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Drensteinfurter freuen sich nach 3:0-Derbysieg zu früh

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Von: Matthias Kleineidam

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Ercan Taymaz (links), hier im Zweikampf mit seinem ehemaligen Teamkollegen Patrick Kowalik, erzielte im Heimspiel gegen die SG Sendenhorst zwei Tore für den SV Drensteinfurt. Foto: Kleineidam
Ercan Taymaz (links), hier im Zweikampf mit seinem ehemaligen Teamkollegen Patrick Kowalik, erzielte im Heimspiel gegen die SG Sendenhorst zwei Tore für den SV Drensteinfurt. © Kleineidam

Drensteinfurt - Volles Haus, volle Punktzahl: Der SVD bot im Bezirksliga-Derby erst begeisternden, dann ermüdendenden Fußball. Weil den Gästen aus Sendenhorst die Qualität fehlte, reichte eine starke erste Halbzeit zum dritten Sieg in Serie und zum vierten Erfolg im vierten Heimspiel.

Bezirksliga 7: SV Drensteinfurt – SG Sendenhorst: 3:0. Völlig zu Recht feierten die Stewwerter den Derbysieg, doch über die Tabellenführung freuten sie sich zu früh. Weil zunächst ein torloses Unentschieden zwischen der SG Bockum-Hövel und SW Hultrop im Erlfeld kommuniziert worden war, die Hammer aber spät den entscheidenden Treffer zum 1:0 erzielten, bleiben sie mit einem Punkt Vorsprung auf den SVD an der Spitze. Trainer Oliver Logermann war das allerdings ziemlich egal und war nach der klaren Angelegenheit vor etwa 160 Zuschauern rundum zufrieden.

Doppelpack von Torjäger Taymaz

Die erste große Chance der Partie, die der unter Beobachtung stehende, junge Lasse Lütke-Kappenberg leitete, hatten die Sendenhorster. Lukas Hartleif stand in der 3. Minute nach einer Ecke am zweiten Pfosten frei – und köpfte vorbei. Danach kam vom Tabellenletzten, der nur einen von 21 möglichen Punkten geholt hat, offensiv fast nichts mehr. Ganz anders der SVD: Flanke Dennis Popil, Kopfball Ercan Taymaz, 1:0 (9.). Sehenwert war der zweite Treffer des Angreifers. Sinthusen Chelvanathan passte in die Tiefe, Taymaz nahm den Ball auf und erhöhte mit einem Lupfer über SG-Keeper Robin Lackmann auf 2:0 (13.). In der 27. Minute verpasste Yannick Niehues ein Traumtor. Sein Fallrückzieher ging auf die Latte. Auf der anderen Seite schoss Maik Krause links vorbei (29.). Mit dem 3:0 war die Partie schon entschieden. Eine perfekte Flanke von Popil drückte der aufgerückte Leon van Elten per Kopf über die Linie, Lackmann war ohne Chance (36.). Kurz darauf traf van Elten den Außenpfosten (40.), ehe Lackmann einen Schuss seines Ex-Teamkollegen Tobias Brune parierte (45.).

Nach der Pause gab es keine nennenswerten Möglichkeiten. Der SVD verwaltete seinen Vorsprung, die SG blieb vorne weiter blass. Symptomatisch für die Harmlosigkeit der Gäste war ein Freistoß von Julian-Christopher Turl in der 89. Minute, der weit am Tor vorbei ging.

Am Sonntag (Anstoß 15 Uhr) fährt das Logermann-Team zum Spitzenspiel nach Freckenhorst. Der TuS ist Tabellenvierter und noch ungeschlagen. Das nächste Heimspiel bestreiten die Drensteinfurter wegen des Oktoberfestes einen Tag später schon am Freitag, 6. Oktober (19 Uhr), Gegner ist Hultrop.

SVD: Kemper, van Elten, Fröchte, Ziegner (73. Grönewäller), Brune, Niemeyer, Niehues (46. S. Wiebusch), Chelvanathan, De. Popil, Vieira Carreira (78. Pankok), Taymaz

SG: Lackmann, Brechtenkamp, Kowalik (46. Leibig), Wittenbrink, Kraus (56. Barut), Schomacher, Turl, Nordhoff, Krause, Kurtz, Hartleif

Trainerstimmen

Oliver Logermann, Trainer des SV Drensteinfurt:  „Das 3:0 ist ein Ergebnis, das man erwarten konnte. Die Leistung in der ersten Halbzeit war begeisternd. Wir hatten klare, einfache Aktionen, waren im Spielaufbau konsequent und kamen über außen zum Abschluss. Ein Tor per Fallrückzieher wäre das i-Tüpfelchen gewesen. Wenn wir so spielen, wird es schwer, uns zu schlagen. Die zweite Hälfte war ein bisschen zum Einschlafen. Aber ich bin keinem böse.“

Uli Leifken, Coach der SG Sendenhorst: Im Moment reicht es einfach nicht, um in der Bezirksliga mitzuhalten. Die Qualität fehlt uns. Wir wussten, dass wir in Drensteinfurt Probleme kriegen werden, wenn nicht alles stimmt. Sie sind vorne gleich drauf gegangen und wollten uns verunsichern. Das hat mit den beiden frühen Toren geklappt. Danach war es schwer für uns zurückzukommen. In der zweiten Halbzeit hat der SVD zwei Gänge rausgenommen.

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