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Niemeyer darf nicht, Logermann muss – und trifft für SVD

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Von: Matthias Kleineidam

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Die Drensteinfurter Alexander Pankok (von links), Leon van Elten und Yannick Niehues schauen zu, wie ihr Torwart Christopher Kemper den Ball fängt. Foto: Düser / Soester Anzeiger
Die Drensteinfurter Alexander Pankok (von links), Leon van Elten und Yannick Niehues schauen zu, wie ihr Torwart Christopher Kemper den Ball fängt. © Düser / Soester Anzeiger

Drensteinfurt - Bezirksliga 7: RW Westönnen – SV Drensteinfurt: 1:1. Besondere Umstände erfordern besondere Maßnahmen – das dachte sich Oliver Logermann. Weil Jens-Uwe Niemeyer nicht spielen durfte und die Personalnot groß war, stellte sich der Trainer der SVD-Fußballer kurzerhand selbst auf.

Und wie es der Zufall wollte, schaffte der 32-Jährige im Spitzenspiel des 12. Spieltags den Ausgleich – und das in Unterzahl und auch noch in der Nachspielzeit.

Weil die Drensteinfurter durch das späte 1:1 die dritte Pleite in Serie vermieden, gingen sie einer Herbstdepression gerade noch aus dem Weg. Allerdings warten sie weiter auf den zweiten Auswärtssieg und stehen nach nur einem Erfolg aus den jüngsten fünf Partien in der Tabelle so schlecht da wie noch nie in dieser Saison. Als Tabellensiebter haben sie schon sieben Punkte Rückstand auf den Spitzenreiter FSC Rheda. Westönnen steht auf Platz vier – zwei Zähler vor dem SVD.

Kuriose Sperre für Niemeyer

Dass die Stewwerter im Ortteil Werls auf Markus Fröchte, Dennis Popil, Sven Grönewäller und Dominik Heinsch verzichten mussten, war klar. Kurzfristig reihten sich auch noch Sven Wiebusch (verletzt) und Jens-Uwe Niemeyer in die Liste der Ausfälle ein. Niemeyer sollte von Anfang an spielen, war aber „auf einmal gelbgesperrt“, erklärte Logermann. Im Heimspiel gegen Rhynern II hatte Daniel Ziegner die Gelbe Karte gesehen, der Schiedsrichter aber Niemeyer als Übeltäter eingetragen. „Wir haben den Spielbericht nicht kontrolliert“, gab Logermann zu. Weil der 24-Jährige also unerwartet nicht spielen durfte, „waren nur noch elf von uns da“. Dominik Kunz und Jonas Rüsken aus der zweiten Mannschaft halfen aus und wurden spät eingewechselt. Rüsken rettete bei einer Chance der Gastgeber auf der Linie, Kunz war am Ausgleich beteiligt.

Trotzdem lieferte der SVD laut Logermann in Westönnen ein „sehr gutes Spiel“ ab. „Für mich waren wir die bessere Mannschaft. Ich muss den Jungs ein Kompliment machen. Vor allem Alexander Pankok hat es gut gemacht.“ In der ersten Halbzeit hätten die Stewwerter hinten stabil gestanden und wenig zugelassen. „Wir hatten viele Standards und gute Abschlüsse“, berichtete der Coach. Yannick Niehues, Ercan Taymaz und André Vieira Carreira vergaben.

Ausgerechnet der Trainer gleicht aus

„Die zweite Halbzeit haben wir klar dominiert“, sagte Logermann. Dennoch gingen die Gastgeber in Führung. Torjäger Michael Heinz nutzte „Abstimmungsprobleme“ beim SVD (52.) – sein 13. Saisontor bereits. Kurz darauf sah Leon van Elten wegen eines Trikotzupfers Gelb-Rot (64.). „Es läuft alles gegen dich“, so Logermann. Doch „die Mannschaft hat Moral gezeigt“. Meist agierten die Drensteinfurter in Unterzahl mit langen Bällen. Taymaz scheiterte mit einem Freistoß an der Latte, Niehues im Eins-gegen-eins am RWW-Keeper. Auf der anderen Seite hielt SVD-Schlussmann Christopher Kemper sein Team im Spiel und verhinderte das 2:0. Kurz vor Schluss setzte der eingewechselte Nico Weichenhain Logermann in Szene, und der (Spieler-)Trainer erzielte volley aus gut zehn Metern das 1:1 (90.+2).

Beim vorletzten Spiel in Westönnen vor fast genau einem Jahr hatten die Stewwerter kurz vor dem Abpfiff noch das 2:2 kassiert. Durch die Punkteteilung – es war das vierte Remis in Westönnen in Serie – bleibt der SVD gegen die Truppe aus Werl ungeschlagen. Auch die nächste Aufgabe wird nicht einfacher. Im drittletzten Spiel der Hinserie trifft der SVD am Sonntag auf den Zweiten SG Bockum-Hövel. Der Anpfiff ertönt bereits um 14.30 Uhr.

SVD: Kemper, Logermann, Ziegner, Brune, van Elten, Chelvanathan (88. Rüsken), Vieira Carreira (87. N. Weichenhain), Pankok (85. Kunz), Niehues, Möllers, Taymaz

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