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Frust in der Nachspielzeit beim SV Drensteinfurt

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Von: Karsten Steenbrede

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Valentin Kröger und der SV Drensteinfurt mussten gegen Cappel den späten Ausgleich hinnehmen.
Valentin Kröger und der SV Drensteinfurt mussten gegen Cappel den späten Ausgleich hinnehmen. © Kleineidam

Bis in die Nachspielzeit sah es so aus, als könnte der SV Drensteinfurt drei wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg einfahren und gleichzeitig in der Bezirksliga-Tabelle am SuS Cappel vorbeiziehen. Doch die Gäste aus Lippstadt erzielten in der 93. Minute den 1:1 (1:0)-Ausgleich.

Drensteinfurt - „Natürlich ist der Zeitpunkt megaärgerlich. Aber der Ausgleich ist für Cappel auch nicht unverdient, weil wir in der zweiten Halbzeit nicht mehr so viel in die Partie investiert haben“, war SVD-Coach Volker Rüsing bedient.

Vor rund 100 Zuschauern auf dem Kunstrasenplatz „Im Erlfeld“ waren die Hausherren über weite Strecken des ersten Durchgangs das aktivere Team mit den besseren Einschussgelegenheiten. Philipp Ressler brachte die Stewwerter mit einem für SuS-Schlussmann Sascha Frederik Wöstheinrich unhaltbaren Weitschuss aus halbrechter Position früh mit 1:0 in Führung (13.). „Danach haben wir es leider verpasst bei zwei guten Chancen von Dennis Popil den zweiten Treffer nachzulegen“, resümierte Rüsing, der nach dem Seitenwechsel von der Seitenlinie mit ansehen musste, wie der Tabellenneunte aus Cappel langsam das Zepter des Handelns in die Hand nahm und sich mehr Spielanteile erarbeitete.

Defensiv standen die Gastgeber lange gut geordnet und ließen kaum nennenswerte Möglichkeiten des SuS zu, doch die mangelnden Alternativen von der Bank sollten sich in der Schlussphase deutlich bemerkbar machen. „Personell sieht es momentan nicht optimal aus. Da pfeifen wir auf dem letzten Loch“, muss Coach Rüsing derzeit improvisieren. „Ich hoffe, dass in den nächsten drei bis vier Wochen Leute zurückkommen, damit wir wieder mehr Breite in den Kader bekommen. Aber das ist noch Zukunftsmusik.“

Die Brechstange der Gäste ist erfolgreich

So hielt die SVD-Abwehr dem Druck der Cappeler zwar lange, aber nicht lange genug stand. Der SuS setzte in der Schlussphase auf lange und hohe Bälle und war mit dem Prinzip Brechstange erfolgreich. Nach einem hoch in den Strafraum geschlagenen Ball wurde vor SVD-Keeper Steffen Scharbaum quergelegt und Niclas Philipp Ansahl musste nur noch ins leere Tor einschieben (90.+3).

„Mit einem Sieg wären wir in der Tabelle an Cappel vorbeigezogen. Das ist schade, dass uns das nicht gelungen ist“, bilanzierte Rüsing und blickte bereits auf das Kellerduell beim VfL Wolbeck am kommenden Wochenende. „Jetzt müssen wir mal schauen, was wir dort aufbieten können.“

SVD: Scharbaum – Popil, van Elten, Kröger (86. J. Wiebusch), Pankok, Vieira Careira, Steinert, Groß, S. Wiebusch, Ressler, Gröneweller (67. Wichmann)

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