-Club - mit einer Viererkette und zwei Sechsern - zu einigen Chancen, war aber wieder nicht zwingend genug. Nach 70 Minuten hätte das zweite Tor fallen müssen. Es war fast eine Kopie des 1:0. Rohlmann flankte von links, Durkalic schoss in der Mitte aber nur Torhüter Hülsmann an. Als Bozkurt in der 82. Minute im rechten Mittelfeld den Ball eroberte und mit einer scharfen Flanke Rohlmann am hinteren Pfosten bediente, schien alles klar, denn der Linksfuß vollendete sicher zum 2:0. Doch die Drensteinfurter gaben nicht auf, Kolobaric beorderte Abwehrchef Patrick Günner nach vorne. Das sorgt ebenso für Unruhe wie die Auswechslung von WSC-Innenverteidiger Giffey. Zunächst verkürzte Oliver Logermann nach einem weiten Einwurf mit einem Kopfball (85.), zwei Minuten später stand auf einmal Wichmann blank und schob die Kugel an Rockel vorbei zum Ausgleich ins Netz.

Im Elfmeterschießen waren die Gäste sicherer und trafen alle souverän. Hülsmann, der nur wegen der Personalnot zwischen den Pfosten stand, hielt trug seinen Teil zum Finaleinzug bei. Die Reserve des Oberligisten Westfalia Rhynern ist an diesem Samstag (17 Uhr, Lindert) der Gegner des SVD. Im zweiten Halbfinale setzte sich der Konkurrent aus der Bezirksliga 7 verdient mit 4:2 (2:1) gegen den VfL Kamen, Aufsteiger in die Gruppe 8, durch. Bereits in der Vorrunde waren Drensteinfurt und Rhynern II aufeinandergetroffen. Der SVD verlor 0:1. - gu/mak

Tore: 1:0 (35.) Durkalic, 2:0 (82.) Rohlmann, 2:1 (85.) Logermann, 2:2 (87.) Wichmann; Elfmeter: 3:2 Simon, 3:3 Logermann, Bruland an die Latte, 3:4 Weichenhain, Schnee scheitert, 3:5 Günner, 4:5 Leenders, 4:6 Niehues

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