Fußball

Ohne diese Spieler geht der SVD in die Partie beim TuS Haltern II

Steffen Scharbaum will nach dem Aufstieg in der Landesliga endlich mal zu null spielen.
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Steffen Scharbaum will nach dem Aufstieg in der Landesliga endlich mal zu null spielen.

Die zweite englische Woche geht für die Fußballer des SV Drensteinfurt mit zwei Duellen gegen Mitaufsteiger weiter. Bevor am Sonntag Borussia Münster kommt, holt der Landesligist sein Spiel bei der zweiten Mannschaft des TuS Haltern nach.

Landesliga 4: TuS Haltern II – SV Drensteinfurt (Donnerstag, 19.45 Uhr). Seit Anfang 2012, also seit fast neun Jahren, ist Oliver Logermann für den SVD aktiv – erst als Torjäger, dann als spielender Co-Trainer und nun als Chefcoach. Doch an eine Negativserie in dem Ausmaß kann sich der 35-Jährige konkret nicht erinnern. Das 0:2 beim SC Altenrheine war die vierte Niederlage nacheinander in der Meisterschaft. „Es kann schon sein, dass es so was mal gegeben hat. Wir hatten in der Bezirksliga Richtung Winter mal eine solche Phase, da lief es auch nicht so. Aber das momentan ist natürlich schon eine längere Durststrecke“, sagt Logermann.

Gründe für die Misserfolge gibt es mehrere. Zum einen haben die Gegner in der Landes- eine ganz andere Klasse als in der Bezirksliga. Die dreiwöchige Zwangspause wegen eines Corona-Falls in der Mannschaft war auch nicht gerade zuträglich. Zudem schwächelt die Offensive. Gelangen dem SVD in der Aufstiegssaison im Schnitt drei Tore pro Partie, kommen die Drensteinfurter eine Liga höher nach fünf Spielen gerade mal auf vier Tore.

„Wir gehen schon auf dem Zahnfleisch.“

Oliver Logermann

Besonders ärgerlich ist es in so einer schwierigen Phase, wenn auch noch personelle Probleme hinzukommen. „Wir gehen schon auf dem Zahnfleisch“, sagt Logermann und zählt acht Ausfälle auf. Zu denen, die zuletzt ohnehin schon fehlten (Alexander und Maximilian Schulze-Geisthövel, Dennis Hoeveler, Alexander Pankok, Tobias Brune, Valentin Kröger) gesellen sich zwei (weitere) Leistungsträger. Christoph Lübke, der für körperliche Präsenz auf dem Platz sorgt, wird in Haltern berufsbedingt nicht dabei sein. Auch Martin Lambert muss passen. Der Verteidiger fällt wegen einer Oberschenkelverletzung, die er sich in Altenrheine zugezogen hat, wohl mehrere Wochen aus. „Das ist ärgerlich“, sagt Logermann.

Mangels Personal wird der Coach eventuell selbst spielen. „Eigentlich wollte ich das ja nicht mehr, aber am Donnerstag wird es wohl tatsächlich notwendig sein. Die Frage ist, ob das weiterhilft, aber es fehlen ein bisschen die Alternativen.“ Raphael Northoff, der aufgrund einer Schambeinentzündung zuletzt zweimal fehlte und nur noch bis zur Winterpause zur Verfügung steht, probiert es zumindest.

Gegner überrascht

Haltern II ist viel besser gestartet als der SVD. Die Gastgeber kommen auf drei Siege, ein Remis und zwei Niederlagen. Die gab es gegen Roxel (0:1) und beim Werner SC (0:2). Dafür überraschte der TuS zum Auftakt gegen Topfavorit IG Bönen (4:2) und setzte sich auch gegen den TuS Wiescherhöfen (1:0) und beim SV Dorsten-Hardt (4:3) durch. Zuletzt holte das Team ein achtbares 1:1 gegen den SV Herbern. „Ich hatte die vor der Saison nicht so stark erwartet, aber ich kenne die Mannschaft auch nicht wirklich“, sagt Logermann. Er rechnet mit einer jungen Truppe, die fußballerisch gut ausgebildet und laufstark ist. „Da kommt eine ganze Menge auf uns zu. Wir sind krasser Außenseiter.“

Mit einem Sieg auf dem Kunstrasenplatz in Haltern würde der SV Drensteinfurt den letzten Platz verlassen und Wiescherhöfen sowie Bockum-Hövel überholen, die beide allerdings erst viermal gespielt haben. Bei allem Übel stimmt Logermann der Auftritt in Altenrheine optimistisch: „Auf der Leistung können wir aufbauen.“

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