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Darum sind die Fußballer des SVD die Bayern der Bezirksliga

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Von: Matthias Kleineidam

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Maximilian Schulze-Geisthövel ist dabei. Foto: Kleineidam
Maximilian Schulze-Geisthövel ist dabei. © Kleineidam

Drensteinfurt - Aus einem Traumstart ist eine Ergebniskrise geworden. Die wollen die Bezirksliga-Fußballer des SV Drensteinfurt im letzten Heimspiel an einem Sonntag bis Anfang Dezember beenden. Die zweite Mannschaft trifft auf Werne III, die dritte spielt in Südkirchen.

Bezirksliga 7: SV Drensteinfurt – SC Sönnern (Sonntag, 15 Uhr). 18 Punkte aus den ersten sechs Spielen, nur zwei aus den jüngsten drei Partien – der Tabellenführer schwächelt, der Vorsprung auf die Konkurrenten schmilzt. Und die haben im Gegensatz zum SVD erst sieben oder acht Begegnungen hinter sich. Auch nach dem 9. Spieltag werden die Stewwerter wahrscheinlich an der Spitze stehen, weil nur der Tabellenzweite TuS SG Oestinghausen am Sonntag die Chance hat vorbeizuziehen. Doch der trifft daheim auf die starke IG Bönen, die – bei zwei weniger absolvierten Partien – nur noch vier Punkte hinter dem SVD liegt.

„Du kannst ein paar Parallelen zu den Bayern ziehen im Moment. Die haben jetzt auch drei Spiele nacheinander nicht gewonnen, nachdem sie sechs Mal gewonnen hatten“, sagt Drensteinfurts Trainer Oliver Logermann. Seinen Humor hat er jedenfalls nicht verloren. „Kovac unter Druck, ich so langsam unter Druck“, sagt Logermann und lacht. „Nein, Spaß beiseite. Wenn man auf die Tabelle guckt, sieht das insgesamt noch sehr ordentlich aus. Damit sind wir sehr zufrieden. Mit den Ergebnissen der letzten drei Spiele aber natürlich nicht mehr.“

Tore schießen nicht vergessen

Gegen Sönnern will der Spitzenreiter an die gegen Oestinghausen (1:1) gezeigte Leistung anknüpfen. „Wir müssen halt die Tore schießen. Dann passt das Ganze auch wieder“, sagt Logermann, der wie sein Team am Mittwochabend „ziemlich enttäuscht“ war. Der SVD-Coach ist aber überzeugt: „Die Jungs sind gewillt. Ich bin mir sicher, dass wir am Sonntag eine gute Leistung bringen und die drei Punkte zu Hause behalten werden.“

Vor dem Aufsteiger aus Werl, der nach drei Siegen, zwei Remis und zwei Unentschieden Tabellensiebter ist, hat Logermann Respekt. Zuletzt holte der Meister der Kreisliga A Soest im Heimspiel gegen Freckenhorst (3:3) einen 0:3-Rückstand auf und ist dadurch zu Hause weiter ungeschlagen. Auswärts verlor Sönnern zwei von drei Spielen (0:1 in Bönen und 2:3 in Rheda). In Geseke gab es einen 4:2-Erfolg.

Schulze-Geisthövel für Brüggemann?

„Der Kader ist relativ gut gefüllt“, sagt Logermann. Maximilian Schulze-Geisthövel, der krank war, wird wohl die Position des angeschlagenen Marvin Brüggemann (Knieverletzung) in der Spitze einnehmen. „Die Tendenz geht dazu, dass Max von Anfang an spielt und wir Brügge im Zweifel, wenn wir ihn brauchen, von der Bank bringen. Er will unbedingt dabei sein und hatte keine großen Schmerzen nach dem letzten Spiel“, sagt Logermann. „Max fehlte uns zuletzt vorne, um Bälle zu halten.“ Weil Schulze-Geisthövel laut Logermann in den vergangenen Wochen „eigentlich gar nicht“ trainiert hat, soll er von den Defensivaufgaben entbunden werden und sich voll auf seine Aufgabe als Angreifer konzentrieren.

Leon van Elten (gesperrt) und Patrick Günner (verletzt) fehlen weiter, auch Christopher Kemper ist nicht dabei. Anders als André Vieira Carreira, der in den Kader zurückkehrt. „Wenn wir oben dabei bleiben wollen, müssen wir die nächsten beiden Heimspiele gewinnen“, sagt Logermann und blickt bereits auf das Duell mit Sünninghausen fünf Tage später (12. Oktober).

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Kreisliga B3 Münster: SVD II – Werner SC III (Sonntag, 12.30 Uhr). Mit großer Zuversicht waren Trainer Volker Rüsing und seine Jungs in die Saison gestartet. Doch zwischen den Ansprüchen und der Realität klafft zurzeit eine große Lücke. Die bittere Zwischenbilanz der zweiten Mannschaft: Nur sieben von 24 maximal möglichen Punkten stehen auf dem Konto. Die Stewwerter spielen nicht oben mit, sondern reihen sich an zwölfter Stelle ins Klassement ein. „Wir müssen bei null anfangen und von Spiel zu Spiel denken“, fordert Rüsing vor dem Duell mit der dritten Garnitur aus Werne. Mit einem Sieg soll sich seine Truppe neue Motivation holen. Die Gäste sind mit vier Punkten Vorsprung Tabellenachter und verloren zuletzt 2:4 gegen Herbern III und 1:6 beim VfL Senden II. Aufpassen muss die SVD-Zweite besonders auf Michael Aschoff. Der Torjäger des WSC kommt bereits auf zehn Treffer.

Schwung mitnehmen

Kreisliga C4: SV Südkirchen II – SVD III (Sonntag, 13 Uhr). Der erste Sieg war eingetütet, die Stimmung ausgelassen. In vollen Zügen genossen die Spieler der dritten Mannschaft am Tag der Deutschen Einheit den 2:1-Erfolg über Capelle II. Den Schwung wollen Maximilian Fronda und Co. mit nach Südkirchen nehmen. Die Gastgeber sind Tabellenachter und weisen eine ausgeglichene Bilanz auf: zwei Siege, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen. Allerdings holte die Reserve des SVS aus den jüngsten vier Partien nur zwei Punkte. Gegen Albersloh II kam das Team zuletzt nicht über ein 1:1 hinaus.

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