Fußball

Warum Eddy und André Chart „sehr, sehr enttäuscht“ sind

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Seine Tore reichten nicht, um zu punkten: Joel Lange traf im Spiel bei Aramäer Ahlen doppelt für Walstedde.

Walstedde - Kreisliga A Beckum: Aramäer Ahlen – Fortuna Walstedde: 4:2. Eddy Chart war bedient. „André und ich sind sehr, sehr enttäuscht“, sagte der Coach von Fortunas Fußballern. Mit André ist sein Sohn gemeint, der gleichzeitig Co-Trainer ist.

Was beide am Sonntag im Auswärtsspiel beim Aufsteiger in Ahlen sahen, „kann man in Worten nicht ausdrücken.“ Im dritten Aufeinandertreffen in dieser Saison gingen die Walstedder zum ersten Mal leer aus. Nach dem 6:1 im Hinspiel und dem 3:2-Erfolg über Aramäer im Kreispokal verloren sie zum Auftakt der Rückrunde.

„Wir haben uns die Niederlage selbst zuzuschreiben“, sagte Eddy Chart. Schmerzhaft war diese auch, weil Westfalen Liesborn (40 Punkte) bei Vorwärts Ahlen nicht über ein torloses Remis hinauskam. Statt den Rückstand auf den Tabellenführer auf vier Punkte zu verkürzen, liegen die Fortunen als Dritter nun sieben Zähler hinter Liesborn – und sechs hinter dem SV Neubeckum, der durch zwei ganz späte Tore in Unterzahl 4:2 bei Germania Lette gewann.

Schlechte Leistung trotz guter Besetzung

Walstedde musste auf dem Kunstrasenplatz im Sportpark Nord nur auf den spielenden Co-Trainer Andrè Chart verzichten. Danijel Livaja, Leon Hartmann und Sebastian Borgschulte sollten in der zweiten Mannschaft aushelfen, doch deren Partie bei der BSG Eternit fiel aus. „Wir waren gut besetzt“, sagte Chart. Umso niedergeschlagener war er, dass die Einstellung seiner Jungs überhaupt nicht stimmte. „Dass, was wir machen wollten, haben die gemacht.“ Aramäer sei nicht die bessere Mannschaft gewesen, „aber aggressiver“ im Spiel gegen den Ball.

In der 13. Minute gingen die Ahlener erstmals in Führung. Joel Lange glich fast postwendend aus. Er traf nach einer Ecke von Dennis Hohn per Kopf (15.). Aus einem Foulspiel resultierte der Elfmeter, der zum 2:1 führte (32.). „Den pfeift nicht jeder“, so Chart. Erneut egalisierte Lange mit einem Kopfballtreffer (37.) – sein fünftes Saisontor. Doch kurz vor der Pause kassierte die Fortuna die dritte Bude (43.).

Eckert muss verletzt runter

Nachdem Kai Eckert (Knie verdreht) verletzt vom Platz musste, erhöhte Aramäer auf 4:2 (55.). „Wir kriegen mindestens drei Gegentore, weil die Konzentration nicht stimmte“, schimpfte der Coach: „Wir haben den Gegner am ersten Advent mit vorzeitigen Weihnachtsgeschenken überhäuft.“ Die Gastgeber brachten das 4:2 ins Ziel, obwohl sie nach einer Gelb-Roten Karte (60.) eine halbe Stunde in Unterzahl spielen mussten. „Wir haben taktisch zwei Mal umgestellt. Dann erwartest du, dass es einen Ruck gibt“, sagte Chart. Doch den gab es nicht.

Aufgrund des großen Rückstands steht bereits fest, dass die Walstedder als Tabellendritter ins Jahr 2019 gehen werden. Zum letzten Spiel vor der Winterpause empfangen sie am Sonntag (14.30 Uhr) den auswärtsschwachen Tabellensechsten TuS Wadersloh, der RW Vellern deklassierte (8:1).

Fortuna: Grote, Gouw (80. R. Lange), Rosendahl, Ernst, J. Lange, Brillowski, Ophaus, Hohn (69. H. Junfermann), Ke. Northoff, Vinnenberg, Eckert (50. Ka. Northoff)

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