Fördermittel reichen nicht

Kunstrasenplatz beim SV Rinkerode wird deutlich teurer

Hier soll der multifunktionale Kunstrasenplatz im Sportzentrum Rinkerode entstehen.
+
Hier soll der multifunktionale Kunstrasenplatz im Sportzentrum Rinkerode entstehen.

Die Umgestaltung des Naturrasen-Kleinspielfelds in einen multifunktionalen Kunstrasenplatz im Sportzentrum Rinkerode wird vermutlich deutlich teurer als zunächst angenommen. Das geht aus einem der Eingänge der jüngsten Ratssitzung hervor. 

Rinkerode – Demnach werden die Fördermittel nicht mehr 100 Prozent der finanziellen Aufwendungen abdecken.

Bund und Land NRW fördern die Maßnahme im Rahmen des Programms „Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten“ mit einem Festbetrag von 338 000 Euro. Zum Zeitpunkt der Vorkalkulation durch das Planungsbüro Gnegel entsprach das einer 100-prozentigen Förderung. Einige Parameter seien aber zum Zeitpunkt des Förderantrags Ende 2020 noch nicht bekannt gewesen, so Bürgermeister Carsten Grawunder in dem Eingang. „Untersuchen durch Labore und Fachbüros haben zwischenzeitlich ergeben, dass unerwartet viel Boden ausgetauscht werden muss und zusätzliche Maßnahmen zur Wasserführung und Wasserableitung erforderlich werden.“ Die Erfahrungen aus der Ausschreibung zum Bau der Kunststofflaufbahn Walstedde zeigten außerdem, dass Lieferengpässe in einigen Produktbereichen zu deutlichen Mehrkosten führen können. In einer aktualisierten Kostenkalkulation geht das Planungsbüro darum nun von einer Kostensteigerung von rund 20 bis 25 Prozent aus.

Lange Frist

„Aufgrund der besonderen Gegebenheiten und der hohen Förderquote sollte die Maßnahme dennoch ausgeschrieben werden“, so Grawunder. Die Verwaltung plant die Ausschreibung für die Zeit nach den Sommerferien. Durch eine lange Frist – der Bau des Multifunktionsplatzes muss erst Ende Juli 2022 abgeschlossen sein – sollen die Firmen die Möglichkeit bekommen, für sie günstig zu planen und dadurch auch ein günstiges Angebot einzureichen.

Mehr Fördermittel als bereits beantragt kann die Stadt nicht für die Baumaßnahme abrufen. Die angepeilte lange Frist für die Baufirmen wird die Fördersumme aber auch nicht verringern, da die Laufzeit des Förderbescheids erst im Dezember kommenden Jahres endet. Die Mehrkosten der Maßnahme von bis zu 85 000 Euro möchte die Verwaltung durch eine Verschiebung der Maßnahmen auf der Sportanlage im Erlfeld aufbringen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare