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[Update] Beim SVD „brennt“ es vor Hultrop-Spiel – das ist ein Gewinner der Vorbereitung

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Von: Matthias Kleineidam

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Sehr zufrieden: Thorsten Heinze, Trainer des Fußball-Bezirksligisten SV Drensteinfurt. Foto: Kleineidam
Sehr zufrieden: Thorsten Heinze, Trainer des Fußball-Bezirksligisten SV Drensteinfurt. © Kleineidam

Seit Ende Dezember ist Thorsten Heinze Trainer des SV Drensteinfurt, seit vier Wochen bereitet sich der Fußball-Bezirksligist auf eine lange Rückserie mit 16 Partien von Mitte Februar bis Anfang Juni vor. Am Sonntag steht aber erst einmal das immens wichtige letzte Hinrundenspiel an. Wie ist der Status quo? 

Drensteinfurt – „Ich bin sehr zufrieden mit der Vorbereitung. Man konnte auf jeden Fall eine Entwicklung sehen – von Spiel zu Spiel, von Training zu Training“, sagt der Coach, der am Freitag (4. Februar) sein 40. Lebensjahr vollendet. Mit 40 Punkten würde der SVD höchstwahrscheinlich die Klasse halten, allerdings hat die erste Mannschaft erst zwölf.

Der Hammer ist optimistisch, dass die Aufholjagd gelingt. „Die Jungs haben von Anfang an die ganze Zeit Bock gehabt, haben alle gut mitgezogen und die Sachen, die wir gemacht haben, aufgesaugt. Das sah schon ganz gut aus“, sagt Heinze. „Jetzt fiebern wir dem Spiel entgegen. Die Jungs sind heiß, sie brennen und wollen das Ruder herumreißen.“

Die Jungs sind heiß und wollen das Ruder herumreißen.

Thorsten Heinze

In den Tests haben sich die Drensteinfurter größtenteils gut verkauft. Mit Ausnahme der 1:4-Niederlage bei BW Aasee können sich die Resultate sehen lassen: Dem 2:3 gegen Landesligist BSV Roxel zum Auftakt folgten im dritten und vierten Spiel ein 0:0 gegen den Bezirksliga-Tabellenführer Albachten und ein 1:0-Sieg gegen den A-Kreisligisten SVF Herringen. „Den einen Ausreißer hatten wir, aber da haben wir auch ein bisschen was ausprobiert“, resümiert Heinze. Aber alles in allem könne er mit den Ergebnissen leben.

Vier Nachwuchsspieler

Zuversichtlich stimmt die Verantwortlichen auch, dass sich der Kader qualitativ und quantitativ verändert hat. Dem neuen Coach stehen – zumindest aktuell – viel mehr Spieler zur Verfügung als dem Trainerduo Stratmann/Rüsing vor der Winterpause. Auffällig: In Marc Heitplatz, Nils Kröger, Fabio Bories und Sam Scharmann waren gleich vier A-Jugendliche dabei. Auch am Wochenende? „Wir müssen mal schauen. Die Jungs haben es auf jeden Fall gut gemacht. Es sind keine Spieler, die einfach nur den Kader auffüllen, sondern potenzielle Stammspieler“, sagt Heinze. Kröger gehörte in allen vier Vorbereitungsspielen zur Startelf und sei eine Überraschung der Vorbereitung. „Er hat immer gespielt, macht seinen Job gut dafür, dass er 18 Jahre alt ist“, sagt Heinze und lobt das Talent für seine „total ruhige“ Spielweise. Bories war dagegen „ein bisschen angeschlagen“ in den vergangenen Wochen.

Die U19 trägt aber selbst am Wochenende das erste Pflichtspiel nach der Winterpause aus. Am Sonntagvormittag tritt der Leistungsligist in Sassenberg an. „Das ist nicht so gut zu kombinieren“, weiß Heinze. „Ich würde sie gerne dabeihaben, wir wollen sie aber nicht ad hoc rausreißen aus der A-Jugend. Mal schauen, was die Woche so bringt.“ Der erfahrene André Vieira Carreira fiel zuletzt wegen einer Oberschenkelzerrung aus. „Er fühlte sich gut. Wir werden sehen, ob es reicht für Sonntag oder er sich weiter Ruhe antut“, berichtet der Trainer.

Personelle Probleme beim Gegner

Gegner SW Hultrop, der als Tabellenzwölfter drei Plätze respektive sieben Punkt vor dem SVD steht, hat dreimal getestet – und zweimal überzeugt. Zunächst setzte sich das Team von Alexander Pahl deutlich mit 6:2 beim Tabellenvierten der Kreisliga A Soest, Bad Sassendorf, durch, dann 6:0 beim akut abstiegsbedrohten Bezirksligisten TuS Voßwinkel (Staffel 4). Am Sonntag gab es aber nur ein 1:1 bei der SpVg Möhnesee, dem Tabellenelften der Kreisliga A Soest. „Wir sind krankheits- beziehungsweise verletzungsbedingt mit zwei Altherren-Spielern nach Möhnesee gefahren, absagen wollten wir das Spiel nicht“, sagte Pahl, der selbst auf der Bank saß und sich einwechselte.

Thorsten Heinze will den personellen Problemen keine große Bedeutung beimessen. „Lassen wir uns mal überraschen. Aktuell kannst du ja wirklich nur planen, wenn es so weit ist“, sagt der Drensteinfurter Coach angesichts der vielen Corona-Fälle. „Ist einer in Quarantäne, hat er Kontakt gehabt? Das ist ein Stück weit ein Glücksspiel zurzeit.“ Der SVD ist bislang von Infizierten größtenteils verschont geblieben. „Nur ganz am Anfang der Vorbereitung hatten wir einen“, sagt Heinze.

Verbundenheit

Die beiden Heimspiele zum Start ins Pflichtspieljahr – am 13. Februar kommt der TuS Germania Lohauserholz – sind richtungsweisend. Die ersten beiden Gegner sind wie der SVD auswärtsschwach, haben nur eins von sieben Spielen gewonnen. Dass relativ viele Zuschauer bei den Testspielen im Erlfeld waren, lässt Thorsten Heinze hoffen, dass es auch am Sonntag (6. Februar, 15 Uhr) voll wird. „Das ist natürlich super. Da sieht man die Verbundenheit unter den Stewwertern. Das ist wichtig und glaube ich das, was uns hoffentlich durch die Rückrunde trägt und was wir leben müssen“, sagt Heinze. Wichtig sei, dass auch alle Spieler auf dem Platz diese Zusammengehörigkeit verinnerlichen.

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