1. wa.de
  2. Sport
  3. Drensteinfurt

Es sieht nicht gut aus: Erschreckend harm- und ideenloser SVD

Erstellt:

Von: Matthias Kleineidam

Kommentare

Verlor mit dem SV Drensteinfurt: Maximilian Groß (links), hier gegen Heessens Martin Mnich. Foto: Kleineidam
Verlor mit dem SV Drensteinfurt: Maximilian Groß (links), hier gegen Heessens Martin Mnich. © Kleineidam

Der SV Drensteinfurt wird nach der achten Niederlage im 14. Saisonspiel in der Fußball-Bezirksliga 7 auf einem Abstiegsplatz überwintern – so viel steht vor dem letzten Auftritt des Jahres beim direkten Rivalen SV Neubeckum fest. Von Trainer Volker Rüsing kamen Durchhalteparolen.

Drensteinfurt – Schlussmann Steffen Scharbaum warf die Eckfahne auf den angefrorenen Kunstrasenplatz, Dennis Popil klatschte gefrustet einen Gegenspieler aus Heessen ab. Doch die Geste der Aufmunterung konnte die Laune des 24-Jährigen nach der 0:2-Heimniederlage des Fußball-Bezirksligisten SV Drensteinfurt gegen den SVE Heessen nicht heben.

Die wäre mit Sicherheit besser gewesen, hätte das Tor, das Popil in der ersten Halbzeit erzielt hatte, gezählt. Doch der Schiedsrichter entschied zu Recht auf Abseits. In dieser Szene hatte der SVD etwas Pech, bei der größten und letzten Chance kurz vor dem Schlusspfiff war es Unvermögen. Dario Seljmesi, der eigentlich in der dritten Mannschaft spielt und schon nach einer Viertelstunde ins kalte Wasser geschmissen wurde, weil Angreifer Sven Grönewäller nach seiner Rückkehr in die Startelf verletzt vom Platz musste, verfehlte aus wenigen Metern das leere Tor. Ansonsten fanden die Gastgeber, die im 4-2-3-1 agierten, offensiv so gut wie gar nicht statt. Falk Bußmann (verletzt) wird seit Langem schmerzlich vermisst, mit Maximilian Schulze-Geisthövel, der mal wieder aushalf und in der 58. Minute für den jungen Sam Scharmann eingewechselt wurde, kam zwar etwas Schwung in die Angriffsbemühungen der Stewwerter. Doch in Gefahr geriet der Sieg der Heessener nicht.

Meschede reißt Team mit

Die brannten drei Wochen vor Silvester zwar auch kein Feuerwerk ab, brachten aber die nötige Leidenschaft mit und verdienten sich den dritten Dreier in Serie und den vorläufigen Sprung auf Platz sechs der Tabelle. Spielertrainer Rouven Meschede riss seine Jungs auf und neben dem Platz mit. „Er nagelt ja alles weg im Mittelfeld“, war SVD-Coach Volker Rüsing beeindruckt von Meschedes Präsenz. Nachdem der sich aus- und den Torschützen zum 0:2, Lennard de Graaf, eingewechselt hatte, fieberte er bei Eiseskälte an der Seitenlinie mit.

Der SVD wird nach der achten Niederlage im 14. Saisonspiel auf einem Abstiegsplatz überwintern – so viel steht vor dem letzten Spiel am Sonntag (19. Dezember, 14.30 Uhr) beim Tabellennachbarn SV Neubeckum fest. Von Rüsing kamen nach dem erneuten Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt Durchhalteparolen. „Wir müssen zusehen, dass wir drei Punkte kriegen. Das ist nichts Neues“, sagte Drensteinfurts Trainer. Ärgerlich: Kapitän Leon van Elten sah die fünfte Gelbe Karte und wird fehlen. Es sieht nicht gut aus für den SVD.

Auch interessant

Kommentare