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Schwere Geburt trotz langer Überzahl: SVD festigt Tabellenführung

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Von: Matthias Kleineidam

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Er kam, sah und erzielte gegen Sönnern das entscheidende 3:1: Drensteinfurts Torjäger Marvin Brüggemann. Foto: Kleineidam
Er kam, sah und erzielte gegen Sönnern per Freistoß das entscheidende 3:1: Drensteinfurts Torjäger Marvin Brüggemann. © Kleineidam

Drensteinfurt - Es war längst nicht alles Gold, was glänzte. Doch das war den Fußballern des SVD egal. Der Bezirksligist gewann sein Heimspiel gegen den Aufsteiger SC Sönnern am Ende etwas zu deutlich mit 4:1, bleibt auf eigenem Platz ungeschlagen und festigte seine Spitzenposition in der Tabelle.

Bezirksliga 7: SV Drensteinfurt – SC Sönnern: 4:1. Als die Ergebniskrise – nur zwei Zähler aus drei Partien – beendet war und der Trainer im Mittelkreis einige Worte an seine Mannschaft gerichtet hatte, stimmten die Gastgeber den „Spitzenreiter, Spitzenreiter, hey, hey“-Gesang an. Die Erleichterung im Erlfeld war zu spüren. Endlich gab es wieder einen Sieg zu feiern – den siebten der Saison.

Oliver Logermann sprach von „drei Punkten fürs Selbstbewusstsein“. Mit Lob hielt sich der Coach des SVD diesmal zurück. Stattdessen gab es negative Kritik. „Das war keine gute Leistung“, sagte Logermann. „Mit den 55 Minuten nach dem 1:0 bin ich überhaupt nicht zufrieden. Wir mussten unnötig zittern.“

Tabelle

Das Wetter war top, die Kulisse konnte sich sehen lassen. Rund 150 Zuschauer wollten es sich nicht entgehen lassen, wie sich der SVD gegen den Meister der Kreisliga A Soest verkauft. Der Favorit hatte gleich in der Anfangsphase eine dicke Chance – und Pech. Ein Schuss von Jens-Uwe Niemeyer aus sieben Metern ging an die Latte (7.). Von der 11. Minute an musste Sönnern mit neun Feldspielern auskommen. Simon Grote sah nach einem Foul im Mittelfeld an Yannick Westhoff Rot. „Das war für mich keine Rote Karte“, äußerte sich Logermann zum Platzverweis. Ärgerlich: Westhoff musste verletzt vom Platz, für ihn kam Falk Bußmann.

In Überzahl verpassten die Drensteinfurter die frühe Führung. Neben Niemeyer kamen auch Maximilian Schulze-Geisthövel, der für Marvin Brüggemann in die Anfangsformation gerückt war, und Bußmann zu guten Möglichkeiten. Mehrmals parierte SCS-Keeper Nils Peuler gut. Ein Mal wurden vor der Pause auch die Gäste gefährlich – in der 34. Minute. Vier Minuten später fiel das 1:0. Schulze-Geisthövel passte in den Strafraum, André Vieira Carreira erzielte sein erstes Saisontor.

Zur zweiten Halbzeit kam Brüggemann für Schulze-Geisthövel. „Max war einfach platt“, erklärte Logermann. „Er hat uns danach schon gefehlt vorne.“ Die Gäste kamen viel besser als der SVD aus der Kabine und verdienten sich zu zehnt den Ausgleich. Nachdem ein abgefälschter Schuss von Yannick Hardes knapp links am Tor von Tobias Kofoth vorbeigegangen war (56.), legte Hardes quer und Fabian Wengler musste nur noch einschieben (57.). Fußball sei halt manchmal seltsam. „Wir waren elf, die zehn – trotzdem hat man keinen Unterschied gemerkt“, kommentierte Logermann die Schwächephase seiner Elf.

Die Stewwerter antworteten schnell. Markus Fröchte legte mit dem Kopf zurück, Niemeyer spitzelte die Kugel ins lange Eck (63.). Der Aufsteiger aus Werl gab sich zwar nicht auf, wurde aber kaum noch gefährlich. Die Entscheidung fiel in der 87. Minute: Der eingewechselte Brüggemann verwandelte einen Freistoß aus etwa 20 Metern direkt – 3:1. Der vierte Treffer des SVD fiel direkt im Anschluss. Brüggemann erkämpfte sich den Ball, passte zu Falk Bußmann, und der setzte den Schlusspunkt (88.).

Weil der TuS SG Oestinghausen im Spitzenspiel der IG Bönen 1:2 unterlag, hat Drensteinfurt nun vier Punkte Vorsprung auf den neuen Tabellenzweiten Bönen. Aufsteiger Bönen schaffte den sechsten Sieg nacheinander und hat zwei Partien weniger absolviert als der SVD. Für Sönnern ging es vom siebten Platz runter auf Rang elf.

Sein Heimspiel gegen den Tabellenletzten SuS Blau-Weiß Sünninghausen, der am Sonntag 1:2 beim TuS Freckenhorst verlor und noch sieglos ist, zieht der SVD vor. Der Aufsteiger aus Oelde ist bereits am Freitag (12. Oktober, 19.30 Uhr) zu Gast im Erlfeld.

SVD: Kofoth, Ziegner, Fröchte, Brune, Westhoff (15. Bußmann), Niehues, Chelvanathan, Vieira Carreira, De. Popil (64. Brüggemann), Niemeyer, M. Schulze-Geisthövel (46. S. Wiebusch)

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