SVD nach Sieg gegen WSU Zweiter

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Julian Heinsch und Ersatzkapitän Jan Wiebusch (von links) gratulieren Sven Wiebusch (Mitte) zu seinem Treffer.

DRENSTEINFURT - Bezirksliga 7: SV Drensteinfurt - Warendorfer SU: 2:0. Es lief die zweite Minute der Nachspielzeit. Heinz Töns, Vorsitzender der CDU-Fraktion Drensteinfurt und oft Zuschauer beim SVD, schrie von außen rein: „Schieß das Dingen doch einfach rein.“ Gesagt, getan: Sven Wiebusch zog aus gut 25 Metern ab - ein Schuss wie ein Strahl. Der Ball prallte gegen den Innenpfosten und von dort zum 2:0-Endstand ins Tor der WSU.

Bei windigem Wetter wankten die Stewwerter am Sonntag heftig, fielen aber nicht, sondern kletterten durch den achten Sieg im elften Heimspiel auf Platz zwei. Westfalia Rhynern II blieb nur eine Woche an der Spitze. Die Hammer patzten beim TuS Wiescherhöfen (1:1) und beendeten das Derby nach zwei Platzverweisen zu neunt. Neuer Tabellenführer ist Bad Westernkotten, das gegen den Vorletzten SpVg Bönen durch zwei Tore in der Nachspielzeit am Ende deutlich 3:0 gewann. Alle drei Teams - der Bad Westernkotten, der SVD und Rhynern II - haben nach dem 21. von 30 Spieltagen 43 Punkte.

Vor rund 100 Zuschauern hatten die Drensteinfurter in der 7. Minute die erste gute Chance. Davor Brajkovic steckte auf Markus Fröchte durch, dessen Schuss aber zu unplatziert und daher kein Problem für Warendorfs Keeper Thomas Wilmer war. Pech hatte Oliver Logermann. Der Angreifer traf aus 25 Metern die Latte (26.). Das 1:0 in der 32. Minute war verdient. Isse Sander setzte sich stark über links durch und legte zurück auf Bünyamin Tas. Der ließ sich die Chance nicht entgehen und brachte die Gastgeber mithilfe des Pfostens in Führung. Von der WSU kam vor der Pause nicht viel. Daniel Tünte schoss in die zweite Etage (36.).

„Die erste Halbzeit war okay“, sagte Ivo Kolobaric. „Wir haben viel über die Seite gespielt.“ Richtig schlecht war das, was seine Elf im zweiten Durchgang zeigte. „Wir konnten die Bälle vorne nicht halten, waren wie gelähmt. Und das Mittelfeld war gestoppt.“ Michel Eising baute stark ab und verlor immer wieder unnötig Bälle. Auch der kurzfristige, krankheitsbedingte Ausfall von Yannick Niehues machte sich bemerkbar. Immerhin hätten seine Jungs nicht viel zugelassen, so Kolobaric. In der 55. Minute war Keeper Patrick Thomas zur Stelle, fünf Minuten später traf Warendorfs Laurence Wacker den Ball nicht richtig. Danach räumte meist Routinier Yannick Gieseler alles ab, wenn es im und am Strafraum gefährlich wurde. So blieb es spannend, bis der eingewechselte Wiebusch den Hammer auspackte. „Gegen Warendorf ist es immer eng bis zum Ende“, sagte Kolobaric, dessen Truppe nun seit fünf Spielen ungeschlagen ist. - Matthias Kleineidam

SVD: Thomas, J. Heinsch, Fröchte, J. Wiebusch, Logermann, Grönewäller, Eising, Sander, Tas, Brajkovic, Gieseler (eingewechselt: van Elten, S. Wiebusch, Hülsmann)

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