SVR blamiert sich beim 2:10 gegen Freckenhorst

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Kapitän Mustafa Dogan (rechts) blamierte sich mit den Rinkerodern gegen den TuS Freckenhorst.

DRENSTEINFURT - Wie geprügelte Hunde oder - passend zum Wetter - wie begossene Pudel schlichen die Fußballer des SVR vom Kunstrasenplatz. Sie waren nassgemacht worden - und wie. Zweistellig hatten die Rinkeroder seit Ewigkeiten nicht mehr verloren. Vor allem einer blamierte die Gastgeber: Freckenhorsts Stürmer Pierre Jöcker. Er allein zerlegte die Defensive des SVR. Sieben Treffer steuerte Jöcker beim sehenswerten 10:2-Erfolg des TuS bei.

Rinkerodes Trainer Bernd Löcke klatschte seine Spieler nach der Klatsche zwar ab, war aber „schon etwas sprachlos“ ob der desolaten Leistung seiner Elf. „Wenn man sich so präsentiert, darf man sich nicht wundern. Wir hatten zwei Meter Sicherheitsabstand zum Gegner“, schimpfte Löcke und sprach von einem „gebrauchten Tag“. Viele Kleinigkeiten hätten zu der peinlichen Niederlage geführt. Dazu zählten ein starker Gegner, der überragende Jöcker und die enormen personellen Probleme der Rinkeroder.

Noch nicht einmal eine Minute war gespielt, als der Bezirksliga-Absteiger den ersten Gegentreffer kassierte. Frank Hälker, der Stammkeeper Lennart Lüke vertrat, schoss Jöcker an, der Ball landete im Tor. Auch beim 0:2 sah Hälker nicht gut aus. Nach einer Ecke war Dennis Walendi per Kopf zur Stelle (9.). Dann begann die Jöcker-Show. Der schnelle Stürmer der Freckenhorster nutzte fast jede seiner Chancen. Nachdem er verzogen hatte (16.), erhöhte Jöcker nach einem schönen Zuspiel auf 0:3 (20.). „Charakter jetzt“, schrie Winfried Thiemeyer über den Platz, Dominik Grünhagel versuchte es mit „Ein bisschen Emotion hier rein“. Doch auch das half nicht. Das Unheil nahm seinen Lauf. In der 34. Minute leitete Jöcker sein 0:4 selbst ein, fünf Minuten später köpfte er nach einer Flanke das 0:5 - der Hattrick war perfekt.

Kurz nach dem Seitenwechsel schoss Rinkerodes Stefan Wiewer links am Tor vorbei (52.). Besser machte es auf der anderen Seite Jöcker, dem es zu einfach gemacht wurde - 0:6 (53.). Im Anschluss begann der SVR, sich zumindest etwas zu wehren. Andre Vieira Carreiras Distanzschuss parierte der TuS-Schlussmann (66.). Dann gab es Tore am Fließband - innerhalb von elf Minuten gleich sechs: Vor dem 0:7 umkurvte Jöcker Hälker (70.). Stefan Wiewer gelang das erste Tor der Platzherren (72.). Simon Kaminski stellte mit einem Kopfballtreffer den alten Abstand wieder her (73.), ehe Jens-Uwe Niemeyer einen Pass durch die komplette Rinkeroder Hintermannschaft zum 1:9 verwertete (75.). Zwei Minuten später schaffte Jöcker sein siebtes Tor an diesem Nachmittag - sein 17. insgesamt. Raphael Stückmann stellte nach einem Zuspiel des eingewechselten Kaspars Berzinch, der neben Timo Baumewerd aus der zweiten Mannschaft aushalf, den Endstand her (80.). Der Abpfiff erlöste die SVR-Akteure.

„Wir werden das Spiel aufarbeiten“, sagte Löcke. Dafür haben er und seine Mannschaft zwei Wochen Zeit. Weiter geht es erst am 30. November mit dem Heimspiel gegen den SC Westfalia Kinderhaus II. - Matthias Kleineidam

SVR: Hälker, Thiemeyer, Ruß, Dirker, Grünhagel, Dogan, Draba, Stückmann, Doan, Vieira Carreira, Wiewer (eingewechselt: Walbaum, Berzinch, Baumewerd)

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