Raphael Northoff: „Traue uns in der Landesliga recht viel zu“

Raphael Northoff, der in der Jugend für Rot Weiss Ahlen auflief, spielt für den SV Drensteinfurt. Foto: Kleineidam
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Raphael Northoff, der in der Jugend für Rot Weiss Ahlen auflief, spielt für den SV Drensteinfurt.

Raphael Northoff will dafür sorgen, dass der Landesliga-Aufsteiger SV Drensteinfurt in der Erfolgsspur bleibt. Der 22-Jährige aus Ahlen ist einer von zwei externen Zugängen, steht aber nur bis Winterpause zur Verfügung. „Da sind echt ein paar gute Kicker dabei“, sagt Northoff über sein neues Team.

Drensteinfurt – Als Zuschauer hat er (noch) kein Spiel des SV Drensteinfurt verfolgt. Schließlich war er noch in den USA, als die Fußballer aus Stewwert im Frühjahr die Tabellenführung in der Bezirksliga 7 eroberten. Dafür hat er das entscheidende Tor von Maximilian Schulze-Geisthövel beim 1:0-Erfolg in Bockum-Hövel gesehen, das dem SVD den Aufstieg in die Landesliga erst ermöglicht hat. In der neuen Saison will Raphael Northoff selbst dafür sorgen, dass die Mannschaft von Oliver Logermann in der Erfolgsspur bleibt. Der 22-Jährige aus Ahlen ist einer von zwei externen Neuzugängen, steht dem Trainer allerdings nur bis Dezember zur Verfügung.

Sein Bachelor-Studium hat Northoff abgeschlossen. An der Urbana University in Ohio und der Stetson University in Florida studierte er Business Administration mit dem Schwerpunkt Corporate Finance. „Das kannst du mit einem ganz normalen BWL-Studiengang vergleichen“, erklärt Northoff, der in Dolberg wohnt und in Ahlen die Grundschule und die weiterführende Schule besuchte. Ab Januar 2021 ist er für ein dreimonatiges Praktikum in Berlin – „und muss deshalb natürlich NRW verlassen, bevor ich dann meinen Master anfange“.

Westfalenliga bei RW Ahlen

Mit dem Fußballspielen hat Northoff im Minikicker-Alter begonnen – bei der SpVgg Dolberg, seinem Heimatverein. „Ich müsste fünf gewesen sein“, sagt er. Als C-Jugendlicher wechselte er zur DJK Vorwärts Ahlen, bei Roland Beckum spielte er ein Jahr in der C1. Danach zog es ihn zu Rot Weiss Ahlen. Mit der B2 kämpfte er in der Landesliga, mit den B1- und A-Junioren in der Westfalenliga um Punkte. Im Jahr 2016 trainierte der Ahlener sogar ein halbes Jahr mit dem Regionalliga-Kader von RWA mit, ehe es im August rüber in die Staaten ging. Dort kickte er natürlich auch für die beiden Unis, an denen er studierte. „Ich habe erst Division zwei gespielt und bin dann zu einem Division-eins-Programm nach Florida gegangen“, erklärt Northoff.

Der Kontakt zum SVD sei über die Jungs der ersten Mannschaft zustande gekommen. „Ich habe mit Alexander Schulze-Geisthövel in der Jugend von RW Ahlen gespielt. Wir waren im Winter mal in der Soccerhalle, ich war eingeladen worden. Daraufhin hat das alles geklappt“, sagt Raphael Northoff. Coach Logermann fragte spontan an, ob er bei der Hallenkreismeisterschaft in Warendorf mitspielen möchte. Dort war er Anfang des Jahres Gastspieler im Drensteinfurter Team – und wurde in der Vorrunde gleich Spieler des Tages. In der Endrunde einen Tag später schied der SVD aber sang- und klanglos aus.

„Gute Kicker“ als Teamkollegen

Alles in allem hat Raphael Northoff einen guten Eindruck von seiner neuen Mannschaft. „Mir ist im Winter schon aufgefallen, dass es eine coole Truppe ist. Da sind echt ein paar erfahrene und gute Kicker dabei. Ich dachte, da passe ich ganz gut rein. Für sechs Monate hat es dann auch aus Loges Sicht Sinn gemacht. Und von der Entfernung her geht es auch.“ Northoff freut sich, mit der „erfahrenen, eingespielten Truppe“ in der Landesliga zu starten. „Es ist natürlich cool, dass der eine oder andere Neue dabei ist, der noch mal richtig Qualität mitbringt.“ Bisher seien alle motiviert beim Training. „Es gefällt mir echt richtig gut.“

Auch wenn es mit dem Aufstieg nicht geklappt hätte, wäre Northoff zum SVD gewechselt. „Die Liga stand bei meiner Entscheidung nicht im Vordergrund“, sagt er, weiß aber, dass der Sprung von der Bezirks- in die Landesliga enorm ist. „Das Ganze muss man ein bisschen vorsichtig betrachten. Man kommt frisch aus der Bezirksliga. Aber ich denke, mit der Truppe und der Qualität können wir uns dort etablieren. Ich traue uns recht viel zu und gehe schon davon aus, dass wir uns im Tabellenmittelfeld festsetzen können.“

Seine Lieblingsposition? „Ich habe die letzten Jahre größtenteils auf dem rechten Flügel gespielt“, sagt der Linksfuß. Laut Trainer Logermann kann der Ahlener aber auch andere Positionen spielen. „Wichtig ist, dass der Ball am Fuß ist“, sagt Northoff.

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