Fußball

„Megageiles Spiel“: Brüggemann schießt SVD zum Sieg

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Zweites Ligaspiel für den SVD, zweites Elfmetertor: Marvin Brüggemann.

Drensteinfurt - Bezirksliga 7: SC Wiedenbrück II – SV Drensteinfurt: 0:1. Erstmals seit vier Jahren sind die Fußballer des SVD mit zwei Siegen in die Meisterschaft gestartet. Sechs Tage nach dem souveränen 4:0 gegen Mastholte reichte ihnen in Rheda-Wiedenbrück ein Elfmetertor von Marvin Brüggemann.

Oliver Logermann war nach dem Abpfiff einfach nur glücklich. „Überragend. Ich bin sehr, sehr stolz auf die Jungs. Wir haben ein megageiles Spiel gemacht und hochverdient gewonnen“, sagte der (Spieler-)Trainer. „Wir haben komplett als Mannschaft verteidigt – wie aus dem Bilderbuch. Dafür, dass zehn Spieler nicht da waren, war das schon stark.“

Weil Leon van Elten, Maximilian Schulze-Geisthövel, Jens-Uwe Niemeyer, Falk Bußmann, Paul Bisping, Tobias Brune, Alexander Pankok, Sven Wiebusch, Jan Malte Gollan und Sinthusen Chelvanathan fehlten, stellte sich Logermann sogar selbst auf. „Ich konnte auch noch einigermaßen mithalten und hatte ein paar Aktionen nach vorne.“ Für die komplette Spielzeit reichte es aber nicht. Der Coach musste wegen einer Zerrung („Vielleicht ist es auch ein Muskelfaserriss“) nach 75 Minuten vom Feld. Logermann nahm die Verletzung gelassen hin: „Egal, ich muss diese Saison hoffentlich nicht mehr ran. Jetzt müssen es die Jungs alleine richten.“

Vier Neue in der Startelf 

In der Anfangsformation gab es vier Veränderungen gegenüber der Vorwoche. Für van Elten, Bußmann, Niemeyer und Schulze-Geisthövel liefen Dominik Heinsch, eine Leihgabe aus der zweiten Mannschaft, Yannick Westhoff, Dennis Popil und Logermann auf. Die erste Halbzeit war relativ ereignisarm. Die beste Möglichkeit des SVD, für Logermann eine „hundertprozentige“, hatte Brüggemann. Er lief bei einem Konter allein auf den Torwart der Wiedenbrücker zu, schoss diesen aber an. Die Gastgeber hätten keine nennenswerte Chance gehabt, berichtete Stewwerts Trainer. Von der fußballerisch guten Mannschaft, die der SCW habe, sei nichts zu sehen gewesen.

Auch nach dem Seitenwechsel hatten die Drensteinfurter die besseren Gelegenheiten. In der 70. Minute kam André Vieira Carreira nach einer Flanke per Kopf zu einer Riesenchance. „Das muss eigentlich ein Tor sein“, sagte Logermann. Auch Daniel Ziegner hätte treffen müssen. Nach einem Eckball und einem Kopfball von Logermann landete der Ball direkt vor den Füßen des neuen Kapitäns, doch der traf aus gut fünf Metern nur die Latte. Immerhin war auf Torjäger Brüggemann Verlass. Er holte den Strafstoß selbst raus und verwandelte auch seinen zweiten Elfmeter binnen einer Woche (74.). „Er macht die Dinger eiskalt“, lobte Logermann den Stürmer. Danach hatte der eingewechselte Sven Grönewäller das 0:2 auf dem Fuß, doch Wiedenbrücks Keeper hielt super.

Glück in der Nachspielzeit

Daher wurde es am Ende eng. „Die letzten zehn Minuten hatte wir ein bisschen wenig Entlastung, haben zu defensiv verteidigt“, schilderte Logermann die Schlussphase, die eine lange Nachspielzeit beinhaltete. Bei der letzten Aktion des Spiels hatte der SVD viel Glück. Ein Freistoß der Ostwestfalen ging an den Pfosten (90.+5). „Der Sieg war so verdient. Ich war mir sicher, dass der nicht reingeht“, meinte Oli Logermann und gab nach dem dritten Erfolg im dritten Duell mit Wiedenbrück II den Startschuss für den anschließenden Mannschaftsabend: „Jetzt gibt es keinen Halt mehr.“

Die Ergebnisse der Testspiele hatte der Trainer längst aus seinem Gedächtnis gestrichen. „Die Vorbereitung war nicht ganz so gut. Das ist jetzt wieder Meisterschaftsmodus“, sagte Logermann. „Wir haben schon Potenzial diese Saison in der Mannschaft. Die Neuen haben sich mittlerweile gut gemacht.“

Donnerstag Pokalspiel in Nordkirchen

Weiter geht es für den SVD gegen „zwei richtig gute Gegner“, so Logermann. Am Donnerstag (19.45 Uhr) treten die Stewwerter im Kreispokal bei Bezirksligist FC Nordkirchen an. In der Liga ist am kommenden Sonntag (26. August, 15 Uhr) die zweite Mannschaft des SV Westfalia Rhynern zu Gast im Erlfeld. „Wir wollen unseren geilen Lauf fortsetzen“, betont Logermann.

SVD: Kofoth, Günner, Ziegner, Fröchte, Heinsch, Westhoff (90. Schouwstra), Niehues, Vieira Carreira, De. Popil, Logermann (75. Grönewäller), Brüggemann (86. Wichmann)

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