SVR verabschiedet sich mit Sieg in die Winterpause

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Rinkerodes Raphael Stückmann (rechts) traf gegen Eintracht Münster zum frühen 1:0 und danach den Pfosten.

DRENSTEINFURT - Der Kommentar, den ein Zuschauer Sekunden nach dem Pausenpfiff zur ersten Halbzeit und zum Zwischenstand abgab, hätte treffender nicht sein können. „Bei zwei so blinden Hintermannschaften“, sagte der Mann – und meinte damit die vielen Fehler, die zum 4:2-Zwischenstand geführt hatten.

Nach 90 Minuten stand es 5:2 für die Fußballer des SVR, die sich durch den achten Saisonsieg als Tabellenachter in die Winterpause verabschiedeten.

Vier Wochen nach dem Debakel gegen Freckenhorst an gleicher Stelle (2:10) konnten sich die Zuschauer erneut nicht über mangelnde Unterhaltung beschweren. „Es hätte ähnlich ausgehen können“, sagte Rinkerodes Trainer Bernd Löcke und ärgerte sich, dass seine Jungs öfters „blind ins Abseits gelaufen sind“. Pech und Unvermögen standen einem höheren Erfolg im Weg. „Aber ich möchte nicht meckern“, meinte Löcke, der mit sieben Punkten aus den letzten drei Spielen leben konnte. „Das hatte ich gefordert.“ Zum ersten Mal in dieser Saison ist der SVR drei Spiele unbesiegt. Außerdem gab es in den vergangenen sechs Heimspielen nur eine Niederlage.

Vor dem Anpfiff wurde erst ein Mal ordentlich gebrüllt. Beide Teams schworen sich im Kreis auf die Partie ein. Doch vom Tabellenletzten aus Münster, der erst zwei Mal gewonnen hat, kam nach dem Anpfiff nichts. Während die Rinkeroder agierten, reagierten die Gäste nur. Die ersten Offensivaktionen hatten Raphael Stückmann (7.) und Jan Hoenhorst (9.). Beide waren auch am frühen Führungstor in der 11. Minute beteiligt. Hoenhorst spielte auf Stückmann, der traf aus kurzer Distanz zum 1:0. Nachdem SVR-Keeper Lennart Lüke einen Kopfball im Nachfassen entschärft hatte (12.), leitete Verteidiger Timo Baumewerd das 2:0 ein. Hoenhorst behielt allein vor dem Schlussmann die Nerven (13.). Eintrachts Torjäger Christian Essing machte nur ein Mal auf sich aufmerksam, als er Lüke mit dem Kopfball prüfte (22.). Ansonsten war er abgemeldet. Nach einer Ecke und einem Abpraller erhöhte Tim Pulkowski auf 3:0 (30.). Aus einer misslungenen Kopfball-Rückgabe Thanh-Tien Doans resultierte der erste Gegentreffer des SVR nur eine Minute später. Doch erneut Pulkowski stellte den alten Abstand schnell wieder her (35.). Ein Fehler von Baumewerd führte zum 4:2 (39.).

„Ich hab’ heut einen guten Tag“

Nach dem Seitenwechsel hatte die Löcke-Elf viele weitere Chancen, fast alle wurden vergeben. Zunächst hatte Hoenhorst das 5:2 auf dem Fuß, scheiterte aber zwei Mal am Torwart der Münsteraner (47., 60.). Besser machte er es in der 61. Minute, nachdem sich Pulkowski den Ball am Mittelkreis geholt und ihn am Strafraum quergelegt hatte. Hoenhorst musste nur noch einschieben. Der starke Pulkowski bereitete auch die nächsten beiden Chancen vor. Erst bediente er Stückmann (70.), dann Hoenhorst (73.). Doch beide Angreifer trafen nur den Pfosten. „Ich hab’ heut einen guten Tag“, schrie Rinkerodes Keeper Lüke von hinten und beließ es dabei. Co-Trainer Norbert Bothen ärgerte sich nach dem Abpfiff, „dass du dich nicht belohnst“.

26 Punkte holte der SVR aus den 17 Hinrundenspielen und gehört damit zum Mittelmaß der Liga. Löckes Resümee: „Das war ein Auf und Ab.“ „Unter den Voraussetzungen“ sei der achte Tabellenplatz „das, wo wir hingehören“. - mak

SVR: Lüke, Doan, Si. Walbaum, Baumewerd, Weglage, Dogan, Draba, Hoenhorst, Pulkowski, Vieira Carreira, Stückmann (eingewechselt: Schlichtemeier, Fischer, Grünhagel)

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