Fußball

SV Herbern eine Klasse besser als SV Drensteinfurt

Falk Bußmann (links), der in dieser Szene Herberns Julius Höring verfolgt, hatte die besten SVD-Chancen. Foto: Kleineidam
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Falk Bußmann (links), der in dieser Szene Herberns Julius Höring verfolgt, hatte die besten SVD-Chancen.

Dass es schwierig werden würde für die Fußballer des SV Drensteinfurt, war nach der dreiwöchigen Pause nicht überraschend. Dass sie es den Gästen aus Herbern beim 0:3 aber so leicht machen würden, davon war nicht unbedingt auszugehen.

Landesliga 4: SV Drensteinfurt – SV Herbern 0:3. Kreativer, spritziger, williger – all das waren die Herberner vor 210 zahlenden Zuschauern, die das Derby mit Maske verfolgen mussten. Und so wurde der SVD, den Trainer Oliver Logermann vor dem Anpfiff als „krassen Außenseiter“ bezeichnet hatte, seiner Rolle gerecht, kassierte im vierten Saisonspiel die dritte Niederlage und rutschte ans Tabellenende ab. Das Team von Coach Benjamin Siegert feierte bereits den vierten Pflichtspielsieg in Serie und kletterte auf Platz drei.

Von Beginn an dominierte die Elf um Kapitän und Abwehrchef Michael Schulte das Duell auf dem Kunstrasenplatz im Erlfeld. Gerade einmal sechs Minuten waren gespielt, als Patrick Sobbe einen Angriff über die rechte Seite mit dem 0:1 abschloss. Wenig später köpfte Philip Just ans Außennetz (13.). Auch danach hatte Herbern mehr vom Spiel und weitere Abschlüsse – der SVD aber eine gute und eine sehr gute Möglichkeit. Erst scheiterte Falk Bußmann an Keeper Leonhard Venker (17.), dann köpfte der Stürmer der Stewwerter knapp am Kasten vorbei (37.). Mehr kam vom Aufsteiger, der nicht nur auf Dennis Hoeveler und Maximilian Schulze-Geisthövel, sondern auch auf Leon van Elten verzichten musste, offensiv allerdings nicht. Zu allem Überfluss musste Raphael Northoff in der Pause wegen einer Schambeinentzündung ausgewechselt werden. „Das passt zur Situation“, sagte Logermann.

Landesliga 4: SV Drensteinfurt – SV Herbern 0:3

Die zweite Halbzeit gehörte komplett dem SVH. Dennis Närdemann schoss aus gut 15 Metern zunächst flach rechts vorbei (52.). Besser machte es Julian Trapp, der eine gute Flanke von Just per Kopf zum 0:2 verwertete (56.). Wieder sah Drensteinfurts rechte Defensivseite nicht gut aus. Im Anschluss parierte SVD-Schlussmann Steffen Scharbaum einen erneuten Abschluss von Närdemann zur Ecke (67.). Dann fiel die Entscheidung – und das Publikum staunte. Julian Trapp ließ Christoph Lübke stehen und schloss sehenswert mit der Hacke ab (74.). Auch die letzten Chancen gehörten den Gästen. Trapp verpasste nach einer Sobbe-Flanke seinen dritten Treffer (77.), der eingewechselte Jan Hoenhorst köpfte vorbei (90.+2).

Am nächsten Sonntag (18. Oktober, 15 Uhr) tritt der SVD beim Tabellenachten SC Altenrheine an. Drei Tage zuvor (15. Oktober, 19.30 Uhr) wird die Zweitrundenpartie im Kreispokal bei der DJK SV Mauritz nachgeholt.

SVD: Scharbaum – A. Schulze-Geisthövel, Fröchte, Ziegner, Lübke, De. Popil (77. Steinert), Groß (46. Lambert), Northoff (46. Vieira Carreira), Niehues (71. Diepenbrock), Castro, Bußmann

SVH: Fenker – Schulte, Höring, Just, Airton, Breloh, Scholtysik (63. Lünemann), Sobbe, Närdemann (71. Sabe), Krampe (77. Schwick), Trapp (77. Hoenhorst)

Statements der beiden Trainer und ein Kurz-Interview mit dem Corona-Beauftragten des SVD, Heinz-Dieter Heinrich, gibt es am Montag im Westfälischen Anzeiger (WA-Ausgabe Drensteinfurt 12. Oktober).

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