Fußball

0:1 im Kellerduell: Serie des SVD wird kurz vor Halloween unheimlich

Schmerzhafte Niederlage: Daniel Ziegner (l.) im Duell mit Roman Ueberfeld. Foto: Kleineidam
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Schmerzhafte Niederlage: Daniel Ziegner (links) im Duell mit Roman Ueberfeld.

Drensteinfurt – Im Kampf um den Klassenerhalt in der Landesliga mussten die Fußballer des SV Drensteinfurt eine verdammt bittere Niederlage gegen den direkten Konkurrenten Borussia Münster hinnehmen. Trainer Oliver Logermann übte schonungslos Kritik.

Landesliga 4: SV Drensteinfurt – Borussia Münster 0:1. In der zweiten Halbzeit wurde es düster. Das lag zum einen an der Zeitumstellung in der Nacht zuvor, aber auch an den Regenwolken, die über dem Kunstrasenplatz im Sportzentrum Erlfeld aufzogen. Das Ganze passte perfekt zur Stimmung, die nach dem Schlusspfiff in den Reihen der SVD-Fußballer herrschte – auch die war düster.

Durch ein Gegentor in der 87. Minute hatten sich die Drensteinfurter im immens wichtigen Heimspiel gegen den direkten Rivalen aus Münster geschlagen geben müssen und einen weiteren Nackenschlag bekommen. Während die Borussia nach fünf Niederlagen nacheinander ihren dritten Saisonsieg feierte und auf Platz elf kletterte, wird die Serie des SVD kurz vor Halloween so langsam unheimlich. Der Tabellenletzte ging zum sechsten Mal am Stück leer aus und droht (frühzeitig) den Anschluss zu verlieren.

Landesliga 4: SV Drensteinfurt – Borussia Münster 0:1

Einer von vielen, die völlig frustriert und mit gesenktem Kopf vom Platz schlichen, war Markus Fröchte. Der Verteidiger hatte nicht viel falsch gemacht, konnte sich dafür aber nichts kaufen. „So ein 50:50-Spiel darfst du nicht verlieren“, sagte ein desillusionierter Fröchte und sprach ein Problem an: „Wir gehen einfach nicht in Führung.“

Keine Zuschauer

Das Kellerduell entwickelte sich von Beginn an zu einem intensivem Spiel, in dem das Schlusslicht im 4-4-2 agierte und es zunächst keine nennenswerten Chancen gab – und keine Zuschauer. Nur 99 Personen inklusive der Spieler und Verantwortlichen zeitgleich auf der Anlage waren wegen der Pandemie erlaubt. „Da haben wir gesagt: Wir lassen es ganz“, erklärte der Corona-Beauftragte des SVD, Heinz-Dieter Heinrich. Die Borussen setzten einen Kopfball ebenso drüber (18.) wie auf der anderen Seite Maximilian Groß nach einer Flanke von André Vieira Carreira (29.). Bei den Gästen musste Angreifer Theo Töller angeschlagen früh runter, für ihn kam Roman Ueberfeld.

Castro hat beste Chance

Nach dem Seitenwechsel versuchte es Nemanja Kovacevic per Kopf, Stewwerts Schlussmann Steffen Scharbaum reagierte stark (63.). In dieser Phase überzeugten die Gastgeber durch gutes Gegenpressing – und hatten die Führung auf dem Fuß. Nach einem super Zusammenspiel zwischen dem eingewechselten (Spieler-)Trainer Oliver Logermann und Diogo Castro scheiterte Letzterer an Keeper Philipp Oluts (74.).

Schug mit Köpfchen

Kurz vor Schluss fiel der erste und einzige Treffer doch noch. Scharbaum hielt einen Versuch des eingewechselten Leonard Mikowsky in Manuel-Neuer-Manier (86.), doch bei der nachfolgende Ecke köpfte Borussias Kapitän Manoel Schug den Ball am langen Pfosten völlig freistehend ins Netz – 0:1 (87.). Die große Erleichterung war Trainer Yannick Bauer und den Spielern anzusehen. Die drei Punkte wurden Corona-konform gefeiert. Bei den Drensteinfurtern herrschte dagegen Tristesse.

Trainer Oliver Logermann, der sich mangels großer Alternativen zur zweiten Halbzeit für den gelb-rot-gefährdeten Leon van Elten eingewechselt hatte, übte schonungslos Kritik: „Wir sagen momentan immer, es würden Kleinigkeiten fehlen, aber Ausreden zählen jetzt nicht mehr. Da muss ich vielleicht irgendwann auch mal die Qualitätsfrage stellen. Wir waren wieder sehr torungefährlich. Wir gehören dort unten hin, wo wir stehen.“

--- Die Tabelle ---

In der Liga geht es für den SVD am Dienstag, 3. November, mit dem Nachholspiel beim BSV Roxel weiter. Am kommenden Samstag (31. Oktober, 14 Uhr) tritt der Landesligist aber erst mal im Westfalenpokal bei Kreisligist SV Werl-Aspe in Bad Salzuflen an.

SVD: Scharbaum – Fröchte, Lübke, Ziegner, Vieira Carreira – Niehues (90. Diepenbrock), van Elten (46. Logermann), Groß (63. De. Popil), Northoff (80. Wichmann) – Castro, Bußmann

Das komplette Interview mit Trainer Oliver Logermann steht am Montag im Westfälischen Anzeiger (WA-Ausgabe Drensteinfurt 26. Oktober).

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