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SVD in Sendenhorst ohne Heinsch, van Elten und Niehues

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Von: Matthias Kleineidam

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Das Hinspiel gewann Leon van Elten (links) mit dem SV Drensteinfurt gegen die SG Sendenhorst, hier Alper Barut, 3:0. Alle Tore fielen schon vor der Pause. Van Elten fällt diesmal aus. Foto: Kleineidam
Das Hinspiel gewann Leon van Elten (links) mit dem SV Drensteinfurt gegen die SG Sendenhorst, hier Alper Barut, 3:0. Alle Tore fielen schon vor der Pause. Van Elten fällt diesmal aus. © Kleineidam

Drensteinfurt - Prestige und Punkte – darum geht es, wenn sich am Sonntag (15 Uhr) in der Fußball-Bezirksliga 7 die SG Sendenhorst und der SV Drensteinfurt auf dem Kunstrasenplatz im Sportzentrum Jahnstraße gegenüberstehen. Eins ist klar: Die Sendenhorster brauchen die Punkte dringender.

Der WA beantwortet vor dem Derby einige Fragen:

Wie ist die Ausgangslage? 

Der SVD steht als Tabellenachter im gesicherten Mittelfeld. Mit dem Abstiegskampf sollten die Stewwerter nichts mehr zu tun bekommen. Schließlich beträgt der Vorsprung auf den Drittletzten Hultrop zwölf Punkte. Die SG bildet mit drei Siegen, drei Unentschieden und bereits 14 Niederlagen das Schlusslicht der Staffel 7. Vier Zähler beträgt der Abstand zum rettenden Ufer. Allerdings haben die Sendenhorster schon 20 von 30 Partien absolviert, die direkten Konkurrenten erst 18.

Was spricht für den SVD? 

Die Drensteinfurter sind nach der Winterpause noch ungeschlagen und gehen ohne Druck ins Derby. Auch wenn die Auswärtsbilanz (neun Punkte aus neun Spielen) ausbaufähig ist – der SVD ist beim Ortsnachbarn favorisiert. Denn Sendenhorst hat nur eins von neun Heimspielen gewonnen.

Was spricht für die SG? 

Die Sendenhorster haben am vergangenen Wochenende mit dem 4:3-Erfolg beim SuS Ennigerloh ein Lebenszeichen gesendet. Es war der erste Sieg seit Mitte Oktober. Acht Partien hatte die SG auf einen Dreier warten müssen. Allerdings spielte der Tabellenletzte nach einer Roten Karte für den Gegner 80 Minuten in Überzahl.

Wo drückt der Schuh? 

Die Gastgeber erzielen im Schnitt pro Partie nur ein Tor, kassieren aber drei. Schlechtere Werte hat kein Team aufzuweisen. Der SVD holte zwar acht Punkte aus den ersten vier Spielen nach der Winterpause, konnte dabei aber spielerisch noch kein Mal über 90 Minuten überzeugen.

Was sagt SVD-Coach Oliver Logermann? 

„Am Anfang war ich nicht so zufrieden mit dem Spiel gegen den Ball. Das fand ich gegen Soest – gerade in der ersten Halbzeit – ganz gut. Aber unser Spiel nach vorne kann natürlich ein bisschen besser werden – auch wenn wir zuletzt mindestens eins, meistens zwei Tore geschossen haben. Ich hoffe, dass wir uns gegen Sendenhorst mehr Chancen erspielen. Die sind hinten nicht ganz so sattelfest. Wir wollen sie immer wieder unter Druck setzen und vor Probleme stellen.“

Was sagt SG-Spielertrainer Florian Kraus? 

„Wir müssen nachlegen. Wir erwarten schon, dass es keine Eintagsfliege war in Ennigerloh. Wir müssen dahin kommen, dass wir regelmäßig punkten. Ich erwarte natürlich vom Spiel, dass es – wie das immer so ist bei Nachbarschaftsduellen – auch ein bisschen emotional hergeht, dass es ein enges, intensives Spiel wird. Darauf müssen wir eingestellt sein. Aber da haben wir letzte Woche in Ennigerloh schon eine Kostprobe bekommen. Wir sollten darauf achten, die Anzahl der Gegentore zu reduzieren.“

Wer fehlt beim SVD, wer kehrt in den Kader zurück? 

Personell hat der SVD „einige Probleme“, sagt Logermann. Die Stammspieler Dominik Heinsch, Leon van Elten und Yannick Niehues sind alle im Urlaub. Alexander Pankok und Sven Grönewäller sind verletzt. André Vieira Carreiras Einsatz ist sehr fraglich. „Ich glaube, dass er ausfällt“, sagt der Coach. Der junge Sinthusen Chelvanathan hatte Mottowoche in der Schule. „Er hat gar nicht trainiert. Eventuell muss er von Anfang an spielen.“ Maximilian Schulze-Geisthövel ist nach seiner Gelb-Roten Karte wieder spielberechtigt. „Er trainiert ja nicht unter der Woche. Eine Alternative für die Startelf ist er eigentlich auch nicht“, sagt Logermann. Lukas Fengler kehrt wahrscheinlich zurück in den Kader. „Vielleicht brauchen wir Verstärkung aus der zweiten Mannschaft.“

Wie sieht‘s bei den Sendenhorstern aus? 

Steffen Uphus ist angeschlagen. „Sein Einsatz ist fraglich. Da müssen wir gucken“, sagt Coach Kraus. „Ansonsten sieht es relativ gut aus.“

Wie lief das Hinspiel? 

Der SVD bot erst begeisternden, dann ermüdenden Fußball. Weil den Gästen aus Sendenhorst die Qualität fehlte, reichte eine starke erste Halbzeit vor 160 Zuschauern zum Sieg. „Sie haben uns in der ersten Halbzeit überrannt“, sagt Kraus. Die Tore beim 3:0 erzielten Ercan Taymaz (2) und Leon van Elten.

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