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[Update] Frost und Frust beim SVD: Völlig verdiente Niederlage gegen Heessen

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Von: Matthias Kleineidam

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Die Heessener waren am Freitagabend meist einen Schritt schneller: Nico Schiller (rechts) und Alexander Pankok vom SV Drensteinfurt. Foto: Kleineidam
Die Heessener waren am Freitagabend meist einen Schritt schneller: Nico Schiller (rechts) und Alexander Pankok vom SV Drensteinfurt. © Kleineidam

Es war bezeichnend für die Stimmung in beiden Lagern. Während die Fans aus Heessen in der Schlussphase „Der SVE ist wieder da“ sangen, waren die ersten Zuschauer, die die Daumen für den SVD drückten, schon längst verschwunden.

Bezirksliga 7: SV Drensteinfurt – SVE Heessen 0:2. Bei Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt war die Laune bei den Gastgebern nach dem vorgezogenen Heimspiel am Freitagabend am Tiefpunkt.

„Sie haben verdient gewonnen“, sagte SVD-Trainer Volker Rüsing und gratulierte dem Gegner sportlich fair. Einen großen Vorwurf machte er seiner Mannschaft nicht. „Die Jungs geben ihr Bestes“, allerdings fehle die Qualität im Spiel – vor allem in der Offensive. Heessens Spielertrainer war glücklich. „Zehn Punkte aus vier Spielen – das war unser Ziel“, sagte Rouven Meschede. Der Sieg hätte aus seiner Sicht jedoch höher ausfallen müssen.

--- Die Tabelle ---

Mitarbeiter des städtischen Fachbereichs Sicherheit und Ordnung kontrollierten vor dem Anpfiff, ob alle Spieler die 3G-plus-Regel einhielten. Die Hammer waren von Anfang an galliger. Wenn es Chancen gab, dann für die Gäste. Konstantin Rühl tauchte frei vorm Tor auf, doch Schiedsrichter Michael Kortmann entschied auf Abseits (18.). Der starke Meschede versuchte es aus der Distanz, Keeper Steffen Scharbaum lenkte den Ball zur Ecke, nach deren Ausführung Meschede übers Tor köpfte (21.). Auch die nächste Möglichkeit gehörte dem Coach. Der SVE spielte eine Ecke flach in den Rückraum, Meschede schoss zwei Meter drüber (30.). „Der Ball wollte einfach nicht reingehen“, sagte Meschede. Nach einem Fehler von Scharbaum versuchte es Rühl aus 35 Metern, der Ball ging drüber (42.). In der dritten Minute der Nachspielzeit war es aber so weit: Yunus Tanacan Kämper brachte einen Freistoß von der Strafraumkante scharf in den Fünfmeterraum, Drensteinfurts Kapitän Leon van Elten lenkte den Ball ins eigene Tor. „Die Führung hatte sich angedeutet und tat uns gut kurz vor der Pause“, sagte Meschede.

Kurz nach dem Seitenwechsel traf Pascal Westermann aus 25 Metern die Latte (47.). Einen Schuss von Meschede parierte Scharbaum (72.). Der gerade eingewechselte Lennard De Graaf sorgte für die Entscheidung. Er setzte den Ball aus 20 Metern platziert ins linke Eck – 0:2 (81.). Symptomatisch für den Auftritt des SVD war eine Szene kurz vor Schluss. Dario Seljmesi, der früh für den erneut verletzten Sven Grönewäller eingewechselt worden war, traf aus kurzer Distanz nur den Pfosten statt ins leere Tor (89.).

SVD: Scharbaum – Wichmann, van Elten, Pankok (85. Steinert), S. Wiebusch – Ressler, Vieira Carreira – Groß, De. Popil, Scharmann (58. M. Schulze-Geisthövel) – Grönewäller (15. Seljmesi)

SVE: Stiepermann – M. Mnich, Meschede (79. De Graaf), Vogel (65. D. Mnich) , Westermann, Schiller (83. Strickmann), Giffey, Rühl, Kämper (72. Bouaid), G. Nieddu, Kemper

Tore: 0:1 van Elten (Eigentor/45.+3), 0:2 De Graaf (81.)

Einen Nachdreher zum Heimspiel des SVD und zur aktuellen Lage beim Bezirksligsten gibt es in der Montagsausgabe des Westfälischen Anzeigers (WA Drensteinfurt 13. Dezember 2021).

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