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SVD überrascht und entthront Wiedenbrück

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Von: Matthias Kleineidam

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Sven Wiebusch (rechts) sah Gelb-Rot. Foto: Kleineidam
Drensteinfurts Sven Wiebusch (rechts) sah Gelb-Rot. © Kleineidam

Drensteinfurt - Fußball-Bezirksligist SV Drensteinfurt gewinnt überraschend mit 2:1 beim bisherigen Spitzenreiter SC Wiedenbrück II. Für die Stewwerter waren Ercan Taymaz und nach einer Gelb-Roten Karte für Sven Wiebusch André Vieira Carreira erfolgreich.

Bezirksliga 7: SC Wiedenbrück II – SV Drensteinfurt: 1:2.  Der SVD war in der Liga seit sechs Partien sieglos, die Reserve des Regionalligisten hatte sechs Siege in Serie gefeiert. Daher waren die Gastgeber zum Start in die Rückserie klar favorisiert. Doch der Fußball-Bezirksligist aus Drensteinfurt überraschte und entthronte die Wiedenbrücker, die nun punktgleich mit dem neuen Spitzenreiter Bockum-Hövel und dem FSC Rheda sind. Die Stewwerter sind zwar weiterhin nur Zehnter, liegen aber nur noch vier Zähler hinter dem Tabellenfünften SVW Soest.

Das Spiel in Wiedenbrück war auf Naturrasen angesetzt, doch darauf wollte der Schiedsrichter nicht anpfeifen. Der SVD gab sein Okay, die Partie auf dem alten Kunstrasenplatz auszutragen. „Keiner war begeistert, aber wir haben uns gesagt: Wir müssen das annehmen“, berichtete Trainer Oliver Logermann. Seine Mannschaft war gleich drin im Spiel und hätte in den ersten zehn Minuten „sehr gut“ agiert. Ercan Taymaz verwandelte einen Freistoß ins linke obere Eck zum frühen 0:1 (7.) – „unhaltbar“, so Logermann. Doch bis zum Ausgleich dauerte es nicht lange (16.). „Nach einer Flanke hat er ihn schulbuchmäßig reingemacht“, schilderte Drensteinfurts Coach die Szene. Der SCW hatte Akteure aus dem Regionalliga-Kader dabei. „Spielerisch sind die ganz stark“, sagte Logermann.

Siegtreffer in Unterzahl

Auch nach der Pause zeigten die Gäste eine gute Körpersprache. Allerdings sah Sven Wiebusch nach einem Foul die Gelb-Rote Karte (50.). „Er hat der Mannschaft eigentlich einen Bärendienst erwiesen“, so Logermann. „Doch mit zehn Leuten haben wir uns noch mehr gepusht. Gefühlt haben wir noch weniger zugelassen.“ Taymaz und der eingewechselte Max Schulze-Geisthövel hätten ein „überragendes Spiel“ gemacht. Während Schulze-Geisthövel knapp vorbei und Taymaz drüber schoss, traf Wiedenbrück ein Mal den Pfosten und ein Mal die Latte. In Unterzahl schlug der SVD dann in der 88. Minute zu. Nach einem Gegenstoß legte Schulze-Geisthövel quer, Andre Veira Carreira versenkte den Ball mit Vollspann (88.) – sein drittes Saisontor. Nach dem 4:2-Erfolg im Hin- gewann Stewwert also auch das Rückspiel gegen den Aufstiegskandidaten.

Im Heimspiel gegen Aufsteiger SuS Cappel sind am Sonntag (15 Uhr) drei Punkte Pflicht für den SVD. Das erste Duell verlor Drensteinfurt allerdings mit 2:4.

SVD: Kemper, Heinsch, Niemeyer, Ziegner, van Elten, Fröchte, Vieira Carreira, Niehues, S. Wiebusch, T. Weichenhain (46. Schulze-Geisthövel/90. Fengler), Taymaz (90. Grönewäller)

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