SVD gewinnt nervenaufreibendes Spiel 4:3

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Der Mann mit der Maske: Jens-Uwe Niemeyer (links), der sich in einem Testspiel die Nase gebrochen hatte, siegte mit dem SV Drensteinfurt beim TuS Wiescherhöfen 4:3.

Drensteinfurt - Bezirksliga 7: TuS Wiescherhöfen – SV Drensteinfurt: 3:4. Die Fußballer des SVD haben eine turbulente Partie gewonnen und drei wichtige Punkte gesammelt.

Manche bekommen durch Sorgen, Stress oder im Zuge schlimmer Ereignisse umgangssprachlich graue Haare. Wer eine Glatze hat, dem kann das nicht passieren. Und deshalb änderte Ivo Kolobaric die Redewendung nach dem nervenaufreibenden Auswärtsspiel in Hamm kurzerhand ab. „Ich habe Haare gekriegt“, sagte der Trainer der SVD-Fußballer und war spürbar erleichtert.

„Es wäre megaärgerlich gewesen, wenn wir nicht gewonnen hätten. Dann wäre ich nicht ans Telefon gegangen – bis morgen früh“, sagte Kolobaric im Gespräch mit dieser Zeitung. Die Drensteinfurter führten erst, lagen dann zurück und drehten die Partie, ehe sie wieder den Ausgleich kassierten und am Ende doch als Sieger vom Platz in Wiescherhöfen gingen. Winter-Neuzugang Jure Glavina hatte mit zwei Toren und einem Assist großen Anteil daran, dass der SVD seine Serie von fünf sieglosen Spielen und die Torflaute in der Liga beendete, den gastgebenden TuS mit in den Abstiegskampf zog und weiter auf dem zwölften Tabellenplatz steht. Kolobaric verspricht sich noch einiges von seinem Landsmann, der von Toronto Croatia aus Kanada zum SVD gewechselt ist: „Er ist ein gelernter Stürmer, aber noch nicht fit.“

Gerade einmal fünf Minuten waren gespielt, als Oliver Logermann für Glavina auflegte und der unhaltbar zum 0:1 traf. Weitere gute Chancen ließ der Kroate liegen. Kolobaric notierte „fünf, sechs Hundertprozentige“ für seine Elf, ehe Wiescherhöfen nach dem Seitenwechsel „aus dem Nichts“ zurückschlug. Dem Ausgleich von Dennis Steinke (52.) folgte nur zwei Minuten später das 2:1 durch André Budde. Davor Brajkovic holte zum Gegenschlag aus (55.), Glavina sorgte in einer turbulenten Phase nach einem Zuspiel von Logermann mit einem Schuss aus gut 18 Metern für die erneute Führung der Stewwerter (57.). „Gott sei Dank haben wir die Kraft gefunden“, sagte Kolobaric.

Es blieb spannend. TuS-Spielertrainer Steven Degelmann erzielte mit einem abgefälschten Schuss das 3:3 (63.). Der siebte und letzte Treffer fiel in der 74. Minute. Glavinas Schuss ließ Wiescherhöfens Keeper Behrend abprallen, und Logermann war zur Stelle – sein fünftes Saisontor. „Wir haben bis zum Ende gezittert“, sagte Coach Kolobaric. Das lag auch an Brajkovic und Logermann, die die Entscheidung verpassten.

Für den SVD war es erst der vierte Sieg im 16. Saisonspiel, für die Hammer die dritte Niederlage im dritten Spiel nach der Winterpause. Sie liegen nur noch drei Punkte vor Drensteinfurt.

SVD: Kemper, Fröchte, van Elten, Logermann, S. Wiebusch, Niemeyer, Heinsch, Eising, Günner, Glavina, Brajkovic (eingewechselt: J. Wiebusch, Seib, Wichmann)

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