SVD fehlen zum Auftakt mindestens neun Spieler

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Daniel Möllers (rechts), der 2014 König der Junggesellen war, und weitere Spieler werden dem Fußball-Bezirksligisten SV Drensteinfurt wegen des Schützenfestes im ersten Heimspiel gegen Lohauserholz fehlen.

Drensteinfurt - Ein Spiel am Schützenfest-Wochenende – für viele Fußballer ist das der Worst Case. Beim SV Drensteinfurt tritt dieser Fall am Sonntag ein. Während die einen im Festzelt der Junggesellen feiern, kämpfen die anderen auf dem Sportplatz um Bezirksliga-Punkte.

Bezirksliga 7: SV Drensteinfurt – TuS Germania Lohauserholz (Sonntag, 15 Uhr). Die Liste mit den Ausfällen ist fast so lang wie die mit den Namen derjenigen, auf die Trainer Oliver Logermann zum Auftakt zurückgreifen kann. Mindestens neun Mann fehlen. Jan Wiebusch laboriert an einer Sprunggelenksverletzung. „Das kann länger dauern“, sagt Logermann. Ercan Taymaz, in der vergangenen Saison mit 18 Treffern zweitbester Torschütze des SVD, weilt noch im Urlaub. Gleich acht Spieler bringen sich als Vorstandsmitglieder, Avantgardisten oder Schützen beim Fest der Stewwerter Junggesellen ein: Neben dem verletzten Jan Wiebusch sind das sein Bruder Sven, Daniel Möllers, Dominik Heinsch, Eric Schouwstra, Nico Weichenhain, Alexander Pankok und Sven Grönewäller.

„Wir haben immer eine gute Mannschaft“

Zu allem Überfluss stehen hinter dem Einsatz dreier Spieler Fragezeichen. Neuzugang Sinthusen Chelvanathan hat seine Fußverletzung noch nicht auskuriert. Jens-Uwe Niemeyer (Verdacht auf Außenbanddehnung im Knie) hatte am Freitag einen MRT-Termin. Eventuell könne er sogar spielen, so Logermann. Auch Markus Fröchte ist angeschlagen. Im schlimmsten Fall muss der SVD also auf eine ganze Elf verzichten.

Die jungen Robin Wichmann und Dennis Popil gehen zwar auch feiern, haben sich aber bereit erklärt, zu spielen. Um antreten zu können, helfen neben Logermann Lars Hülsmann aus der zweiten Mannschaft sowie Bernd Drepper und Bastian Schrutek von den Alten Herren aus – teils womöglich von Anfang an. „Die Aufstellung entscheidet sich spontan“, sagt Logermann. Im Tor werde aller Voraussicht nach Daniel Rama Rubio stehen und damit den Vorzug vor Christopher Kemper erhalten.

„Es ist natürlich nicht optimal, dass so viele Spieler fehlen“, sagt der Coach, der seinen feierwütigen Jungs freigestellt hat, ob sie spielen wollen oder nicht. „Aber das soll keine Ausrede sein. Es nützt ja nichts.“ Logermann ist der Meinung: „Wir haben immer eine gute Mannschaft – egal wer auf dem Platz steht.“

Trotz der schlechten Vorzeichen freut sich der 32-Jährige auf sein erstes Ligaspiel als Trainer. „Es kann losgehen“, sagt er und peilt drei Punkte an. Denn „wir wollen wieder oben mitspielen“. Optimistisch stimmt ihn die Leistung in der 1. Runde des Kreispokals beim TSV Handorf (3:1). „Die Generalprobe war gut, die ersten 60 Minuten waren sehr gut.“

„Wir werden alle heiß sein“ 

Die Gäste aus Lohauserholz, die nicht verlegen wollten, wurden in der vergangenen Saison Tabellenachter – und landeten damit fünf Plätze hinter dem SVD. Neuer Trainer ist Jörg Fiebig. Seit vier Partien sind die Drensteinfurter gegen Lohauserholz ungeschlagen. Die beiden letzten Duelle gewannen sie 4:2 und 5:2.

„Wir werden alle heiß sein“, verspricht Logermann den Zuschauern. Er und sein dezimiertes Team würden sich freuen, wenn viele nach dem Frühschoppen „rüberkommen und uns anfeuern“. Sollten dann auch noch drei Punkte für den SVD herausspringen, könnten die Stewwerter Kicker beim zweiten Festball der Junggesellen noch unbeschwerter feiern.

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