WM in London

Dennis Popil hat die Darts-Legende Phil Taylor live gesehen

Waren 2017 zu Gast in der Drensteinfurter Eventschmiede: (von links) Phil „The Power“ Taylor, Mastercaller John Fowler und Terry „The Bull“ Jenkins.
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Waren 2017 zu Gast in der Drensteinfurter Eventschmiede: (von links) Phil „The Power“ Taylor, Mastercaller John Fowler und Terry „The Bull“ Jenkins.

Die Darts-WM nähert sich dem Höhepunkt. Dennis Popil verfolgt das Spektakel. „Mich fasziniert besonders, wie die Spieler mit diesem riesigen Druck umgehen, ständig diese millimeterkleinen Felder treffen zu müssen“, sagt der 23-Jährige. Über die WM und den Besuch von Ikone Phil Taylor 2017 in Drensteinfurt spricht Popil.

Drensteinfurt – Präzision, Perfektion, Party: Wenn gegen Ende eines jeden Jahres im Londoner Alexandra Palace die Pfeile fliegen, herrscht dort Ausnahmezustand – normalerweise. Diesmal müssen die Stars bei der Weltmeisterschaft der Professional Darts Corporation (PDC) wegen der Pandemie auf lautstarke Unterstützung verzichten. Dafür fiebern die Zuschauer vor dem Fernseher, Tablet oder Handy mit. Einer von ihnen ist Dennis Popil.

Der 23-Jährige ist leidenschaftlicher Fußballer und läuft für den Landesligisten SV Drensteinfurt auf. Die Zeit zwischen den Jahren nutzt Popil, um die Darts-WM zu verfolgen. Den Sensationssieg von Gabriel Clemens gegen den noch amtierenden Titelträger Peter Wright hat er ebenso gesehen wie das dramatische Duell im Achtelfinale mit dem Polen Krzysztof Ratajski, als der letzte verbliebene deutsche Starter sage und schreibe sieben Matchdarts vergab.

Darts-Legende Phil „The Power“ Taylor in Drensteinfurt

Darts-Legende Phil „The Power“ Taylor tourt durch Deutschland und macht Halt in Drensteinfurt. Foto: Kleineidam
Darts-Legende Phil „The Power“ Taylor tourt durch Deutschland und macht Halt in Drensteinfurt. Foto: Kleineidam
Darts-Legende Phil „The Power“ Taylor tourt durch Deutschland und macht Halt in Drensteinfurt. Foto: Kleineidam
Darts-Legende Phil „The Power“ Taylor tourt durch Deutschland und macht Halt in Drensteinfurt. Foto: Kleineidam
Darts-Legende Phil „The Power“ Taylor in Drensteinfurt

Selbst spielt der Stewwerter auch gerne Darts. Und er war schon mal bei einem Turnier in Düsseldorf mit dem aktuellen Weltranglisten-Ersten Michael van Gerwen aus den Niederlanden. Das absolute Highlight war für ihn aber, dass er Phil Taylor live gesehen hat. Popil war am 23. November 2017 dabei, als „The Power“ im beschaulichen Drensteinfurt (mit Video vom Walk-on!) vorbeischaute und auf seiner Abschiedstournee in der Eventschmiede Halt machte. Darüber und über die aktuelle WM hat sich Matthias Kleineidam vor dem Halbfinale an diesem Samstag (2. Januar 2021) und dem Endspiel am Sonntagabend mit Dennis Popil unterhalten.

Onehundredandeighty: Dennis Popil (vorne rechts) war 2017 live dabei, als Phil Taylor in Drensteinfurt war.
Weltmeister-Bezwinger Gabriel Clemens ist im Achtelfinale denkbar knapp ausgeschieden. Hast du das dramatische Match gesehen und wie hast du mitgefiebert?
Ja, ich habe es komplett gesehen und muss sagen, dass ich selten so ein spannendes Match erlebt habe – vor allem mit deutscher Beteiligung. Das war Wahnsinn, ich habe wirklich bei jedem einzelnen Wurf mitgefiebert. Dadurch, dass am Ende für den Sieg bei beiden Spielern nur noch zwei Punkte gefehlt haben, war das Match an Spannung nicht zu überbieten. Leider mit dem schlechteren Ende für Clemens. Ich glaube, jeder hätte es ihm gegönnt. Da hat man schon etwas mitgelitten.
Verfolgst du die WM jeden Tag?
Also jeden Tag nicht, aber die Ergebnisse schaue ich mir schon regelmäßig an und abends auch mal ein paar Matches.
Was ist für dich das Faszinierende an der Präzisionssportart Darts?
Mich fasziniert besonders, wie die Spieler mit diesem riesigen Druck umgehen, ständig diese millimeterkleinen Felder im richtigen Moment und mit den lauten Fans im Rücken treffen zu müssen. Die Fans sind auch absolut faszinierend und fehlen jetzt natürlich. Im Normalfall herrscht da eine überragende Stimmung und eine tolle Gemeinschaft mit Fans aus vielen Nationen.
Welcher Spieler beeindruckt dich am meisten?
Phil Taylor hat mich bis zu seinem Karriereende am meisten beeindruckt. Er hat den Dartsport geprägt und dahin geführt, wo er heute steht. Einen absoluten Lieblingsspieler habe ich nicht mehr, aber Gabriel Clemens hat mich nach seinem steilen Aufstieg mit seiner bodenständigen und gelassenen Art schon sehr beeindruckt.
2017 warst du live dabei, als Phil Taylor, mit 16 Weltmeister-Titeln die Darts-Ikone, in Drensteinfurt war. Welche Erinnerungen hast du an das Event vor drei Jahren?
Das war kurz vor seiner letzten WM, also wirklich was Besonderes und ein Gänsehautmoment, als Phil mit seiner berühmten Einlaufmusik den Raum betreten hat. Ich weiß noch, wie ich seinen Kopf berührt habe, ehe eine Begleitperson dazwischengekommen ist. Den Blick von Phil werde ich nie vergessen (lacht). Beinahe hätte ich damals auch ein Leg gegen ihn gespielt, aber das Los habe ich leider um eine Nummer verpasst.
Der letzte Deutsche ist raus. Wirst du dir das Endspiel am Sonntag (20.30 Uhr) trotzdem anschauen?
Ja, das Finale werde ich mir natürlich anschauen.

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